SpOn 25.03.2026
09:01 Uhr

Niendorf an der Ostsee: Helfer geben Hoffnung auf Walrettung nicht auf


Bisher sind Versuche, einen vor Niendorf an der Ostsee gestrandeten Wal zu retten, gescheitert. Noch lebt das Tier, jetzt soll ein größerer Bagger eingesetzt werden, um es aus dem Sand zu befreien.

Niendorf an der Ostsee: Helfer geben Hoffnung auf Walrettung nicht auf

Seit Montag liegt ein etwa zehn Meter langer Wal auf einer Sandbank vor Niendorf, einem Ortsteil von Timmendorfer Strand an der Ostsee. Sein Rücken ragt aus dem Wasser. Laut einem Reporter der Nachrichtenagentur dpa lebt das Jungtier und bewegt sich. Doch die Zeit wird knapp.

Ein Rettungsversuch mit einem Saugbagger ist bereits gescheitert. Nach Angaben von Experten ließ sich der Sand unter dem Tier nicht wie geplant absaugen, da er zu fest war. Nun soll ein größerer Bagger eingesetzt werden, der aber erst später eintrifft. Weitere Rettungsversuche sind voraussichtlich am Donnerstag geplant.

Timmendorfer Strand: Der gestrandete Wal liegt im Wasser der Ostsee vor der Seebrücke am Hafen Niendorf

Timmendorfer Strand: Der gestrandete Wal liegt im Wasser der Ostsee vor der Seebrücke am Hafen Niendorf

Foto: Marcus Brandt / dpa

Der Bereich um den Wal ist demnach weiterhin abgesperrt, das Ordnungsamt sorgt dafür, dass kein Unbeteiligter sich dem Tier nähert. Dies ist wichtig, um zusätzlichen Stress für den Gestrandeten zu vermeiden.

Möglicherweise krankes Tier

Experten vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum gehen davon aus, dass es sich um einen jungen Walbullen handelt, der auf Wanderschaft war. Es könnte sein, dass der Wal versehentlich in dem Flachwasserbereich gelandet sei, sagte eine Sprecherin dem Norddeutschen Rundfunk (NDR ).

Andererseits wirke das Tier nicht ganz gesund und könnte sich bewusst an die Stelle begeben haben, um sich auszuruhen. Laut einem Sprecher der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd besteht die Möglichkeit, dass der Wal dort seine letzte Ruhe finden will, weil er gemerkt hat, dass es ihm nicht gut geht.

ala/dpa