Skistar Mikaela Schiffrin hat sich im norwegischen Hafjell zum sechsten Mal die große Kristallkugel als beste Athletin der Saison gesichert. Der US-Amerikanerin genügte beim Sieg der Kanadierin Valerie Grenier beim abschließenden Riesenslalom ein elfter Platz. Shiffrin zog mit der bisher alleinigen Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll, der österreichischen Dominatorin der Siebzigerjahre, gleich.
»Es ist sehr emotional. Das waren meine ersten Tränen seit Olympia. Ich bin so dankbar dafür, in dieser Position zu sein, und ich bin auch dankbar für den Zweikampf mit Emma. Was sie im ersten Durchgang gemacht hat, war spektakulär und zeigt, dass sie es kann«, sagte Shiffrin.
Die Deutsche Emma Aicher, die Shiffrin den Gesamtweltcup noch hätte entreißen können, fiel nach einem schweren Patzer im zweiten Lauf von Rang drei auf Platz zwölf zurück und konnte die führende Shiffrin dadurch nicht mehr einholen.
Emma Aicher im ersten Durchgang im norwegischen Hafjell, wenige Kilometer nördlich von Lillehammer
Foto: Cornelius Poppe / AFPAicher war mit 85 Zählern Rückstand auf Shiffrin ins letzte Rennen des Winters gegangen. Um im Gesamtklassement noch vorbeizuziehen, hätte sie gewinnen müssen und Shiffrin nicht punkten dürfen.
Aicher erreichte als Zweite im Gesamtweltcup dennoch die beste Platzierung einer deutschen Skirennläuferin seit dem Sieg von Maria Riesch vor 15 Jahren (2011). Gewonnen hatten die große Kristallkugel zuvor auch Katja Seizinger (1996 und 1998) sowie die vor zwei Jahren verstorbene Rosi Mittermaier (1976).
»Warum sollte man eine wie die Emma bremsen?«: Ein Porträt über Aicher, den Überraschungsstar von Olympia, lesen Sie hier
