SpOn 21.09.2026
01:00 Uhr

Texas: ICE-Agent verletzt Mann bei Schüssen in liberaler Enklave Austin


Der blaue Toyota weist Einschüsse an der Tür auf: Im texanischen Austin hat ein Mitglied der Einwanderungsbehörde ICE einen Mann schwer verletzt. Offenbar wissen die Behörden nicht, wo der Schütze ist.

Texas: ICE-Agent verletzt Mann bei Schüssen in liberaler Enklave Austin

Austin gilt als eine der demokratischen Inseln im republikanisch geprägten US-Bundesstaat Texas. Ausgerechnet dort hat es am Wochenende einen Zwischenfall mit der Einwanderungsbehörde ICE gegeben. Ein Mitarbeiter verletzte dabei einen Mann schwer, wie unter anderem der Sender CNN berichtet .

Die genauen Umstände sind noch unklar. Lokale Medien berichten, dass das Opfer durch einen Schuss in den Torso verwundet und in ernstem, aber stabilem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden sei.

Laut der Polizeichefin von Austin, Lisa Davis, ereignete sich der Vorfall bei einem Verkehrsstopp am Sonntag ohne Beteiligung der örtlichen Polizei. Aufnahmen zeigen einen blauen Toyota unter einer Brücke, offenbar mit Einschüssen in der Tür. Weder der Name des Opfers noch der des Schützen sind bisher öffentlich. Das Heimatschutzministerium, das die Aktionen von ICE koordiniert, äußerte sich nicht.

Bürgermeister: Unklar, wo sich der ICE-Schütze aufhält

Ein Problem: Laut Austins demokratischem Bürgermeister Kirk Watson wissen die Behörden in der Stadt nicht, wo sich der ICE-Schütze aufhält. »Meine Hoffnung ist, dass er die Stadt nicht verlassen hat. Vom Bundesstaat ganz schweigen.« Er erwarte, dass die Polizei von Austin und die Texas Ranger an den Ermittlungen beteiligt werden, so Watson. Die Stimmung in Austin ist aufgeladen. Am Tatort hatten sich am Sonntag Hunderte Demonstranten versammelt, die Polizei war teils mit Schutzschilden ausgerüstet.

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ICE spielt eine zentrale Rolle bei Trumps verschärftem Vorgehen gegen irreguläre Einwanderung. Die Einwanderungsbehörde steht in den USA wegen ihrer Festnahmen und Abschiebungen sowie wegen ihrer brutalen Methoden unter massivem Druck.

Immer wieder kommt es bei den teils brutalen Abschiebeaktionen zu tödlichen Eskalationen. So starb im Juli ein 52-Jähriger in Houston (Texas) durch Schüsse von ICE-Agenten. Ebenfalls im Juli war im Bundesstaat Maine ein 25-Jähriger aus Kolumbien von ICE erschossen worden.

In den vergangenen Monaten ist es ruhiger um die US-Einwanderungsbehörde geworden. Doch dann sorgte der Fall des rechten Bloggers Milo Yiannopoulos für Aufsehen. Und zeigt: Die Strategie von ICE scheint aufzugehen. Mehr dazu hier .

jok