SpOn 14.09.2026
15:23 Uhr

Münchner Sicherheitskonferenz: Helga Maria Schmid und Jens Stoltenberg leiten künftig gemeinsam


Eigentlich sollte Jens Stoltenberg bereits in diesem Jahr der MSC vorsitzen, doch der Wechsel verzögerte sich. Für das kommende Jahr übernimmt der Norweger nun gemeinsam mit einer deutschen Co-Chefin.

Münchner Sicherheitskonferenz: Helga Maria Schmid und Jens Stoltenberg leiten künftig gemeinsam

Die Hängepartie an der Spitze der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat ein Ende: Der frühere Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und die ehemalige OSZE-Generalsekretärin Helga Maria Schmidt werden neue Chefs der Zusammenkunft. Der Stiftungsrat habe sich einstimmig dafür entschieden, teilte die MSC in München mit .

Die beiden künftigen Co-Vorsitzenden sollen die Aufgaben des langjährigen Vorsitzenden Wolfgang Ischinger rechtzeitig vor der 63. Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2027 übernehmen und die Konferenz dann gleichberechtigt leiten, hieß es weiter.

Beide seien ausgewiesene Transatlantiker und hätten in ihren langen Karrieren nicht nur große internationale Organisationen geleitet, sondern auch an vielen bedeutenden Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte persönlich mitgewirkt. Ischinger sagte, er freue sich darauf, nach fast 20 Jahren an der Spitze der MSC diese weiterhin als aktives Mitglied ihres Stiftungsrats zu unterstützen.

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Eigentlich hatte Stoltenberg bereits in diesem Jahr erstmals die MSC leiten sollen. Stoltenberg war bereits als Nachfolger von Christoph Heusgen angekündigt, Vorsitzender bis 2025, nahm die Zusage jedoch kurzfristig zurück. Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre hatte ihn gebeten, das Amt des Finanzministers in seinem Kabinett zu übernehmen.

Stattdessen saß in diesem Jahr Wolfgang Ischinger der Sicherheitskonferenz vor. Sein »guter Freund Jens Stoltenberg« werde erst als nächster Vorsitzender fungieren, »wenn er glaubt, dass er das tatsächlich tun kann«, sagte Ischinger seinerzeit.

Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als weltweit wichtigstes Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs nehmen regelmäßig daran teil. Die kommende Auflage ist für den Zeitraum vom 12. bis zum 14. Februar 2027 geplant.

sol/dpa