SpOn 16.05.2026
19:03 Uhr

Italien: Auto rast in Modena in Menschenmenge - mehrere Verletzte


Ein Mann hat mehrere Menschen in der norditalienischen Stadt Modena mit einem Auto überfahren. Unter den Verletzten ist laut dem Bürgermeister eine deutsche Touristin. Alles deutet auf eine absichtliche Tat hin.

Italien: Auto rast in Modena in Menschenmenge - mehrere Verletzte

In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast. Acht Menschen seien verletzt worden, davon vier schwer, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti. Zwei 55-Jährige befänden sich in Lebensgefahr. Die Hintergründe sind nach Mezzettis Worten noch unklar, es handele sich jedoch um einen »äußerst schweren Vorfall«.

Unter den Schwerverletzten ist auch eine deutsche Touristin. Dies sagte Bürgermeister Mezzetti nach einer Lagebesprechung vor Journalisten. Auch eine Person aus Polen sei demnach verletzt worden.

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Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag im Zentrum von Modena. Der Wagen raste Medienberichten zufolge in eine Straße der Altstadt. Dort fuhr der Wagen in die Menschenmenge und krachte schließlich ins Schaufenster eines Geschäfts. Der Fahrer versuchte danach zu fliehen und verließ das Auto mit einem Messer in der Hand. Er konnte anschließend von einigen Passanten überwältigt werden, die ihn der Polizei übergaben. Der Fahrer – ein 31-jähriger Italiener marokkanischer Herkunft mit Abschluss in Wirtschaftswissenschaften – soll noch auf einen der Verfolger eingestochen haben.

Anteilnahme der Ministerpräsidentin

Augenzeugen schätzten, dass das Auto auf bis zu 100 Kilometer pro Stunde beschleunigte, berichtete der Rundfunksender RAI. Anscheinend habe der Fahrer absichtlich gehandelt. Einige Zeugen vermuteten, der Mann habe unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gestanden. Bisher gebe es den Ermittlern zufolge keine Anzeichen dafür, dass sich der Mann radikalisiert habe. Vor der Tat sei er in psychiatrischer Behandlung gewesen. Diese Erkenntnisse seien jedoch nur vorläufig und müssten weiter überprüft werden.

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach in den sozialen Medien den Verletzten und ihren Familien ihr Mitgefühl aus. Sie dankte den Bürgern, »die mutig eingegriffen haben«.

ahh/jok/dpa