SpOn 26.05.2026
07:10 Uhr

Schweden: Mann soll seine Frau zur Prostitution mit 120 Männern gezwungen haben – Staatsanwaltschaft fordert 10 Jahre Haft


Er soll seine Frau über Jahre misshandelt und zu sexuellen Handlungen gezwungen haben: Ein Mann steht in Nordschweden vor Gericht. Der Angeklagte soll früher Hells-Angels-Mitglied gewesen sein.

Schweden: Mann soll seine Frau zur Prostitution mit 120 Männern gezwungen haben – Staatsanwaltschaft fordert 10 Jahre Haft

In Schweden hat die Staatsanwaltschaft zehn Jahre Haft für einen Mann gefordert, der beschuldigt wird, seine Frau zur Prostitution mit rund 120 Männern gezwungen zu haben. Der Mann steht in der Region Ångermanland vor Gericht. Die Anklage wirft ihm schwere Zuhälterei, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Er soll demnach seine Frau bedroht, misshandelt und von Drogen und Alkohol abhängig gemacht haben.

Der Fall wird in Schweden mit dem der Französin Gisèle Pelicot verglichen, deren damaliger Ehemann sie betäubt und fremden Männern zur Vergewaltigung angeboten hatte. Er wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Der Anklage zufolge verdiente der Schwede durch den Verkauf sexueller Dienstleistungen seiner Partnerin mehr als 500.000 schwedische Kronen (46.000 Euro). Die Ehefrau, die von der Staatsanwaltschaft als »schutzbedürftig« beschrieben wurde, fordert eine Entschädigung von umgerechnet rund 100.000 Euro.

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Der Mann war im Oktober 2025 festgenommen worden, nachdem die Frau ihn selbst angezeigt hatte. Er soll seine Frau gegen ihren Willen über mehr als drei Jahre lang zu Sex mit zahlreichen Männern gezwungen und von den Einnahmen gelebt haben. Dafür soll er Anzeigen im Internet geschaltet und Buchungen verwaltet haben. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft und bestreitet die Vorwürfe.

Verdächtiger ist offenbar Ex-Mitglied der Hells Angels

Der Verdächtige soll in seinen Sechzigern und früher ein ranghohes Mitglied im Rockerclub Hells Angels gewesen sein.

Auch den Freiern, die aus ganz Schweden kommen sollen, droht eine Strafe. In Schweden ist der Kauf sexueller Dienstleistungen illegal, der Verkauf von Sex bleibt straffrei.

bbr/AFP