SpOn 05.08.2026
07:37 Uhr

Ukrainekrieg: Russland feuert ballistische Raketen auf Kyjiw


Russland hat die ukrainische Hauptstadt in der Nacht erneut massiv beschossen. Es gibt Tote und Verletzte. Parallel schlägt die Ukraine mit Drohnen zurück und trifft ein weiteres Lagerhaus.

Ukrainekrieg: Russland feuert ballistische Raketen auf Kyjiw

In der Nacht hat Russland ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt gefeuert. Einschläge gab es offenbar in mindestens sieben Bezirken in Kyjiw und Umgebung. Die Flugabwehr sei im Einsatz, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit . Zudem gab es erste Berichte über Schäden und Verletzte.

Nach Angaben des Rettungsdienstes ​wurden in Kyjiw 14 Menschen getötet. 27 weitere Menschen seien verletzt ⁠worden, ⁠teilt der Rettungsdienst auf Telegram mit. Zudem seien mehrere Lagerhäuser ‌beschädigt worden.

Im Bezirk Holossijiw, der sich südlich der ukrainischen Hauptstadt erstreckt, seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, so Klitschko. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte zunächst noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten.

Feuerwehr löscht Brände an der Lagerhalle eines ukrainischen Onlinehändlers

Feuerwehr löscht Brände an der Lagerhalle eines ukrainischen Onlinehändlers

Foto: Thomas Peter / REUTERS

Im Bezirk Obolon, im nördlichen Teil Kyjiws, seien mehrere Brände ausgebrochen. Im Bezirk Desna geriet laut Klitschko ebenfalls ein Lagerhaus in Brand, Trümmerteile einer Rakete seien in der Nähe eines Wohngebiets heruntergefallen.

Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Immer wieder kommt auch die Hauptstadt unter Beschuss. Erst in der Nacht zum Samstag hatte Russland Kyjiw mit heftigen Angriffen mit ballistischen Raketen überzogen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt.

Russland meldet Drohnenangriff auf Wildberries-Logistikzentrum

Unterdessen hat die Ukraine Drohnenangriffe auf die russische Region Tula ausgeführt. Dabei ist offenbar auch ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Wildberries getroffen worden, wie der dortige Gouverneur Dmitri Miljajew auf Telegram mitteilte . Infolge des Angriffs sei demnach ein Feuer ausgebrochen. Einsatzkräfte seien vor Ort und löschten den Brand, so der Gouverneur. Ein Mensch sei verletzt worden und werde medizinisch versorgt.

Mehr zum Thema

Die ukrainischen ⁠Streitkräfte haben ⁠seit Mitte Juli mehr als ein Dutzend Anlagen von Wildberries mit Drohnen angegriffen und teils erheblich beschädigt. Miljajew zufolge wurden zudem zwei Industrieanlagen ‌in der Stadt Nowomoskowsk und im Gebiet Uslowaja sowie ​zwei Wohnhäuser ‌in einem anderen Teil der Region Tula beschädigt.

jmm/dpa/Reuters