SpOn 23.03.2026
22:18 Uhr

Kolumbien: Mindestens 66 Tote bei Absturz von Militärmaschine


Im Süden Kolumbiens ist ein Militärflugzeug kurz nach dem Start verunglückt. Dutzende Insassen starben, viele wurden verletzt. Und noch immer gelten zahlreiche Menschen als vermisst.

Kolumbien: Mindestens 66 Tote bei Absturz von Militärmaschine

Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Kolumbiens sind Medienangaben zufolge deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bislang bekannt. Mehrere örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Behördenangaben von mindestens 66 Todesopfern. Dutzende Verletzte seien in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden, hieß es.

Eine öffentliche Stellungnahme der Behörden zu den neuen Opferzahlen gab es zunächst nicht. Zuvor hatte der regionale Gouverneur John Gabriel Molina Acosta von acht Toten gesprochen.

125 Menschen befanden sich nach übereinstimmenden Medienberichten an Bord der Maschine, 114 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder. Neben Militärangehörigen sollen auch Polizisten unter den Insassen gewesen sein. 58 der Todesopfer gehörten der Nationalarmee an, sechs der kolumbianischen Luftwaffe und zwei der Nationalpolizei, berichtete unter anderem die Zeitung »El Tiempo«.

Mehr zum Thema

Das Flugzeug war wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo nahe der Grenze zu Peru aus bisher ungeklärter Ursache abgestürzt.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In den sozialen Netzwerken kursieren Videos, die eine große Rauchwolke und Trümmerteile am Unglücksort zeigen sollen. Anwohner und Einsatzkräfte eilten demnach unverzüglich zur Absturzstelle, um Verletzte zu bergen und zu versorgen.

Präsident und Minister zeigen sich bestürzt

Präsident Gustavo Petro sprach im Onlinedienst X von einem »schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen«. Er verwies auf die Notwendigkeit, die Militärflotte zu modernisieren. Der Präsident postete ein Video, in dem zu sehen ist, wie das Flugzeug versucht, an Höhe zu gewinnen, bevor es zu Boden stürzt.

In Bolivien war Ende Februar ebenfalls ein Hercules-Transportflugzeug abgestürzt. Mindestens 24 Menschen kamen dabei ums Leben.

Verteidigungsminister Pedro Sánchez teilte in »tiefer Trauer« mit, dass die Transportmaschine vom Typ Herkules im Süden des Landes verunglückt sei. »Militäreinheiten sind bereits vor Ort«, schrieb Sánchez in Onlinenetzwerken. Er sprach von einem »zutiefst schmerzlichen Ereignis« für Kolumbien.

dtt/jok/dpa