SpOn 22.09.2026
01:09 Uhr

Jürgen Klopp buhlt in Brief um die Hilfe aller Ex-Fußballnationalspieler


So mancher DFB-Veteran äußert sich oft und gern (und mitunter kritisch) zum Zustand der Nationalmannschaft. Das weiß auch Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp. Vor seinem Debüt startet er daher einen emotionalen Appell.

Jürgen Klopp buhlt in Brief um die Hilfe aller Ex-Fußballnationalspieler

Deutschland hat Millionen Bundestrainer, die es oft besser (zu) wissen (glauben) als der aktuelle Mann an der Seitenlinie. Dazu zählen auch Mitglieder des erlauchten Kreises der Ex-Nationalspieler. Daher wirbt Jürgen Klopp für seine Mission als neuer Bundestrainer nun um deren Unterstützung.

Die »Bild«-Zeitung zitiert  aus dem von Klopp verfassten Vorwort des regelmäßigen Newsletters an die DFB-Allstars, also an alle Spielerinnen und Spieler mit mindestens einem Länderspiel. »Ich freue mich sehr, wenn Ihr unsere Nationalmannschaft bei ihrem Neustart auf dem Weg Richtung Europameisterschaft 2028 weiter begleitet und unterstützt. Denn wir alle sind die Nationalmannschaft«, heißt es dort unter anderem.

Klopp versucht, die wichtigsten und teils auch einflussreichsten Persönlichkeiten im deutschen Fußball hinter sich und der Mannschaft zu vereinen. »Ich war als Spieler meilenweit von einer Nominierung entfernt, heute darf ich sie als Bundestrainer selbst vornehmen. Das ist ein großes Privileg, das ich sehr zu schätzen weiß. So wie ich Eure Verdienste gar nicht hoch genug einschätzen kann«, zitiert die Bild: »Ich bin unheimlich stolz, seit dem 15. August Teil der DFB-Familie sein zu dürfen. Eurer Familie.«

DER SPIEGEL

Klopp feiert sein Debüt als Chefcoach des DFB-Teams am Donnerstag in der Amsterdamer Johan Cruyff Arena gegen den Erzrivalen Niederlande. Bis zum 4. Oktober stehen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes vier Spiele auf dem Programm.

Der Rekordnationalspieler wirkt schon schwer beeindruckt

Mindestens einen medienaffinen Ex-Nationalkicker dürfte Klopp bereits auf seiner Seite haben. Nach Ansicht von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wird unter Klopp als Bundestrainer »alles besser«. Matthäus hat, will erkannt haben, dass nun das Klima stimmt und von Vertrauen geprägt ist, wie er in seiner Sky-Kolumne schreibt. »Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so, aber Vertrauen ist wichtig. Die Spieler müssen wissen, wo sie stehen, die Vereine wollen wissen, was mit ihren Spielern passiert.«

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Die Debütanten in Klopps nominiertem XXL-Kader für die Spiele in Amsterdam sowie gegen Serbien und zweimal Griechenland »werden kein Problem haben, sich zurechtzufinden«, so Matthäus. Er erwartet, dass der neue Cheftrainer »auf den meisten Positionen zunächst Spieler einsetzt, die schon Erfahrungen in solchen Partien und in einem Hexenkessel wie in Amsterdam gemacht haben«.

BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel hat Jürgen Klopp aus nächster Nähe erlebt, in dessen Zeit als Trainer von Borussia Dortmund. Zum Interview mit dem glühenden Fan geht es hier .

jok/sid