SpOn 13.10.2026
13:06 Uhr

Nürnberg Flughafen: Flugbetrieb nach Hinweis auf mögliche Notlage wieder aufgenommen


Eine Passagiermaschine aus Korfu hatte einen Entführungsfall gemeldet. Eurofighter stiegen auf, vorübergehend war der Flughafen Nürnberg abgeriegelt. Inzwischen gab die Polizei Entwarnung.

Nürnberg Flughafen: Flugbetrieb nach Hinweis auf mögliche Notlage wieder aufgenommen

Nach einem Alarm wegen eines möglichen Notfalls in einem Flugzeug am Nürnberger Flughafen hat die Polizei Entwarnung gegeben. »Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht«, teilte sie mit. Die Ermittlungen zur Ursache für den Alarm laufen.

Inzwischen läuft der Flugbetrieb wieder: Seit etwa kurz nach 13.30 Uhr könnten wieder Flugzeuge am Airport starten und landen, sagte ein Flughafensprecher. Der Flughafen war kurz vor der Landung einer von der griechischen Insel Korfu kommenden Maschine gegen 12.15 Uhr gesperrt worden.

Das vermeintlich in Not geratene Flugzeug hatte laut der Polizei vor seiner sicheren Landung in Nürnberg den Notfallcode 7500 gesendet, der für einen Entführungsfall steht. Sicherheitshalber seien daraufhin diverse Alarmstarts ausgelöst worden.

Möglicherweise habe ein Defekt des Funkgeräts im Cockpit dazu geführt, dass der Code gesendet wurde, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Absenden sei der Pilot der Maschine per Funk nicht mehr erreichbar gewesen.

Eurofighter im Einsatz

Laut einem Flughafensprecher waren Eurofighter im Einsatz, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht.

Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung hatten die Kampfjets des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 im bayerischen Neuburg an der Donau das Flugzeug im deutschen Luftraum begleitet. Dort stehen rund um die Uhr täglich zwei Eurofighter als sogenannte Alarmrotte bereit.

Polizei und Flughafen waren für eine spätere Anfrage des SPIEGEL nicht erreichbar.

Drohnensichtungen am frühen Morgen

Am frühen Morgen hatte es bereits eine mögliche Drohnensichtung am Nürnberger Flughafen gegeben. Drei Piloten hatten unabhängig voneinander beim Start- oder Landevorgang ein Objekt gemeldet, bei dem es sich um eine Drohne gehandelt haben könnte, teilte die Polizei mit .

Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen hatte in Abstimmung mit dem Albrecht-Dürer-Airport und der Deutschen Flugsicherung umgehend Such- und Detektionsmaßnahmen eingeleitet. Dabei war unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz gekommen; allerdings konnte keine Drohne gefunden werden.

Während des ersten Einsatzes war der Flugbetrieb zeitweise beeinträchtigt.

bbr/esw/dpa