SpOn 28.03.2026
13:29 Uhr

Sommerzeit: Frauen leiden offenbar stärker unter Zeitumstellung


Müde, gereizt, schlaflos: Laut einer Umfrage spüren Frauen die Zeitumstellung deutlich stärker als Männer. Die meisten Deutschen würden den Dreh an der Uhr lieber abschaffen.

Sommerzeit: Frauen leiden offenbar stärker unter Zeitumstellung

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt; die Nacht hat also eine Stunde weniger. Das belastet Frauen offenbar deutlich mehr als Männer, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit.

Demzufolge klagen viele Frauen nach der Zeitumstellung über Schlafprobleme und Gereiztheit. Laut der Erhebung gaben 38 Prozent der befragten Frauen an, schon einmal gesundheitliche Beschwerden nach dem Dreh an der Uhr gehabt zu haben. Unter den Männern sind es 22 Prozent.

Insgesamt seien für die Umfrage 1.005 Personen ab 14 Jahren befragt worden, teilte Forsa mit.

Schlapp und müde

Insgesamt fühlen sich laut Umfrage etwa 30 Prozent aller Befragten durch die Zeitumstellung beeinträchtigt. Der Wert ist ähnlich hoch wie im Vorjahr. Etwa 78 Prozent der Betroffenen gaben an, sich nach der Zeitumstellung müde und schlapp zu fühlen. Zwei Drittel klagten über Einschlafprobleme und Schlafstörungen; etwas weniger als die Hälfte (44 Prozent) hatte Probleme, sich zu konzentrieren.

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Die Zeitumstellung ist umstritten. In Deutschland gibt es seit 1980 die Sommerzeit. Sechzehn Jahre später wurde sie EU-weit eingeführt.

Die Europäische Kommission hatte bereits 2018 vorgeschlagen, die halbjährliche Zeitumstellung in der EU zu beenden. Zuvor hatten sich in einer Onlinebefragung mehr als 80 Prozent der Teilnehmenden dafür ausgesprochen. Von den 4,6 Millionen Antworten stammten rund drei Millionen aus Deutschland.

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Den Plänen der Kommission zufolge sollen die Mitgliedstaaten selbst entscheiden, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit beibehalten wollen. Zugleich sollen sie sich untereinander abstimmen, um Probleme etwa im Binnenmarkt zu vermeiden.

Studie bis Ende des Jahres

Eine gemeinsame Position der EU-Staaten gibt es zwar bis heute nicht; dennoch hält die Kommission an dem Vorhaben fest. Sie hat eine Studie zu den möglichen Folgen einer Abschaffung der Zeitumstellung in Auftrag gegeben, die bis Ende des Jahres vorliegen soll, wie eine Sprecherin mitteilte.

Auch der Forsa-Umfrage zufolge halten etwa 71 Prozent der Deutschen die Zeitumstellung für überflüssig. Das sind in etwa gleich viele wie im Jahr zuvor. Zu den stärksten Befürwortern der Abschaffung gehören demnach die über Sechzigjährigen, obwohl sie mit am wenigsten darunter leiden.

tsc/dpa