Der neuseeländische Starregisseur und Filmproduzent Peter Jackson, 64, wandte sich am Mittwochmorgen über mehrere Social-Media-Kanäle an die Fans seiner »Herr der Ringe«-Filme und des Mittelerde-Universums von Schriftsteller J.R.R. Tolkien.
Zuerst gab er ein Update zum Stand des kommenden Spin-off-Films »The Hunt for Gollum«, bei dem Andy Serkis Regie führen wird. Der Film sei auf einem guten Weg, sagte Jackson, »es sind viele Leute aus dem alten Team wieder dabei«. Serkis wird, wie in Jacksons »Herr der Ringe«- und »Hobbit«-Filmen, die Figur des Gollum selbst darstellen. Doch dann hatte Jackson noch eine Überraschung für die Fans parat. »Gollum« sei nicht der einzige Tolkien-Film, der gerade geplant werde, sagte der Produzent, und holte einen Gast in den Videochat.
Regisseur Jackson, 2019: Freude an der Idee
Foto: Joel C Ryan / Invision / APEs war Stephen Colbert, 61, Comedian, Talkshowmoderator und seit vielen Jahren erklärter Fan der Tolkien-Romane. In Jacksons Film »Der Hobbit: Smaugs Einöde« hatte er sogar einen sechs Sekunden langen Auftritt als Komparse . »Du weißt, was mir die Bücher bedeuten und was mir deine Filme bedeuten«, sagte Colbert zu Jackson.
Weiter berichtete er in dem Videocall, dass er schon vor Jahren gemeinsam mit seinem Sohn Peter eine Idee für einen Film entwickelt habe. Es handele sich um sechs Kapitel aus »Die Gefährten«, dem ersten Einzelband, den Tolkien vom »Herrn der Ringe« veröffentlichte. »Ich habe ein paar Jahre gebraucht, um meinen Mut zusammenzunehmen und dich anzurufen, aber vor etwa zwei Jahren habe ich es getan«, so Colbert zu Jackson. Zu seiner Freude gefiel die Idee nicht nur dem Regisseur, sondern auch Vertretern der Produktionsfirma New Line Cinema und des Studios Warner Bros.
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»Ich dachte nicht, dass ich die Zeit dafür haben würde«, sagte Colbert ironisch. »Aber wie sich herausstellt, werde ich ab diesem Sommer Zeit haben.«
Der Moderator wird am 21. Mai zum letzten Mal seine Late-Night-Show beim US-Sender CBS moderieren. Der Sender hatte im vergangenen Sommer angekündigt, die Talkshow aus »rein finanziellen« Gründen abzusetzen. Viele Branchenkenner vermuteten, dass auch die Rücksicht auf US-Präsident Donald Trump eine Rolle gespielt habe, der in der Sendung immer wieder scharf kritisiert wurde.
Nun hat Stephen Colbert also eine neue Aufgabe für die Zeit nach der »Late Show«: Er wird gemeinsam mit seinem Sohn und Peter Jacksons langjähriger Skript-Partnerin Philippa Boyens an dem Drehbuch für einen neuen Film schreiben. Colberts Anspruch dabei: Es solle der Romanvorlage komplett treu sein, aber auch komplett in die Welt von Jacksons Filmen passen.
