Eine Ausweispflicht speziell für Migranten am Arbeitsplatz, ein vorläufiger Aufnahmestopp von Zuwanderern, eine sofortige Ausweisung ausländischer Straftäter. Das sind einige der Forderungen aus dem Volksbegehren »Österreich zuerst«, das der einstige FPÖ-Chef Jörg Haider im Jahr 1993 zur Unterzeichnung auslegen ließ. In einer Zeit, in der sowohl in Österreich als auch in Deutschland der Rassismus zunahm, in der Bilder von brennenden Flüchtlingsheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda um die Welt gingen, nutzte Haider die fremdenfeindliche Stimmung, um Wähler zu mobilisieren. Und hatte damit Erfolg.
Bis heute ist die Migration das zentrale Thema für die FPÖ. Bei der vergangenen Nationalratswahl in Österreich im September 2024 wurden die Rechtspopulisten stärkste Kraft. Ihr Erfolg lässt sich nur verstehen, wenn man auf den Politiker schaut, der sie einst großgemacht hat.
Jörg Haider, ehemaliger Chef der FPÖ
Foto:Heinz-Peter Bader / REUTERS
In einer dreiteiligen Miniserie von »Inside Austria« aus dem Jahr 2024 zeichnen wir Jörg Haiders Aufstieg bis zu seinem Unfalltod nach. Im Podcast erklären frühere Wegbegleiter, Extremismusexpertinnen und Journalisten, was Haider so erfolgreich machte und wie sein Stil bis heute die Politik in Europa mitbestimmt.
Die Folge vom 31. August 2024 hören Sie hier:
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Im wöchentlichen Podcast »Inside Austria« blicken der SPIEGEL und der »Standard« gemeinsam auf die großen und kleinen Skandale in Österreich. Zusammen mit Journalistinnen und Journalisten beider Redaktionen rekonstruieren wir Fälle und Ereignisse, die das Land bewegen. Wir schauen in politische Abgründe, verfolgen die Ermittlungen rund um die Causa Sebastian Kurz und seine ÖVP und informieren über ein wichtiges österreichisches Thema der Woche.
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