SpOn 03.05.2026
10:18 Uhr

Stephen Colbert hat ein Problem damit, dass Donald Trump ein »absoluter Narzisst« ist«


Nach elf Jahren wird die »Late Show« von Stephen Colbert Ende Mai abgesetzt. Im Gespräch mit der »New York Times« blickt der Entertainer zurück. Der Blick nach vorn? Geht noch nicht.

Stephen Colbert hat ein Problem damit, dass Donald Trump ein »absoluter Narzisst« ist«

US-Moderatorin Oprah Winfrey schaute vorbei, Schauspielerin Meryl Streep, und Billy Crystal sang für ihn ein Lied. Regisseur Christopher Nolan wird noch einmal zu Gast sein – und sogar Ex-Präsident Barack Obama. Es sind die ganz Großen, die US-Moderator Stephen Colbert, 61 noch einmal, ein letztes Mal, in seiner »Late Show« empfangen wird.

Am 21. Mai wird die letzte »Late Show With Stephen Colbert« ausgestrahlt. Der Sender CBS hatte im vergangenen Sommer bekannt gegeben, dass er die Show aus finanziellen Gründen absetzen würde. Nun hat Stephen Colbert der »New York Times« ein Interview gegeben und über seinen Abschied gesprochen.  Das Gespräch fand in seinem Büro über einem Theater am Broadway statt, Colbert war laut »NYT« entspannt – und barfuß.

Colbert sei überrascht von der Absetzung der Show gewesen, der Sender habe ihn vor drei Jahren noch dazu gedrängt, einen Fünfjahresvertrag zu unterschreiben. Er habe dann aber doch nur einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

Dankbar, nicht wütend

Er verstehe diejenigen, die sagen, es würde keinen Sinn machen, die Show abzusetzen. Doch das Fernsehen könne wegen YouTube und der Konkurrenz durch Streaminganbieter kaum noch Gewinne erzielen. Colbert sagte der »New York Times«, er hege keinen Groll gegen den Sender, er habe die Zusammenarbeit mit CBS genossen. Er fühle sich viel besser, wenn er »dankbar« sei und nicht »wütend«.

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Zu Beginn der Show habe der Sender ihm abgeraten, eine politische Show zu machen und über aktuelle Entwicklungen zu sprechen. Doch die ersten fünf Monate seien etwas holprig verlaufen. Die Einschaltquoten seien erst gestiegen, als er angefangen habe, politische Witze zu machen.

Colbert kritisierte mehrfach US-Präsident Donald Trump. »Ich habe kein Problem damit, dass Trump Republikaner ist. Ich habe ein Problem damit, dass Trump ein absoluter Narzisst ist, der nur für seine eigenen Interessen arbeitet und dem es offenbar egal ist, ob die ganze Welt in Flammen steht«, sagt er der Zeitung.

Doch wie geht es nach der Show weiter? Laut »New York Times« arbeitet Colbert an einem Drehbuch für einen neuen »Herr der Ringe«-Film. Er mag Podcasts, interessiert sich für Comedy und liebt Livepublikum. Aber er kann noch nicht genau sagen, was als Nächstes kommt, »weil die Show etwa 95 Prozent meines Gehirns in Anspruch nimmt«. Er könne erst darüber nachdenken, was er nach der Show machen wolle, wenn die Show vorbei sei.

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kha