SpOn 19.09.2026
11:18 Uhr

Oktoberfest in München beginnt: Auf die Plätze, fertig, Prost


Aufs Oktoberfest gehen und auf dem Oktoberfest sitzen sind zwei gänzlich unterschiedliche Erfahrungen. Nach teils stundenlangem Warten haben die ersten Besucher kurz nach neun Uhr das Festgelände gestürmt.

Oktoberfest in München beginnt: Auf die Plätze, fertig, Prost

Die 191. Wiesn ist eröffnet – mehr oder weniger. Mit der Öffnung des Festgeländes um kurz nach neun Uhr begann das Münchner Oktoberfest  mit einem Wettrennen um Sitzplätze. Im Laufschritt eilten die ersten Besucher zu den Zelten, um sich die begehrten Bänke zu sichern.

Das Festgelände öffnete dieses Jahr mit mehreren Minuten Verzögerung, auch wurde die Menschenmenge am Eingang immer wieder kurz zurückgehalten. Der Ansturm lief dadurch deutlich entzerrter ab, weil nicht alle Wiesn-Fans auf einmal aufs Gelände strömten.

Bier gibt es allerdings noch nicht. Erst nach dem offiziellen Anstich um zwölf Uhr dürfen die Maßkrüge mit dem eigens gebrauten Festbier gefüllt werden.

Sektkorken, Campingstühle und Schlafsäcke

Bereits bevor die Tore aufgingen, hatte sich eine lange Schlange gebildet: Zahlreiche Menschen versammelten sich vor dem Haupteingang des weltweit größten Volksfests und warteten ungeduldig auf den Startschuss.

Gegen sieben Uhr reichte die Schlange schon Hunderte Meter vom Einlass am Haupteingang bis zur Ecke Alter Messeplatz. Die Wartezeit überbrückten die Wiesn-Enthusiasten auf unterschiedliche Art und Weise. Hier die letzten Handgriffe für die perfekte Wiesn-Frisur, da noch eine Breze, damit das Bier nicht ganz auf nüchternen Magen getrunken wird.

In der Menge knallten immer wieder die Sektkorken, untermauert von Jubelrufen und Applaus. Die Stimmung war ausgelassen, die Vorfreude kaum zu überhören. Aus der Menge blitzten unter anderem schrille Hüte, Lederhosen aus Plastik und bunte Dirndl hervor.

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Die erste Gruppe in der Schlange hatte sich gestern nach eigenen Angaben um 19 Uhr in Position gebracht, um einen der hart umkämpften Plätze in einem der Zelte zu ergattern. Das Ziel: den Anstich im Schottenhamel mitzuerleben. Ein paar Meter dahinter wurde die nächtliche Wartezeit bis zum Start mit Rettungsdecken, Campingstühlen und Schlafsäcken überbrückt.

löw/dpa