SpOn 25.09.2026
01:02 Uhr

New York: Susan Sarandon nach Protest gegen Netanjahu festgenommen


Dieser Sitzstreik endete in Gewahrsam: Schauspielerin Susan Sarandon ist am Rande der Uno-Vollversammlung mit der Polizei aneinandergeraten. Auch für eine Hollywood-Kollegin klickten die Handschellen.

New York: Susan Sarandon nach Protest gegen Netanjahu festgenommen

Hollywoodstar Susan Sarandon gilt in der US-Filmindustrie als lautstarke Kritikerin des israelischen Vorgehens im Gazastreifen. Nun ist die 79-Jährige in New York festgenommen worden, als sie gemeinsam mit anderen Demonstranten gegen den Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei der Uno-Vollversammlung protestierte.

Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigen, wie Polizisten der unter anderem aus dem Film »Thelma und Louise« bekannten Schauspielerin am Donnerstag Handschellen anlegten.

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Einem Medienbericht zufolge wurde auch die Schauspielerin Hannah Einbinder von der Kundgebung abgeführt, die von der israelkritischen Organisation »Jewish Voice for Peace« organisiert worden war. Die 31-Jährige (bekannt aus der Serie »Hacks«) hatte im Mai über ihre Protesthaltung gesagt : »Ich denke nicht, dass meine kleine Karriere auch nur über einem Menschenleben stehen sollte. Das hier ist eine Verpflichtung – und ich werde ihr immer nachkommen.«

Die Demonstranten hatten während eines Sitzstreiks Plakate hochgehalten, auf denen Slogans wie »Hört auf, Israel zu bewaffnen« oder »Stoppt den Genozid« zu lesen waren. Ein Sprecher der New Yorker Polizei sagte, mehrere Teilnehmer einer nicht angemeldeten Demonstration seien in Gewahrsam genommen worden, nachdem sie sich der Aufforderung widersetzt hätten, eine Straßenkreuzung zu räumen.

Schauspielerin berichtet von verpassten Karrierechancen

Sarandon hatte sich schon in der Vergangenheit an Protesten gegen den Gazakrieg beteiligt. Unlängst sagte sie, dass sie wegen ihrer Haltung Aufträge verliere. Bei den Filmfestspielen in Venedig hatte sie erklärt: »Mir wurden Rollen weggenommen, weil es immer noch Agenturen gibt, die Leuten sagen, dass sie mich nicht engagieren sollen.« Ihr frühere Agentur UTA hatte sie 2023 nach Pro-Palästina-Kommentaren fallen lassen.

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Die Gruppierung »Jewish Voice for Peace« versteht sich als jüdisch, linksgerichtet und antizionistisch. Sie wertet die Besetzung der palästinensischen Gebiete als israelische Apartheid und unterstützt Boykottaufrufe gegen Israel.

jok/AFP