SpOn 19.05.2026
23:10 Uhr

San Diego: Todesopfer sollen bei Angriff etliche Leben gerettet haben


Zwei junge Männer haben am Montag ein islamisches Zentrum in San Diego angegriffen. Wie die Polizei nun mitteilt, soll ein Wachmann Schlimmeres verhindert haben. Er überlebte den Angriff nicht.

San Diego: Todesopfer sollen bei Angriff etliche Leben gerettet haben

Die drei Todesopfer des Angriffs auf eine Moschee in San Diego haben der Polizei zufolge verhindert, dass mehr Menschen ums Leben kamen. Besonders lobte Polizeichef Scott Wahl den getöteten Wachmann. Der habe dafür gesorgt, dass die beiden Verdächtigen aufgehalten, abgelenkt und letztlich davon abgehalten wurden, in den Bereich der Moschee vorzudringen, sagte er bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Bis zu 140 Kinder hielten sich zu dem Zeitpunkt dort auf.

Ein 17- und ein 18-Jähriger hatten am Montag das islamische Zentrum in San Diego mit Schusswaffen attackiert. Den Polizeiangaben nach lieferte sich der Wachmann einen Schusswechsel mit den Angreifern. Währenddessen habe er mit seinem Funkgerät die Abriegelung des Gebäudes veranlasst. »Leider kam er bei diesem Schusswechsel ums Leben«, so Wahl.

Nach bisherigen Kenntnissen versuchten die beiden anderen Todesopfer zudem, die Aufmerksamkeit der Angreifer von der Moschee weg und hin zu einem Parkplatz zu lenken. Wahl zufolge wurden die beiden Männer dort von den Angreifern eingekesselt und getötet. Wären die Tatverdächtigen nicht von ihrem Plan abgelenkt worden, »hätte es gestern zweifellos viel mehr Todesopfer gegeben«, sagte Wahl. Die nahende Polizeipräsenz habe die Angreifer schließlich zur Flucht getrieben.

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Die beiden Tatverdächtigen wurden wenig später tot in einem Auto aufgefunden – mutmaßlich durch selbst zugefügte Schusswunden. Nach Angaben der Ermittler fand die Polizei in dem Fahrzeug antiislamische Schriften.

Wie Wahl weiter mitteilte, wurden bei Durchsuchungen weitere Beweisstücke gesichert. Darunter seien auch 30 Schusswaffen sowie eine Armbrust. Die Polizei untersucht die Tat laut US-Medienberichten inzwischen offiziell als Hassverbrechen.

jah/dpa