SpOn 24.05.2026
13:51 Uhr

Ukraine: Einsatz von Oreschnik-Rakete - Merz verurteilt »Eskalation« durch Russland


Die Bundesregierung hat den russischen Machthaber Putin für den Gebrauch der atomwaffenfähigen Oreschnik-Rakete kritisiert. Die ​EU-Außenbeauftragte spricht von »nuklearem Säbelrasseln«.

Ukraine: Einsatz von Oreschnik-Rakete - Merz verurteilt »Eskalation« durch Russland

Die Bundesregierung hat den Einsatz von atomwaffenfähigen Oreschnik-Raketen durch Russland im Ukrainekrieg kritisiert. »Die Bundesregierung verurteilt diese rücksichtslose Eskalation scharf«, schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei X. »Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine

Außenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte, Russlands »Raketenterror ist schockierend«. Der Einsatz des Raketensystems sei eine weitere Eskalation. »Mich bestärkt das, die beim Nato-Außenministertreffen gemachten Vorschläge konsequent weiterzuverfolgen«, fuhr er fort. Nur eine starke Ukraine werde Russlands Präsidenten Wladimir Putin »zum Einlenken bewegen können«.

Die ​EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wirft Russland wegen der jüngsten Raketenangriffe auf die Ukraine »nukleares Säbelrasseln« vor. Der mutmaßliche ‌Einsatz von Mittelstreckenraketen des Typs Oreschnik, die für atomare Sprengköpfe ausgelegt sind, sei eine politische Einschüchterungstaktik, schreibt Kallas auf X.

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Der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilte ebenfalls auf X den Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw und den Einsatz der Hyperschallwaffe. Dies bedeute eine Eskalation und zeige die Sackgasse des russischen Angriffskrieges auf. Er bekräftigt zudem die Unterstützung ​Frankreichs für die Ukraine.

Russland hatte Kyjiw in der Nacht zum Sonntag mit Raketen- und Drohnenangriffen überzogen. Die ganze Nacht über waren Explosionen zu hören. Moskau bestätigte, die atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt zu haben.

msk/AFP