Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt laut ersten Hochrechnungen die CDU vor der SPD. Die Christdemokraten mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder kommen demnach auf 30,6 Prozent (ARD) beziehungsweise 30,5 Prozent (ZDF) der Wählerstimmen.
Laut den ersten Hochrechnungen dürften dem Landtag künftig nur noch vier Parteien angehören – FDP und Freie Wähler nicht mehr. SPD, FDP sind den Zahlen zufolge die größten Verlierer, die CDU und vor allem die AfD feiern Zugewinne.
Die Sozialdemokraten, die vom bisherigen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer in den Wahlkampf geführt wurden, liegen laut den ersten Hochrechnungen der ARD bei 26,9 Prozent, laut ZDF bei 26,5 Prozent. Beide Sender arbeiten mit unterschiedlichen Meinungsforschungsinstituten zusammen. Bei den derzeitigen Prognosen unterscheiden sich die Zahlen allerdings nur in Nuancen.
Die AfD fährt laut den ersten Hochrechnungen ihr bestes Wahlergebnis bei einer Landtagswahl in Westdeutschland mit 20 Prozent ein. Die Grünen liegen laut der ARD bei 7,7 Prozent, im ZDF bei 8,3 Prozent. Die FDP kommt lauf den ersten Prognosen nicht in den Landtag und liegt bei unter 5 Prozent (ARD: 2,1 Prozent, ZDF: 2 Prozent), ebenso wie die Freien Wähler (ARD: 3,9 Prozent, ZDF: 3,6 Prozent). Die Linke kommt auf 4,4 Prozent (ARD) beziehungsweise 4,5 Prozent (ZDF).
Die Ampelkoalition, die bisher in Rheinland-Pfalz regierte, kommt demnach nicht mehr auf eine Mehrheit.
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Schnieder wäre der erste rheinland-pfälzische CDU-Ministerpräsident seit 35 Jahren. Seit dreieinhalb Jahrzehnten führt die SPD die Landesregierung. Von 1991 bis 1994 war Rudolf Scharping Ministerpräsident, danach bis 2013 Kurt Beck. Auf ihn folgte Malu Dreyer, die 2024 zurücktrat. Der Landtag wählte den jetzigen Amtsinhaber Alexander Schweitzer zu ihrem Nachfolger.
Von 1946 bis 1991 stellte durchgängig die CDU in Rheinland-Pfalz den Ministerpräsidenten – unter anderem regierten Helmut Kohl und Bernhard Vogel in Mainz.
