Der Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in Rumänien hat international Empörung ausgelöst. Nun äußerte sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der Vorfall zeige »einmal mehr Russlands Bereitschaft zur Eskalation«, erklärte Merz am Freitag auf der Plattform X .
Eine russische Drohne hatte in der Nacht zum Freitag ein Hochhaus im EU- und Nato-Mitgliedsland Rumänien getroffen. Dabei wurden laut rumänischem Verteidigungsministerium in der Stadt Galati zwei Menschen verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen »auf zivile Ziele und Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine nahe der Flussgrenze zu Rumänien«. EU und Nato haben den Drohnenvorfall bereits scharf verurteilt.
Deutschland solidarisierte sich ebenfalls mit seinem Nato-Verbündeten. »Wir sind bereit, jeden Zentimeter des alliierten Territoriums zu verteidigen«, hieß es in der englischen Version der Mitteilung, die Russland zudem ein »rücksichtsloses Eindringen« in Rumäniens Staatsgebiet vorwarf.
Wadephul: »Unsere Antwort ist Einigkeit«
Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte den Vorfall als Anlass dafür, »dass wir die Drohungen an der Ostflanke ernst nehmen müssen«. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, der Drohneneinschlag rechtfertige erneut, »unsere europäische Verteidigung in der Nato weiter zu stärken«. Generell werde sich Deutschland von Russlands Kurs einer Eskalation »nicht einschüchtern lassen«.
Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sich und verurteilte das russische Vorgehen scharf. »Russlands rücksichtsloses Verhalten gefährdet weiterhin unsere kollektive Sicherheit«, schrieb Wadephul am Freitag im auf X . »Wir stehen zu Rumänien«, fügte er in dem auf Englisch verfassten Text hinzu.
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»Unsere Antwort ist Einigkeit«, schrieb Wadephul weiter. »Unsere Gedanken sind bei denen, die bei dem Drohneneinschlag heute Nacht verletzt wurden«, hob er hervor. Weiter kündigte Wadephul zusätzliche Anstrengungen an, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine und die europäische Verteidigung im Rahmen der Nato zu stärken.

