SpOn 22.03.2026
23:17 Uhr

Rebecca Ruppert in Rheinland-Pfalz: Antwort von Linken-Spitzenkandidatin klingt auffällig nach Internethit


Die Frontfrau der rheinland-pfälzischen Linken wurde im TV nach dem Antisemitismusproblem ihrer Partei gefragt. Doch darauf wollte sie offenbar nicht allzu lange eingehen. Ihre Antwort sorgt nun trotzdem für Aufsehen.

Rebecca Ruppert in Rheinland-Pfalz: Antwort von Linken-Spitzenkandidatin klingt auffällig nach Internethit

Die Frage darf an keinem Wahlabend fehlen: Was sind die Gründe für das Ergebnis einer Partei? Eine SWR-Reporterin stellte sie Rebecca Ruppert, Spitzenkandidatin der Linken in Rheinland-Pfalz. Die Partei hatte zwar ein besseres Ergebnis als 2021 erzielt, aber den Einzug in den Mainzer Landtag erneut verpasst.

Die Reporterin wollte wissen, ob die aktuelle Antisemitismusdebatte in der Partei auf den letzten Metern Stimmen gekostet habe. »Also hilfreich war’s sicher nicht«, beginnt Ruppert ihre Antwort. So weit, so gewöhnlich. Dann aber fährt sie fort: »Aber, ja, kann man sich hinterher immer fragen, woran’s gelegen hat. Ich mein’, woran hat’s gelegen? Fragt man sich hinterher immer, woran’s gelegen hat.« (In diesem Video  ist die Sequenz ab etwa Minute 1:00 zu sehen.)

Wem diese Worte bekannt vorkommen, der dürfte schon einmal ein Kurzvideo gesehen haben, das längst zum Internethit avanciert ist. Torsten Knippertz, Schauspieler, Moderator und Stadionsprecher (Borussia Mönchengladbach), schlüpfte einst in die Rolle eines verschwitzten Fußballspielers, der nach Abpfiff ein Interview am Spielfeldrand gibt – und dort die Frage beantworten soll, woran es gelegen hat.

Seine inhaltsleere, aber dafür umso lustigere Antwort hört sich sehr danach an, als habe Ruppert sie als Vorlage benutzt. Ein Auszug: »Ich sage natürlich immer: Woran hat et jelegen. Äh, das fragt man sich nachher natürlich immer, woran et jelegen hat. Ich sag immer, woran et jelegen hat, fragst du dich immer.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Dass Rupperts Wortwahl kein Zufall sein dürfte, lässt sich womöglich auch daran ablesen, dass sie sich nach ihrer Antwort ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen kann.

Der Hintergrund der Frage an Ruppert ist dagegen alles andere als lustig. Beim Parteitag der niedersächsischen Linken wurde in einem Antrag Israel eine zionistische Ideologie und »Ethnonationalismus« unterstellt. Auf dem Parteitag wurde hart um den Antrag gerungen, er musste vor seiner Verabschiedung deutlich abgeschwächt werden. Schließlich votierten zwei Drittel der Delegierten für den Vorstoß der Linksjugend, der die Überschrift »Ablehnung des Zionismus« trug.

Mehr zum Thema

Die Antragsteller jubelten, Niedersachsen sei nun der erste »antizionistische Landesverband« der Linken. Prominente Linke attestierten der Partei danach ein massives Antisemitismusproblem. Der brandenburgische Antisemitismusbeauftragte Andreas Büttner trat aus der Linken aus.

ulz