Der Kulturmanager Markus Hinterhäuser beendet seine Leitung der Salzburger Festspiele. Vorausgegangen war ein wochenlanger Streit über seinen Führungsstil. »Aufgrund unüberbrückbarer Auffassungsunterschiede und Differenzen gehen die Salzburger Festspiele und Intendant Markus Hinterhäuser ab sofort getrennte Wege«, hieß es in einer Mitteilung des Festspiel-Kuratoriums.
Das Aus kommt nur wenige Stunden, nachdem der SPIEGEL über Aussagen berichtet hat, die nahelegen, dass Hinterhäuser als Intendant über Jahre Menschen beleidigt und beschimpft hat. Lesen Sie hier die ganze Geschichte .
Hinterhäuser hatte das renommierte österreichische Festival für Oper, Konzerte und Theater seit 2016 geleitet und war damit einer der mächtigsten Kulturmanager Europas. Er war außergewöhnlich erfolgreich: Die Salzburger Festspiele waren zuletzt zu 98,4 Prozent ausgelastet.
Doch im Kulturbetrieb und in der Stadt kursiert eine Vielzahl von Geschichten, in denen es um das Verhalten des Intendanten geht. Dem SPIEGEL liegen Aussagen vor, die nahelegen, dass Hinterhäuser als Intendant über Jahre Menschen beleidigt und beschimpft hat. Seine Verbalattacken seien derart heftig gewesen, so eine Person, die für Hinterhäuser gearbeitet hat, dass sie sich »gewalttätig angefühlt« hätten. Im Festspielhaus habe unter Hinterhäuser »Angst« geherrscht.
Nun sei Hinterhäuser bis zum Auslaufen seines aktuellen Vertrags Ende September beurlaubt, hieß es von dem Aufsichtsgremium. Die Mitteilung war nach Angaben des Kuratoriums mit Hinterhäuser abgestimmt.
