Beim Einsturz einer Goldmine im Sudan sind nach Angaben von Überlebenden mindestens 60 Bergleute gestorben. Zahlreiche weitere Menschen würden noch vermisst, sagten zwei Überlebende der Nachrichtenagentur AFP. Es sei zu befürchten, dass auch sie unter den Erdmassen zu Tode gekommen seien.
Die Schächte der Al-Saraa-Mine in der Nähe der Stadt El-Nahud im Bundesstaat West Kordofan waren den Überlebenden zufolge am Dienstag eingestürzt. Bis Mittwochmorgen seien 60 Leichen geborgen worden.
»Wir wissen nicht, wie viele noch drin sind«, sagte der Überlebende Chair al-Sajjed Dschabara, nachdem die Suche nach Verschütteten mit einfachstem Werkzeug die ganze Nacht über fortgesetzt worden war. Es fehle an schwerem Gerät, um Erde und Gestein aus dem Weg zu räumen, sagte er.
Die EU hatte im Juli angesichts des grausamen Bürgerkriegs im Sudan ein Goldembargo verhängt. Das Edelmetall sei zu einer zentralen Einnahmequelle geworden, mit der der Konflikt finanziert werde, teilte der Rat der Mitgliedstaaten nach dem Sanktionsbeschluss der Außenminister mit.
Der Kauf, die Einfuhr und die Verbringung von Gold mit Ursprung in Sudan sind damit in der EU verboten.
Im Sudan hatte im April 2023 ein Krieg zwischen der Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und der RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo begonnen. Beide Kriegsparteien finanzieren sich zu großen Teilen aus dem Handel mit Gold. Der Sudan ist eines der größten Gold-Förderländer Afrikas und verbuchte vergangenes Jahr beim Gold-Abbau ein Fünf-Jahres-Hoch von 70 Tonnen.
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Wegen des Konflikts liegt Sudans Wirtschaft am Boden, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Viele Arbeitslose machen sich daher auf die gefährliche Suche nach Gold. Viele arbeiten in stillgelegten Goldminen oder nicht offiziell ausgewiesenen Abbaugebieten wie etwa dem Gebiet um Al-Saraa. Es befindet sich im von der RSF-Miliz kontrollierten Bundesstaat West Kordofan.
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