Reicht die gesetzliche Rente aus, um den Lebensstandard im Alter aufrechterhalten zu können? Auf eine entsprechende Frage haben in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Sozialverband Deutschland (SoVD) 82 Prozent der Befragten Zweifel angemeldet. Lediglich 11 Prozent der Befragten glauben, dass ihre künftige Rente dafür reichen wird, berichtet die »Bild am Sonntag«. Befragt wurden 2500 Bundesbürger ab 18 Jahren, ausgenommen waren Rentner, Beamte und Selbstständige.
Die Umfrage wurde vom 24. März bis 8. April durchgeführt – also noch bevor Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am 20. April sagte, die gesetzliche Rentenversicherung werde »allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter«. Daraufhin war erneut eine Debatte über die Zukunft der gesetzlichen Rente entbrannt.
Eigentlich hatte der Kanzler damit ausgesprochen, was seit den Rentenreformen der Nullerjahre ohnehin gilt. Die damalige rot-grüne Bundesregierung hatte den Anspruch aufgegeben, die gesetzliche Rente allein solle den Lebensstandard im Alter absichern und führte die Riester-Rente ein, um die entstehende Lücke zu schließen. Für zusätzliche Irritation sorgte Merz mit dem Wort »allenfalls«, das sogar die Funktion der gesetzlichen Rente als Basis der Altersvorsorge infrage stellte.
Mehrheit für gesetzliche Rente für Beamte
In der Umfrage des SoVD gaben jedoch auch mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) an, zu wenig Geld für ausreichend private Vorsorge zur Verfügung zu haben – sie glauben also nicht, dass sie ihren Lebensstandard im Alter halten werden können. Nur knapp ein Drittel (30 Prozent) hält die eigenen Mittel dafür für ausreichend.
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Eine überwältigende Mehrheit von 87 Prozent der Befragten sprach sich für eine Entwicklung der gesetzlichen Rente zu einer Versicherung für alle abhängig Erwerbstätigen aus. Sie antworteten auf die Frage »Inwiefern stimmen Sie der folgenden Aussage zu: Beamtinnen und Beamte sollten ebenfalls in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?«, dass sie dem eindeutig oder eher zustimmen.
