SpOn 10.05.2026
08:25 Uhr

Schottland: Donald Trump gratuliert Regierungschef John Swinney zum Wahlsieg


Die SNP wurde bei der schottischen Regionalwahl erneut stärkste Kraft, verfehlte aber das erklärte Ziel einer absoluten Mehrheit. Glückwünsche gab es für Parteichef Swinney dennoch aus dem Weißen Haus – natürlich in Versalien.

Schottland: Donald Trump gratuliert Regierungschef John Swinney zum Wahlsieg

US-Präsident Donald Trump hat Schottlands Regierungschef John Swinney zum Wahlsieg gratuliert. »Er ist ein guter Mann«, befand der Republikaner über den Chef der schottischen Unabhängigkeitspartei. Swinney habe gemeinsam mit dem britischen Königspaar hart an einer Reduzierung der Zölle auf schottischen Whisky gearbeitet, schrieb Trump, daher habe er »DIESEN GROSSEN WAHLSIEG« verdient. Trump verwendete die in den USA übliche Schreibweise Whiskey.

Die SNP wurde bei der schottischen Regionalwahl am Donnerstag erneut stärkste Kraft, verfehlte aber das erklärte Ziel einer absoluten Mehrheit. Die Wähler hätten sich mit überwältigender Mehrheit für eine Regierung entschieden, die sich für die Unabhängigkeit einsetze, sagte Swinney am Samstag.

Er wolle noch vor der nächsten britischen Parlamentswahl 2029 die Zustimmung aus London für ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum erreichen, so Swinney weiter. Damit wolle er einem möglichen Wahlsieg der rechtspopulistischen Partei Reform UK zuvorkommen, die bei den in mehreren Teilen Großbritanniens an diesem Donnerstag abgehaltenen Regional- und Kommunalwahlen äußerst stark abgeschnitten hatte.

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Die in London regierende Labour-Partei und Reform UK belegten in Schottland gemeinsam den zweiten Platz. Für die Sozialdemokraten von Labour, die insbesondere in Wales und bei Kommunalwahlen in England katastrophal abgeschnitten haben, war das enttäuschend.

Trump ist spätestens seit Beginn des Irankriegs schlecht auf den britischen Premierminister und Labour-Chef Keir Starmer zu sprechen. Er wirft Großbritannien mangelnde Unterstützung in dem Konflikt vor.

Trump und Starmer 2025

Trump und Starmer 2025

Foto: Jacquelyn Martin / AP / dpa

Der US-Präsident ist hingegen ein Fan des Königshauses, erst kürzlich empfing er König Charles und Königin Camilla in Washington. Zu Schottland hat er eine besondere Beziehung. Seine Mutter stammt von dort. Zudem betreibt Trump mehrere Golfplätze im nördlichsten britischen Landesteil.

Mit dem inzwischen verstorbenen früheren schottischen SNP-Regierungschef Alex Salmond verstand sich Trump einst blendend. Salmond half ihm, die Erlaubnis für den Bau eines Golfplatzes nahe Aberdeen zu bekommen. Später überwarfen sich die beiden im Streit um eine Windfarm an der Küste vor dem Golfplatz, die Trump vergeblich verhindern wollte.

dop/dpa