Wegen eines drohenden Chemieunglücks sind im US-Bundesstaat Kalifornien Zehntausende Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. An einem riesigen Chemietank sei ein Leck aufgetreten, teilten am Freitag die Behörden von Garden Grove südöstlich von Los Angeles mit. Der mit 26.000 Litern entzündlicher Flüssigkeit gefüllte Tank könnte explodieren, was giftige Dämpfe über ein dicht besiedeltes Gebiet treiben würde.
Der Tank enthält den Angaben zufolge Methylmethacrylat – eine flüchtige und entzündliche Flüssigkeit, die zur Herstellung von Kunststoffen verwendet wird. Einsatzleiter Craig Covey bezeichnete die Situation als äußerst gefährlich.
𝐔𝐏𝐃𝐀𝐓𝐄: 𝐄𝐯𝐚𝐜𝐮𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐎𝐫𝐝𝐞𝐫𝐬 𝐑𝐞𝐢𝐬𝐬𝐮𝐞𝐝 𝐟𝐨𝐫 𝐟𝐨𝐥𝐥𝐨𝐰𝐢𝐧𝐠 𝐚𝐫𝐞𝐚𝐬:
— City of Garden Grove (@CityGardenGrove) May 22, 2026
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West of Dale Street
South of Orangewood Avenue pic.twitter.com/vjTTbRbYC0
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»Es bleiben buchstäblich nur noch zwei Optionen«, erklärte Covey. »Entweder gibt der Tank nach und lässt insgesamt bis zu 26.000 Liter hochgefährlicher Chemikalien auf den angrenzenden Parkplatz laufen.« Oder aber der Behälter explodiere, wobei er vermutlich auch umliegende Tanks in Mitleidenschaft ziehen würde, die ebenfalls Kraftstoffe oder Chemikalien enthielten.
»Wir ordnen diese Evakuierungen an, um auf genau diese beiden Szenarien vorbereitet zu sein: dass der Tank nachgibt oder dass er explodiert«, sagte Covey. »Bitte kommen Sie unseren Bitten und Anordnungen zur Evakuierung nach.« Nach Angaben des Polizeichefs von Garden Grove wurden rund 40.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Die Stadt hat rund 170.000 Einwohner. Allerdings weigerten sich Tausende Betroffene, ihre Häuser zu verlassen, fügte Amir El-Farra hinzu.
Die Gesundheitsbeauftragte der Region Orange County rief die Zögernden nachdrücklich auf, doch noch ihre Häuser zu verlassen. »Sollte es tatsächlich zu einer Explosion kommen und Dämpfe austreten, wären Sie dadurch alle in Sicherheit – vorausgesetzt, Sie befinden sich außerhalb der Zone, die als Evakuierungsgebiet festgelegt wurde«, sagte Regina Chinsio-Kwong in einer Videobotschaft.
