SpOn 17.09.2026
14:15 Uhr

Südafrika: Neun Frauenleichen in zwei Monaten entdeckt


In der südafrikanischen Metropolgemeinde Ekurhuleni ist zum wiederholten Male eine getötete Frau gefunden worden. Die Ermittler prüfen, ob es sich um einen Serientäter handelt.

Südafrika: Neun Frauenleichen in zwei Monaten entdeckt

In der Nähe von Johannesburg in Südafrika wurde am Donnerstag eine Leiche entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Fall mit weiteren Tötungsdelikten zusammenhängen könnte. In der Metropolgemeinde Ekurhuleni wurden innerhalb von zwei Monaten neun Frauenleichen gefunden. Die Opfer wurden teilweise halb nackt zurückgelassen.

Die Polizei hat in der betroffenen Region Straßensperren errichtet. Die Mordserie müsse beendet werden, sagte Vize-Polizeichefin Tebello Mosikili in Dawn Park, wo die neunte Leiche am Straßenrand gefunden worden war. »Wir können nicht ständig neue Leichen bergen«, sagte sie. Die Polizei werde nun untersuchen, ob die getötete Frau mit den früheren Fällen in Verbindung stehe oder ob es sich eventuell um einen Nachahmungstäter handele.

Gewalt weitverbreitet

Eine der getöteten Frauen hatte Anfang September ihre achtjährige Tochter zu Hause zurückgelassen, um joggen zu gehen. Die 38-Jährige kehrte nie zurück, ihre Leiche wurde am 12. September hinter einem Hotel gefunden.

Ihr Verschwinden rückte in die Schlagzeilen, nachdem andere Läufer eine Social-Media-Kampagne für ihre Suche gestartet hatten. Dadurch wurde die Aufmerksamkeit auf frühere Fälle gelenkt und es wurden weitere Leichen gefunden. Mindestens eine der Frauen war schon seit längerer Zeit tot.

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Laut Angaben aus dem Mai wurden in Südafrika in den ersten drei Monaten des Jahres täglich im Schnitt rund 60 Menschen getötet – eine der höchsten Raten weltweit. Zudem ist geschlechtsspezifische Gewalt weitverbreitet: Nach einer 2024 veröffentlichten Studie  hat mehr als ein Drittel der Frauen ab 18 Jahren in Südafrika im Laufe ihres Lebens körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Andere Erhebungen nennen noch höhere Zahlen.

bbr/AFP