Wie wird das Fest gefeiert? Und was hat der Tag mit dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu tun? Die wichtigsten Antworten.
Wann ist Rosch ha-Schana?
Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana beginnt in diesem Jahr am Freitagabend und dauert bis Sonntag. Das Datum variiert im gregorianischen Kalender, weil sich der jüdische Kalender nach Mond- und Sonnenzyklus richtet. Im kommenden Jahr ist es vom 1. bis 3. Oktober, 2028 dann vom 20. bis 22. September.
Was wird gefeiert?
Rosch ha-Schana ist das jüdische Neujahrsfest. Der Name des Fests ist Hebräisch und bedeutet »Kopf des Jahres«. Für Jüdinnen und Juden beginnt dann das Jahr 5787 nach Erschaffung der Welt.
Mit dem Fest starten auch die hohen Feiertage im Judentum. Rosch ha-Schana leitet eine zehntägige Bußzeit bis zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, auch bekannt als Versöhnungstag, ein. Danach folgen das Laubhüttenfest Sukkot und das Fest der Thora-Freude (Simchat Tora).
Wie wird das jüdische Neujahr begangen?
Themen an Rosch ha-Schana sind Reue und Buße. Die Menschen bereiten sich auf den Tag des göttlichen Gerichts vor und beten für ein fruchtbares Jahr. Zu den wichtigsten Bräuchen gehört – wie auch an Jom Kippur – das Blasen des Schofar, eines Widderhorns.
Süßigkeiten zu Rosch ha-Schana in einer jüdischen Bäckerei in Toronto
Foto:Michelle Mengsu Chang / Toronto Star / Getty Images
Üblich ist es an Neujahr, einen Apfel in Honig zu tauchen. Damit soll der Wunsch nach einem süßen, also guten Jahr verdeutlicht werden. Auch sonst gehören traditionell zu Rosch ha-Schana viele süßen Speisen, wie das Hefezopfbrot Challa, das zu diesem Fest rund gebacken wird.
Der moderne hebräische Neujahrswunsch lautet »Shanah Tovah!« (Frohes neues Jahr!).
Eine Kolumne über die unsichtbaren, jüdischen Feiertage in Deutschland lesen Sie hier.
