In Österreich ist es erneut zu einer tödlichen Kuhattacke auf eine Wanderin gekommen. Eine 67-Jährige sei von einer »mittleren zweistelligen Zahl« an Kühen auf einer Weide angegriffen und dabei tödlich verletzt worden, berichtete die Polizei.
Bei dem Angriff in der Region Lienz in Osttirol wurde der 65-jährige Ehemann des Opfers laut Behörden schwer verletzt. Er hatte laut dem Sender ORF noch einen Notruf absetzen können. Rettungskräfte flogen ihn demzufolge in ein Krankenhaus in Innsbruck. Der Grund für das aggressive Verhalten der Tiere sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Der ORF bezifferte die Zahl der Kühe auf 30 bis 40.
Nach ersten Erkenntnissen spielte diesmal ein Hund als Begleiter des Ehepaars aus Österreich keine Rolle. Auf das Herannahen von Hunden reagieren Kühe, zumal wenn sie ihre Jungtiere beschützen wollen, manchmal mit einer Attacke auf den Vierbeiner. Angesichts solcher Vorfälle raten Behörden und Bauern immer wieder zur Vorsicht – auch im deutschen Alpenraum.
Zuletzt war ein 85-Jähriger nach einer Kuhattacke gestorben. Er war im September 2025 mit seiner Frau und einem Hund unterwegs, als er in Ramsau am Dachstein von einer Kuhherde angegriffen wurde.
