Ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran ist nach übereinstimmenden Angaben kurz vor der Fertigstellung. Der Entwurf sei »ziemlich umfassend«, sagt ein an den Verhandlungen beteiligter pakistanischer Unterhändler der Nachrichtenagentur Reuters. Er bringe beide Seiten wieder an den Punkt der Gespräche von Islamabad, an dem sie bereits vor einer Einigung gestanden hätten. Der Insider mahnt jedoch zur Vorsicht: »Nichts ist vereinbart, solange nicht alles vereinbart ist.«
Auch gegenüber dem Portal »Axios« sagte ein Insider, die Trump-Regierung und Iran stünden kurz vor einer Einigung zur Beendigung des Krieges. Die verbleibenden Differenzen betreffen demnach vor allem die »Formulierung« einiger Punkte.
Zudem habe Trump mit den Staatschefs von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Ägypten, der Türkei und Pakistan telefoniert. Mehrere Beteiligte hätten Trump dazu aufgerufen, das Abkommen anzunehmen.
Iran deutete nach weiteren Gesprächen des pakistanischen Armeechefs in Teheran an, dass sich die Differenzen in den Verhandlungen mit den USA »verringern«. US-Außenminister Marco Rubio erklärte gegenüber Journalisten in Indien, dass »einige Fortschritte erzielt worden sind« und »es im Laufe des Tages Neuigkeiten geben könnte«.
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Auch Straße von Hormus werde im Rahmen eines Abkommens mit dem Iran wieder geöffnet, erklärt US-Präsident Donald Trump. Dies sei neben vielen anderen Punkten ein Element der Iran-Vereinbarung. Die letzten Details dieser Vereinbarung würden noch besprochen und in Kürze bekanntgegeben.
Gegenüber dem Sender CBS sagte Trump, das Abkommen müsse verhindern, dass der Iran in den Besitz einer Atomwaffe gelange und eine zufriedenstellende Handhabung des vom Iran angereicherten Urans gewährleisten. »Ich werde nur ein Abkommen unterzeichnen, bei dem wir alles bekommen, was wir wollen«, so Trump. Dem Nachrichtenportal Axios sagt Trump, er werde den jüngsten Entwurf mit seinen Beratern besprechen und möglicherweise bis Sonntag entscheiden, ob er den Krieg fortsetze. »Entweder wir erreichen einen guten Deal, oder ich jage sie in tausend Höllen.«
Kritik an einem möglichen Deal äußerte unter anderem der republikanische US-Senator Lindsay Graham, der als Befürworter des Angriffs auf Iran gilt. Sollte der Anschein entstehen, Iran könne die Straße von Hormus auf Dauer terrorisieren und massive Schäden an der Ölinfrastruktur in der Golfregion verursachen, sei das eine grundlegende Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der Region und mit der Zeit ein Albtraum für Israel, teilte Graham auf X mit.
