Gut drei Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen 36-jährigen Zugbegleiter in einem Regionalzug in der Westpfalz hat der Tatverdächtige die Tat eingeräumt. Der 26-Jährige habe aber einen Tötungsvorsatz bestritten und sich teilweise auf Erinnerungslücken berufen, teilte die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mit.
Er habe sich bei einer richterlichen Vorführung und bei einer forensisch-psychologischen Untersuchung zum Tatgeschehen geäußert. Der Mann sitzt wegen des Verdachts des Totschlags weiter in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es.
Noch liegen demnach nicht alle beauftragten Gutachten der Rechtsmedizin einschließlich des toxikologischen Gutachtens zum Beschuldigten vor. Nach dem vorläufigen Ergebnis der forensisch-psychiatrischen Begutachtung gebe es keine Hinweise auf eine erhebliche Verminderung oder Aufhebung der Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Kein Fahrschein dabei
Der Mann soll den 36 Jahre alten Zugbegleiter Serkan Ç. am 2. Februar bei einer Ticketkontrolle in der Westpfalz so schwer mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert haben, dass dieser später im Krankenhaus an einer Hirnblutung starb.
Der Tod des Zugbegleiters, eines alleinerziehenden Vaters mit zwei Kindern, hatte für große Empörung und eine Debatte über die Gefährdung von Bahn-Mitarbeitern gesorgt. Die Deutsche Bahn setzt nun auf bestimmten Strecken testweise zwei Mitarbeiter in den Bahnen ein.
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Der 26-jährige tatverdächtige Mann stammte aus Griechenland und lebte nach eigenen Angaben in Luxemburg. Er hatte keinen Fahrschein und sollte des Zuges verwiesen werden – daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zug war von Landstuhl im Kreis Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) nach Homburg im Saarland unterwegs.
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