Manchmal macht die Stimme im entscheidenden Moment nicht mit: Sie klingt belegt, kippt weg oder wird plötzlich leise. Statt klar zu sprechen, nuscheln wir vor uns hin. Unsere Stimme benötigt eben genauso viel Übung und Pflege wie der Rest von uns.
»Jeder Sportler wärmt sich auf, jeder Sänger. Nur gemeinerweise begreifen wir das Sprechinstrument oder das Sprechen nicht als besondere Leistung, aber es ist eine«, sagt Sprech- und Medientrainerin Annalena Schmidt im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«. »Erst wenn es nicht mehr funktioniert, dann kümmern wir uns.«
Annalena Schmidt
Foto: Jörn BorrmannWer souverän klingen will, kann schon mit einfachen Mitteln viel erreichen: Aufwärmübungen, bewusstes Atmen oder ein stabiler Stand helfen, kraftvoller und präsent zu klingen. Noch wichtiger ist jedoch, die eigene Stimme überhaupt kennenzulernen.
»Am Anfang ist es erst mal ein Wahrnehmungstraining. Es hat ganz viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Und zwar im Sinne von: Sich seiner überhaupt erst mal bewusst sein oder werden. Denn nur was mir bewusst ist, kann ich auch verändern.«
Und wir brauchen auch Klarheit über das, was wir sagen wollen. Wer seine Botschaft kennt und sich auf das Gegenüber konzentriert, wirkt automatisch überzeugender. »Wenn ich mir über meine Botschaft klar bin und mich dann auf meinen Gesprächspartner fokussiere, dann passiert vieles automatisch.«
Wie entdecken wir, was in unserer Stimme steckt? Wie behalten wir sie im Griff, wenn die Nervosität steigt? Und wie klingen wir so, wie wir wirken wollen? Darüber spricht Annalena Schmidt im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«.
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