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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die Außenminister der G7-Staaten haben mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Irankrieges gerungen. Johann Wadephul (CDU) hat angekündigt, dass Deutschland nach Ende der Kämpfe helfen könnte, die Straße von Hormus zu sichern.
- Der deutsche Außenminister sagte mit Blick auf die Kriegsparteien, es sei »ein direktes Treffen« in Pakistan in naher Zukunft geplant. Nach Medienberichten soll US-Vizepräsident JD Vance bei Gesprächen mit Iran als US-Verhandlungsführer eingesetzt werden.
- Proiranische Hacker haben offenbar das E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt und private Fotos von ihm im Netz geteilt.
- Iranische Staatsmedien berichten von Angriffen auf Nuklearanlagen, radioaktives Material trete nicht aus. Israels Armee hat einen der Angriffe bestätigt.
- Die Unicef warnt derweil: Rund 20 Prozent der libanesischen Bevölkerung sind wegen des Kriegs aus ihren Heimatorten vertrieben worden, darunter viele Kinder. In Iran sollen laut dem Roten Halbmond 1900 Menschen getötet und 20.000 verletzt worden sein.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- SPIEGEL-Titelstory: Aus Trumps Iran-Desaster wurde ein Krieg gegen die Weltwirtschaft
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

📌 Luftangriffe treffen laut iranischen Staatsmedien Atomanlagen in Iran
Nach Berichten iranischer Medien haben US-israelische Luftangriffe einen Schwerwasserreaktor nahe der Stadt Arak im Zentrum Irans getroffen. Demnach wurde die Atomanlage in zwei Wellen angegriffen. Auch eine Atomanlage nahe Ardakan soll getroffen worden sein. Radioaktives Material trete nicht aus, meldeten iranische Staatsmedien.
Atomanlage nahe Arak im Juni 2025. Foto: Maxar Technologies / AFP
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Bericht: USA bestätigen nur Zerstörung von einem Drittel iranischer Raketen
Die USA können mit Blick auf das iranische Raketenarsenal offenbar nur von einem Drittel der Waffen sagen, dass sie sie mit Sicherheit zerstört haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Ein weiteres Drittel sei wahrscheinlich mindestens beschädigt, heißt es weiter.
Ähnliche Quoten gälten für iranische Drohnen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person laut dem Bericht. Donald Trump hatte zuvor gesagt, Iran habe »nur noch sehr wenige Raketen«.
Ähnliche Quoten gälten für iranische Drohnen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person laut dem Bericht. Donald Trump hatte zuvor gesagt, Iran habe »nur noch sehr wenige Raketen«.
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Selenskyj schließt Flugabwehr-Abkommen mit Saudi-Arabien
Seit Beginn des Krieges attackiert Iran Staaten an der anderen Seite des Persischen Golfs – darunter auch Saudi-Arabien. Nun möchte das Land in Sachen Flugabwehr mit der Ukraine kooperieren. Beim Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman unterzeichneten Vertreter beider Länder ein entsprechendes Abkommen.
Selenskyj bestätigte in Onlinediensten, dass beide Länder »eine wichtige Vereinbarung« zur Verteidigungskooperation getroffen hätten. Was genau beschlossen wurde, gab er nicht bekannt. Lesen Sie hier mehr.
Selenskyj bestätigte in Onlinediensten, dass beide Länder »eine wichtige Vereinbarung« zur Verteidigungskooperation getroffen hätten. Was genau beschlossen wurde, gab er nicht bekannt. Lesen Sie hier mehr.
Wolodymyr Selenskyj und Mohammed bin Salman. Ukrainian Presidential Press Service / AFP
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Analyse: US-Spritpreise stabilisieren sich vorerst auf hohem Niveau
Die Preise an den Tankstellen in den Vereinigten Staaten steigen seit Mitte der Woche nicht mehr stark an. Für eine Gallone (3,79 Liter) Normalbenzin vom Typ Regular müssen Autofahrerinnen und -fahrer an diesem Freitag im Landesdurchschnitt 3,98 Dollar bezahlen – ähnlich viel wie am Mittwoch und Donnerstag, wie eine Datenaufstellung des Automobilclubs AAA zeigt.
Das ist gut ein Dollar mehr als zu Beginn von Donald Trumps und Benjamin Netanyahus Irankrieg – und der höchste Stand seit Ende 2022, in der durch Russlands Überfall auf die Ukraine ausgelösten globalen Energiekrise.
Diesel verteuert sich nach wie vor, wenngleich nicht so rapide wie in den vergangenen Wochen. Am Freitag kostete die Gallone im Mittel 5,38 Dollar. Das sind 1,65 Dollar mehr als zum Kriegsanfang und ebenfalls der höchste Wert seit 2022.
Das ist gut ein Dollar mehr als zu Beginn von Donald Trumps und Benjamin Netanyahus Irankrieg – und der höchste Stand seit Ende 2022, in der durch Russlands Überfall auf die Ukraine ausgelösten globalen Energiekrise.
Diesel verteuert sich nach wie vor, wenngleich nicht so rapide wie in den vergangenen Wochen. Am Freitag kostete die Gallone im Mittel 5,38 Dollar. Das sind 1,65 Dollar mehr als zum Kriegsanfang und ebenfalls der höchste Wert seit 2022.
Dass die US-Spritpreise nicht mehr so stark steigen, dürfte an den internationalen Rohölmärkten liegen. Dort waren die Preise zu Wochenanfang nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über angebliche Verhandlungen mit Iran zunächst schlagartig gefallen. Wenige Minuten vor einem solchen Post von Trump auf dessen Plattform Truth Social hatten Spekulanten insgesamt mehr als eine Milliarde Dollar auf sinkende Ölpreise und steigende US-Börsenkurse gewettet – und damit sehr viel Geld verdient.
Nun aber ziehen die Rohölpreise wieder an. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI kostete am Mittwoch um die 87 US-Dollar; an diesem Freitagnachmittag gegen 17 Uhr MEZ waren es schon wieder etwa 98 Dollar. Damit drohen sich auch die Kraftstoffe weiter zu verteuern – und mittelfristig auch andere Güter wie Nahrungsmittel.
Für Trump ist die Teuerung ein Problem. Er hatte im Wahlkampf versprochen, nach Antritt seiner Präsidentschaft die Energiepreise binnen zwölf bis 18 Monaten zu halbieren. Tatsächlich jedoch sind sämtliche Verbraucherpreise für Strom, Erdgas, Benzin und Diesel gestiegen.
Nun aber ziehen die Rohölpreise wieder an. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI kostete am Mittwoch um die 87 US-Dollar; an diesem Freitagnachmittag gegen 17 Uhr MEZ waren es schon wieder etwa 98 Dollar. Damit drohen sich auch die Kraftstoffe weiter zu verteuern – und mittelfristig auch andere Güter wie Nahrungsmittel.
Für Trump ist die Teuerung ein Problem. Er hatte im Wahlkampf versprochen, nach Antritt seiner Präsidentschaft die Energiepreise binnen zwölf bis 18 Monaten zu halbieren. Tatsächlich jedoch sind sämtliche Verbraucherpreise für Strom, Erdgas, Benzin und Diesel gestiegen.
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G7-Außenminister beenden Treffen mit gemeinsamer Erklärung
Im französischen Vaux-de-Cernay haben die Außenminister der G7-Staaten nach einer gemeinsamen Linie im Irankrieg gesucht. Die haben sie offenbar gefunden, auch wenn sich die veröffentlichte Erklärung eher wie ein Minimalkonsens liest.
»Wir fordern eine sofortige Einstellung der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastrukturen« heißt es darin. In den Gesprächen seien der »Wert vielfältiger Partnerschaften« und die Auswirkungen des Kriegs auf die Bürger betont worden. Mit Blick auf die Straße von Hormus halte man es für »absolut notwendig«, dass Schiffe die Meerenge bald wieder sicher passieren können.
»Wir fordern eine sofortige Einstellung der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastrukturen« heißt es darin. In den Gesprächen seien der »Wert vielfältiger Partnerschaften« und die Auswirkungen des Kriegs auf die Bürger betont worden. Mit Blick auf die Straße von Hormus halte man es für »absolut notwendig«, dass Schiffe die Meerenge bald wieder sicher passieren können.
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Paul-Anton Krüger
Hauptstadtbüro, derzeit Vaux-de-Cernay

Wadephul: Iran soll mit den USA verhandeln
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Iran aufgefordert, in Gespräche mit den USA einzutreten. Das iranische Regime »ist gut beraten, jetzt in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einzusteigen«, sagte er zum Abschluss des G7-Außenministertreffens im französischen Vaux-de-Cernay. Darin sei man sich mit US-Außenminister Marco Rubio einig. Es gebe erste Anzeichen, »die zuversichtlich stimmen können, dass solche Gespräche stattfinden sollen«.
Die Außenminister hatten sich bei einem Arbeitsessen zu Mittag ausgetauscht und auch in der abschließenden Arbeitssitzung zu den Themen »Frieden und Sicherheit« mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Wadephul bekräftigte, aus Sicht der Bundesregierung sei es zentral, eine weitere Eskalation zu verhindern. Dafür müsse ein Weg aus der akuten Krise heraus gefunden werden.
Gleichzeitig geht es um eine langfristige Sicherheit, auch in der Straße von Hormus. »Wir erwarten, dass Iran die sichere Durchfahrt in der Straße von Hormus ermöglicht«, forderte der Außenminister. Man könne nicht zulassen, dass das iranische Regime die Weltwirtschaft erpresst.
Die Außenminister hatten sich bei einem Arbeitsessen zu Mittag ausgetauscht und auch in der abschließenden Arbeitssitzung zu den Themen »Frieden und Sicherheit« mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Wadephul bekräftigte, aus Sicht der Bundesregierung sei es zentral, eine weitere Eskalation zu verhindern. Dafür müsse ein Weg aus der akuten Krise heraus gefunden werden.
Gleichzeitig geht es um eine langfristige Sicherheit, auch in der Straße von Hormus. »Wir erwarten, dass Iran die sichere Durchfahrt in der Straße von Hormus ermöglicht«, forderte der Außenminister. Man könne nicht zulassen, dass das iranische Regime die Weltwirtschaft erpresst.
Überdies brauche es einen Plan für den Umgang mit Iran über den Krieg hinaus. Dazu gehöre unmittelbar nach Ende der Kampfhandlungen eine nachhaltige Lösung für die Öffnung der Straße von Hormus, sagte Wadephul. Zudem dürfe Iran keine nukleare Bewaffnung erreichen, das ballistische Raketenprogramm müsse überprüfbar eingehegt werden.
Er stellte in Aussicht, dass auch G7-Partner wie Deutschland nach einem Ende der Kampfhandlungen einen Beitrag zur Sicherung der Lage leisten könnten. Es gebe aber bislang keine Anforderung seitens der USA, insbesondere nicht, vor Ende der Kampfhandlungen einen militärischen Beitrag zu leisten.
Foto: Michael Kappeler / dpa
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Der Krieg und seine Menschen
Der Irankrieg dauert seit knapp vier Wochen an und beeinträchtigt das Leben von Millionen. Ein Einblick in Bildern.
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Offenbar Hackerangriff auf Kash Patel
Ein Mitarbeiter des US-Justizministeriums hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters Berichte bestätigt, wonach der private E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel von Hackern kompromittiert wurde.
Zuvor hatte die iranische Hacker-Gruppe Handala den Hack für sich beansprucht. Als Beleg für den erfolgreichen Angriff postete die Gruppe mehrere private Bilder des FBI-Chefs. Laut Angaben des US-Justizministeriums sollen die veröffentlichten Daten authentisch sein. Weitere Details zu dem Umfang der erbeuteten Daten gibt es vorerst noch nicht.
Nach Beginn der Angriffe auf Iran hatte sich die Gruppe zu Cyberangriffen auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone bekannt und Rache für die US-Schläge bezeichnet. Daraufhin hatte die US-Regierung mehrere Websites der Gruppe deaktivieren lassen.
Zuvor hatte die iranische Hacker-Gruppe Handala den Hack für sich beansprucht. Als Beleg für den erfolgreichen Angriff postete die Gruppe mehrere private Bilder des FBI-Chefs. Laut Angaben des US-Justizministeriums sollen die veröffentlichten Daten authentisch sein. Weitere Details zu dem Umfang der erbeuteten Daten gibt es vorerst noch nicht.
Nach Beginn der Angriffe auf Iran hatte sich die Gruppe zu Cyberangriffen auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone bekannt und Rache für die US-Schläge bezeichnet. Daraufhin hatte die US-Regierung mehrere Websites der Gruppe deaktivieren lassen.
Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Luftangriffe auf iranische Stahlwerke
Nach Berichten iranischer Medien haben US-israelische Luftangriffe am Freitag zwei große Stahlwerke in Iran beschädigt. In Isfahan in Zentraliran sollen demnach ein Umspannwerk und eine Produktionslinie getroffen worden sein. In Ahvas im Westen des Landes sind den Angaben zufolge Lagerhallen zum Ziel von Angriffen geworden.
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Union und SPD sollen Entlastungen bei Energie und Sprit prüfen
Das Spritpreispaket der Bundesregierung ist beschlossen, ab kommender Woche dürfen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen. Mit neuen Maßnahmen wegen der stark gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise will sich die Regierungskoalition vorerst aber zurückhalten. Die mit dem Thema betraute Taskforce im Bundestag fordert hingegen, weitere Maßnahmen zu prüfen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervor.
Demnach soll die Bundesregierung unter anderem prüfen, ob die Energiesteuer vorübergehend und die Stromsteuer »für alle« gesenkt werden soll. Außerdem stehen eine temporäre Entlastung über die Pendlerpauschale, eine Mobilitätsprämie und eine Pauschalentlastung auf Basis der Daten der Kfz-Steuer zur Debatte. Für steuerliche Maßnahmen wäre ein ordentliches parlamentarisches Verfahren nötig, das einige Wochen in Anspruch nehmen würde.
Demnach soll die Bundesregierung unter anderem prüfen, ob die Energiesteuer vorübergehend und die Stromsteuer »für alle« gesenkt werden soll. Außerdem stehen eine temporäre Entlastung über die Pendlerpauschale, eine Mobilitätsprämie und eine Pauschalentlastung auf Basis der Daten der Kfz-Steuer zur Debatte. Für steuerliche Maßnahmen wäre ein ordentliches parlamentarisches Verfahren nötig, das einige Wochen in Anspruch nehmen würde.
Foto: Christoph Hardt / Panama Pictures / picture alliance
Geprüft werden laut Mitteilung auch eine Margenbegrenzung über einen Spritpreisdeckel und die Aktivierung von Kohlekraftwerken aus der Kraftwerksreserve. In dem Schreiben ist zudem von einer möglichen Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne die Rede.
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Analyse: Warum Pakistan zwischen den USA und Iran vermitteln könnte
Im Krieg zwischen Israel, den USA und Iran kommt ein möglicher Mediator ins Spiel: Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif sagte am Dienstag, sein Land könne Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, Pakistans Nachbarn, ausrichten.
Mit diesen Äußerungen positioniert er sich im Konflikt neu. Bislang hatte das islamische Land, das zwischen Iran und Indien liegt, überwiegend versucht, sich aus direkten Auseinandersetzungen herauszuhalten. Pakistan verurteilte die US-israelischen Angriffe auf Iran, ohne die Vereinigten Staaten namentlich zu nennen. Es versprach, Saudi-Arabien im Rahmen eines gegenseitigen Verteidigungspakts zu unterstützen – und hielt regelmäßigen Kontakt zu iranischen Offiziellen, selbst als die Blockade der Straße von Hormus die pakistanische Wirtschaft stark belastete.
Hinzu kommt, dass Pakistans Regierung stets eine enge Beziehung zu Trump gepflegt hat. So nominierte sie ihn im vergangenen Jahr für den Friedensnobelpreis. Trump wiederum lobte den pakistanischen Armeechef als seinen »Lieblings-Feldmarschall«. Vertreter des US-Militärs bezeichneten die Zusammenarbeit in der Terrorismusbekämpfung als »phänomenal«.
Mit diesen Äußerungen positioniert er sich im Konflikt neu. Bislang hatte das islamische Land, das zwischen Iran und Indien liegt, überwiegend versucht, sich aus direkten Auseinandersetzungen herauszuhalten. Pakistan verurteilte die US-israelischen Angriffe auf Iran, ohne die Vereinigten Staaten namentlich zu nennen. Es versprach, Saudi-Arabien im Rahmen eines gegenseitigen Verteidigungspakts zu unterstützen – und hielt regelmäßigen Kontakt zu iranischen Offiziellen, selbst als die Blockade der Straße von Hormus die pakistanische Wirtschaft stark belastete.
Hinzu kommt, dass Pakistans Regierung stets eine enge Beziehung zu Trump gepflegt hat. So nominierte sie ihn im vergangenen Jahr für den Friedensnobelpreis. Trump wiederum lobte den pakistanischen Armeechef als seinen »Lieblings-Feldmarschall«. Vertreter des US-Militärs bezeichneten die Zusammenarbeit in der Terrorismusbekämpfung als »phänomenal«.
Foto: Contributor / Getty Images
Tatsächlich hat Pakistan gute Voraussetzungen, um zwischen Iran und den USA zu vermitteln. Es ist ein nicht arabisches islamisches Land (ähnlich wie Iran), beherbergt keinen US-Militärstützpunkt (und wäre damit kein Ziel von Vergeltungsschlägen). Außerdem lebt in Pakistan eine der größten schiitischen Gemeinschaften außerhalb Irans.
Selbst wenn Gespräche in Pakistan noch nicht bestätigt sind, kommen dem Land die Spekulationen gelegen. Pakistan möchte als diplomatische Macht an der Schnittstelle von Zentralasien, Südasien und dem Nahen Osten wahrgenommen werden. Es hilft der Regierung, wenn darüber gesprochen wird – auch um damit eine andere Großmacht zu brüskieren, die ebenfalls gern mitmischen würde: Indien.
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Iran-News zum Hören: »Netanyahu hat seinen Dummen gefunden«
Auch im SPIEGEL-Auslandspodcast »Acht Milliarden« geht es diese Woche wieder um den Krieg in Nahost. Warum könnte der große Iranplan Israels am Ende zu einem riesigen Problem für das Land werden? Und geht es Israel eigentlich um Sicherheit oder Dominanz?
Hören Sie hier die aktuelle Folge mit Korrespondent Thore Schröder in Tel Aviv.
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Medienbericht: JD Vance soll mit Iran verhandeln
Im Zuge der Verhandlungen über die Beendigung des Irankriegs versuchen sich die USA offenbar an einem Strategiewechsel. US-Vizepräsident JD Vance soll als oberster Verhandlungsführer bei möglichen Friedensgesprächen mit Iran für die USA sprechen. Das meldet das US-Nachrichtenportal Axios.
Demnach habe US-Präsident Trump Vance’ Berufung bereits am Donnerstag in einer Kabinettssitzung verkündet. Bei den Verhandlungen soll er mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zusammenarbeiten.
Der US-Vizepräsident hatte sich jahrelang gegen US-Militäreinsätze in Nahost ausgesprochen. Zuletzt soll er am Montag ein »schwieriges« Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu geführt haben. In diesem soll er Netanyahu vorgeworfen haben, dass sich mehrere seiner Vorhersagen zum Irankrieg als viel zu optimistisch erwiesen hätten, etwa die Aussicht auf einen Volksaufstand in Iran zum Sturz des Regimes.
Demnach habe US-Präsident Trump Vance’ Berufung bereits am Donnerstag in einer Kabinettssitzung verkündet. Bei den Verhandlungen soll er mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zusammenarbeiten.
Der US-Vizepräsident hatte sich jahrelang gegen US-Militäreinsätze in Nahost ausgesprochen. Zuletzt soll er am Montag ein »schwieriges« Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu geführt haben. In diesem soll er Netanyahu vorgeworfen haben, dass sich mehrere seiner Vorhersagen zum Irankrieg als viel zu optimistisch erwiesen hätten, etwa die Aussicht auf einen Volksaufstand in Iran zum Sturz des Regimes.
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Wadephul und Rubio sprechen über Hilfe nach Kriegsende
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat beim Treffen mit seinen Kollegen aus den G7-Staaten in der Nähe von Paris gewarnt, der derzeitige Fokus auf den Krieg gegen Iran dürfe nicht dazu führen, dass die Unterstützung für die Ukraine nachlässt. Zudem hat er sich mit seinem Amtskollegen Marco Rubio über mögliche deutsche Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus ausgetauscht, allerdings erst nach Kriegsende.
Die Ertüchtigung und die Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen den russischen Angriffskrieg sei für die Bundesregierung eine sicherheitspolitische Priorität, so Wadephul. Er habe in den Beratungen klar gefordert, dass es keine Abstriche geben dürfe, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht. »Das würde Putin nur in die Hände spielen«, sagte Wadephul.
An der Arbeitssitzung am Vormittag nahmen sowohl US-Außenminister Marco Rubio als auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha teil. Ein Bröckeln der Unterstützung für die Ukraine sei mit Blick auf die euroatlantische Sicherheit ein strategischer Fehler. »Denn es ist klar, wenn Putin diesen Krieg gewinnen würde, verschlechtert sich unsere Sicherheit dramatisch.« Das gelte für Deutschland und für Europa, aber auch auf beiden Seiten des Atlantiks. Es sei daher eine Aufgabe aller G-7-Partner, den Druck auf Russland hochzuhalten, auch »gezielt der Druck auf den russischen Energiesektor mit Sanktionen und indem wir konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen«, sagte Wadephul weiter.
Die Ertüchtigung und die Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen den russischen Angriffskrieg sei für die Bundesregierung eine sicherheitspolitische Priorität, so Wadephul. Er habe in den Beratungen klar gefordert, dass es keine Abstriche geben dürfe, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht. »Das würde Putin nur in die Hände spielen«, sagte Wadephul.
An der Arbeitssitzung am Vormittag nahmen sowohl US-Außenminister Marco Rubio als auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha teil. Ein Bröckeln der Unterstützung für die Ukraine sei mit Blick auf die euroatlantische Sicherheit ein strategischer Fehler. »Denn es ist klar, wenn Putin diesen Krieg gewinnen würde, verschlechtert sich unsere Sicherheit dramatisch.« Das gelte für Deutschland und für Europa, aber auch auf beiden Seiten des Atlantiks. Es sei daher eine Aufgabe aller G-7-Partner, den Druck auf Russland hochzuhalten, auch »gezielt der Druck auf den russischen Energiesektor mit Sanktionen und indem wir konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen«, sagte Wadephul weiter.
Foto: Michael Kappeler / dpa
Wadephul kritisierte damit einmal mehr die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Ölsanktionen gegen Russland teilweise auszusetzen. Die Äußerungen des Bundesaußenministers lassen sich auch als Replik auf scharfe Kritik von Trump lesen. Er hatte sich am Donnerstag beklagt, der Krieg in der Ukraine sei nicht der Krieg der USA, dennoch habe Washington geholfen. Dagegen habe Deutschland erklärt, dass der Krieg gegen Iran »nicht unser Krieg« sei. Trump bezieht sich dabei auf eine Formulierung, die so nicht von Bundeskanzler Merz oder Wadephul genutzt wurde, aber von Verteidigungsminister Pistorius und Vizekanzler Klingbeil. Wadephul sagte weiter, er habe Rubio in einem Zweiergespräch am Rande der Beratungen die deutsche Position noch einmal erläutert, dass es »durchaus eine Bereitschaft Deutschlands gibt, nach Ende der Kampfhandlungen« eine Rolle zu spielen, bei der Sicherung der Seewege in der Straße von Hormus.
Wadephul wie auch andere Europäer beschuldigten Russland erneut, Iran offenkundig mit Informationen über mögliche Angriffsziele zu unterstützen. Rubio hatte dies vor seiner Abreise heruntergespielt und gesagt, Russland konzentriere sich auf den Krieg, den es gegen die Ukraine führe. Zudem betonte der deutsche Außenminister, dass die Ukraine inzwischen selbst zu einem Sicherheitspartner für die Staaten im Nahen und Mittleren Osten geworden sei und diese bei der Abwehr von Drohnenangriffen unterstütze. Er habe bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass von europäischen Nato-Staaten finanzierte Rüstungsgüter aus den USA für die Ukraine an den Golf umgeleitet werden sollten. Es sei aber klar, dass die Luftverteidigung von herausragender Bedeutung sei und man mit Produktionsengpässen zu tun habe.
Wadephul wie auch andere Europäer beschuldigten Russland erneut, Iran offenkundig mit Informationen über mögliche Angriffsziele zu unterstützen. Rubio hatte dies vor seiner Abreise heruntergespielt und gesagt, Russland konzentriere sich auf den Krieg, den es gegen die Ukraine führe. Zudem betonte der deutsche Außenminister, dass die Ukraine inzwischen selbst zu einem Sicherheitspartner für die Staaten im Nahen und Mittleren Osten geworden sei und diese bei der Abwehr von Drohnenangriffen unterstütze. Er habe bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass von europäischen Nato-Staaten finanzierte Rüstungsgüter aus den USA für die Ukraine an den Golf umgeleitet werden sollten. Es sei aber klar, dass die Luftverteidigung von herausragender Bedeutung sei und man mit Produktionsengpässen zu tun habe.
Foto: Brendan Smialowski / REUTERS
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Laut Rotem Halbmond mehr als 1900 Tote in Iran
Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) sind in Iran seit Beginn des Krieges vor knapp vier Wochen mehr als 1900 Menschen getötet und mindestens 20.000 verletzt worden. Der IFRC beruft sich dabei auf Zahlen des Iranischen Roten Halbmonds.
Maria Martinez, Leiterin der IFRC in Iran, sagte bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen in Genf, zugeschaltet aus Teheran: »Die humanitäre Situation verschlechtert sich rapide. Teheran, eine Stadt mit rund neun Millionen Einwohnern, sieht völlig verlassen aus.« Der Iranische Rote Halbmond sei die einzige humanitäre Organisation, die weiterhin im ganzen Land aktiv sei.
Maria Martinez, Leiterin der IFRC in Iran, sagte bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen in Genf, zugeschaltet aus Teheran: »Die humanitäre Situation verschlechtert sich rapide. Teheran, eine Stadt mit rund neun Millionen Einwohnern, sieht völlig verlassen aus.« Der Iranische Rote Halbmond sei die einzige humanitäre Organisation, die weiterhin im ganzen Land aktiv sei.
Einsatzkräfte des Roten Halbmonds in Teheran am 16. März. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto / AFP
Ein Großteil der zivilen Infrastruktur sei durch amerikanisch-israelische Luftangriffe beschädigt worden, darunter mehr als 280 medizinische Einrichtungen sowie 600 Schulen und Bildungseinrichtungen, sagte Martinez. Auch 17 eigene Zentren der Hilfsorganisation seien getroffen und fast 100 Krankenwagen beschädigt oder zerstört worden.
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Israel droht mit Ausweitung der Angriffe auf Iran
Während es aus den USA Signale für eine mögliche Verständigung mit Iran gibt, kündigt Israels Verteidigungsminister Israel Katz eine Ausweitung der israelischen Angriffe an. Grund sei der anhaltende Raketenbeschuss aus Iran, teilte Katz nach Angaben seines Büros mit. Die Armee werde ihre Angriffe »eskalieren« und weitere Ziele sowie Gebiete in Iran ins Visier nehmen. Im Fokus sollen demnach Ziele in Verbindung mit iranischen Waffen stehen.
Katz sagte, gemeinsam mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu habe er Teheran aufgefordert, Raketenangriffe auf Israels Zivilbevölkerung einzustellen. Der Beschuss gehe trotz der Warnungen weiter. Am frühen Nachmittag gab es in Israel erneut Raketenbeschuss. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor.
Foto: Ariel Hermoni / Anadolu / picture alliance
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Bericht: US-Militär soll mehr als 850 Tomahawks verschossen haben – Pentagon-Vertreter alarmiert
Das US-Militär hat einem Bericht der »Washington Post« zufolge in den vier Wochen des Krieges mit Iran über 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert. Die Präzisionswaffen seien damit in einem Tempo verbraucht worden, das einige Vertreter des Pentagon alarmiere und interne Diskussionen über eine Aufstockung der Bestände ausgelöst habe, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig bestätigen. Das US-Verteidigungsministerium und das Weiße Haus reagierten laut Reuters bisher nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig bestätigen. Das US-Verteidigungsministerium und das Weiße Haus reagierten laut Reuters bisher nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
Foto: Us Navy / AFP
Der »Washington Post« zufolge werden jährlich nur einige Hundert Tomahawks hergestellt, das weltweite Angebot sei begrenzt. Die Marschflugkörper gelten unter anderem wegen ihrer Reichweite von mehr als 1000 Meilen als wichtig, weil dadurch weniger US-Piloten in stark verteidigten Luftraum geschickt werden müssten.
Ein Pentagon-Sprecher, Sean Parnell, sagte der »Washington Post«, das US-Militär habe »alles, was es braucht, um jede Mission zu jeder Zeit, an jedem Ort und nach jedem Zeitplan durchzuführen, der vom Präsidenten gewählt wird«. Medien seien »voreingenommen und besessen davon, die stärkste Armee der Welt als schwach darzustellen«.
Ein Pentagon-Sprecher, Sean Parnell, sagte der »Washington Post«, das US-Militär habe »alles, was es braucht, um jede Mission zu jeder Zeit, an jedem Ort und nach jedem Zeitplan durchzuführen, der vom Präsidenten gewählt wird«. Medien seien »voreingenommen und besessen davon, die stärkste Armee der Welt als schwach darzustellen«.
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Leseempfehlung: Was Trumps Truppen im Persischen Golf ausrichten können
Washington verlegt Tausende Soldaten zusätzlich in den Nahen Osten. Will Donald Trump den Weg durch die Straße von Hormus freischießen lassen? Ein Luftlandeeinsatz wäre extrem gefährlich. Einen Überblick mit Grafiken finden Sie hier.
US-Landetruppen bei einer Vorführung (in Kalifornien): »Boots on the ground« . Foto: Mario Tama / Getty Images
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Iranische Miliz stoppt drei Schiffe in der Straße von Hormus
Die paramilitärische Basidsch-Miliz in Iran hat drei Containerschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus verwehrt, das meldete die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Dies sei die Antwort auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Trump hatte am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus angegeben, der Iran habe zehn Öltanker durch die Straße von Hormus passieren lassen.
Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren Verbündete die Passage verboten sei.
Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren Verbündete die Passage verboten sei.
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Dominik Nicolas Peters
Chef vom Dienst
An den Kar- und Ostertagen bleibt die Grabeskirche in Jerusalem zu
Die Feiern der Kar- und Ostertage in der Jerusalemer Grabeskirche müssen im kleinen Kreis begangen werden. Die israelischen Behörden hätten aufgrund der Einschränkungen wegen des Irankrieges darum gebeten, die Teilnahme von Menschen im Inneren der Kirche nicht zuzulassen, teilte die Franziskaner-Kustodie am Donnerstagabend mit. Die Gottesdienste würden von den in der Kirche lebenden Ordensleuten gefeiert und so »zu einem konkreten Zeichen des Gebets der gesamten Weltkirche«.
Die Grabeskirche ist wie der Tempelberg und die Klagemauer seit Beginn des Irankrieges Ende Februar auf Anordnung der israelischen Behörden geschlossen. Landesweit gelten Einschränkungen des Heimatfrontkommandos für das öffentliche Leben.
Die Grabeskirche ist wie der Tempelberg und die Klagemauer seit Beginn des Irankrieges Ende Februar auf Anordnung der israelischen Behörden geschlossen. Landesweit gelten Einschränkungen des Heimatfrontkommandos für das öffentliche Leben.
Eine Besucherin in der Grabeskirche im Januar 2026. Foto: John Wessels / AFP
In weiten Teilen des Landes, darunter Jerusalem, sind Bildungsaktivitäten verboten. Versammlungen sind auf 50 Personen begrenzt, unter der Bedingung, dass im Fall eines Luftalarms rechtzeitig ein angemessener Schutzraum erreicht werden kann.
Ähnliche Einschränkungen hatte es 2020 während der Coronapandemie gegeben, als das Gotteshaus zwischen dem 25. März und 23. Mai für Besucher geschlossen blieb. Die Kar- und Ostertage sowie die täglichen Gottesdienste wurden von den in der Kirche lebenden Ordensleuten der verschiedenen Konfessionen hinter geschlossenen Türen gefeiert.
Ähnliche Einschränkungen hatte es 2020 während der Coronapandemie gegeben, als das Gotteshaus zwischen dem 25. März und 23. Mai für Besucher geschlossen blieb. Die Kar- und Ostertage sowie die täglichen Gottesdienste wurden von den in der Kirche lebenden Ordensleuten der verschiedenen Konfessionen hinter geschlossenen Türen gefeiert.
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Unicef: »Hunderte von Schulbussen voller Kinder, die alle 24 Stunden um ihr Leben fliehen«
Nach Angaben von Unicef ist in weniger als einem Monat rund 20 Prozent der libanesischen Bevölkerung aus ihren Heimatorten vertrieben worden, darunter 370.000 Kinder. Marcoluigi Corsi, Unicef-Vertreter im Libanon, sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz in Genf: »Das entspricht Hunderten von Schulbussen voller Kinder, die alle 24 Stunden um ihr Leben fliehen.«
Foto: Murat Sengul / Anadolu / AFP
Die psychische und emotionale Erschöpfung der Kinder im Libanon sei »verheerend«, sagte Corsi. »Noch bevor sie Zeit hatten, sich vom Trauma der letzten Eskalation vor nur 15 Monaten zu erholen, werden sie erneut gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben.«
Mehr als 120 Kinder wurden demnach getötet, knapp 400 verletzt. Corsi: »Kinder zahlen den höchsten Preis in diesem Konflikt.« Unicef fordere dringend ungehinderten Zugang zu allen Bedürftigen sowie ein sofortiges Ende der Angriffe auf zivile Infrastruktur.
Mehr als 120 Kinder wurden demnach getötet, knapp 400 verletzt. Corsi: »Kinder zahlen den höchsten Preis in diesem Konflikt.« Unicef fordere dringend ungehinderten Zugang zu allen Bedürftigen sowie ein sofortiges Ende der Angriffe auf zivile Infrastruktur.
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Analyse: Weniger Generäle, mehr Fabriken – Israel ändert offenbar Angriffsstrategie
18.000 Ziele haben Israel und die Vereinigten Staaten in Iran eigenen Angaben zufolge bereits angegriffen. Zu Beginn waren die Eliten des Regimes im Fokus der israelischen Kampfjets und Drohnen. Nun, da US-Präsident Donald Trump offenbar mit einem Ende des Waffengangs liebäugelt, hat die israelische Armee bei der Zielauswahl nachjustiert, berichtet das »Wall Street Journal« (WSJ). Dafür sprechen auch die Meldungen aus der Nacht.
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge erneut Ziele in Iran angegriffen. Ins Visier seien dabei unter anderem Produktionsstätten für ballistische Raketen, Raketenlager und Raketenabschussrampen genommen worden, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Angriffe habe es unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran gegeben. Ziel sei es, den iranischen Beschuss auf Israel einzuschränken.
Rauch steigt Mitte März über Teheran auf. Auch in dieser Nacht war Irans Hauptstadt Ziel von Angriffen. Foto: Anadolu / Getty Images
Wie das »WSJ«, so berichten auch israelische Medien von einem Fokuswechsel bei den israelischen Angriffen.
Noch zu Kriegsbeginn hatte Premier Benjamin Netanyahu erklärt, ein Kriegsziel sei die Erhebung der iranischen Bevölkerung gegen die Ajatollahs und ihren Sicherheitsapparat. Da dieser bislang ausgeblieben ist und gleichzeitig ein Kriegsende zumindest möglich zu sein scheint – ebenso wie eine weitere Eskalation –, hat Israels Militär nun wieder die Rüstungsindustrie ins Visier genommen.
Allein in dieser Woche sind WSJ-Angaben zufolge mehrere Ziele getroffen worden, zwei Beispiele:
Noch zu Kriegsbeginn hatte Premier Benjamin Netanyahu erklärt, ein Kriegsziel sei die Erhebung der iranischen Bevölkerung gegen die Ajatollahs und ihren Sicherheitsapparat. Da dieser bislang ausgeblieben ist und gleichzeitig ein Kriegsende zumindest möglich zu sein scheint – ebenso wie eine weitere Eskalation –, hat Israels Militär nun wieder die Rüstungsindustrie ins Visier genommen.
Allein in dieser Woche sind WSJ-Angaben zufolge mehrere Ziele getroffen worden, zwei Beispiele:
- In Teheran eine Produktionsstätte für Marschflugkörper
- In Isfahan die nach israelischen Angaben wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze
Letztere wurde bereits im sogenannten »Zwölftagekrieg« im vergangenen Jahr angegriffen. Es werden nun also offensichtlich abermals Ziele anvisiert, um die Rüstungsindustrie nachhaltiger zu beschädigen. Farzim Nadimi, der als Iranexperte, der für die US-Denkfabrik »Washington Institute« arbeitet, sagte dem WSJ: »Fast jede Rüstungsfabrik, die ich kenne, wurde getroffen, die meisten mindestens zweimal.«
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Dax bleibt im Minus – trotz Verlängerung des Ultimatums
Angesichts wieder anziehender Ölpreise hat der Dax am Freitag leicht nachgegeben. Ein zunächst freundlich erwarteter Handelsstart blieb aus, obwohl US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum für Iran um zehn Tage verlängerte. Gradmesser für die Stimmung am Markt bleibt der Ölpreis: Auf die Ankündigung reagierte er kaum. Nach der ersten Ankündigung einer Verlängerung des Ultimatums am Montag war der Preis noch deutlich unter die 100-Dollar-Marke gefallen, nun bewegt er sich kaum im Vergleich zum Vortag.
Der Aufschub mindere die Risiken nicht, das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management, der Nachrichtenagentur dpa. Es fühle sich eher so an, »als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt«. Die Weigerung des Ölpreises, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiere weiter die »Eskalationsgefahr hinter den Schlagzeilen«.
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Rubio zu Treffen der G7-Außenminister eingetroffen
US-Außenminister Marco Rubio berät erstmals seit Beginn des Irankriegs persönlich mit seinen G7-Kollegen. Rubio traf am Morgen zu Beratungen über den Iran- und den Ukrainekrieg am Tagungsort in der Nähe von Paris ein.
Foto: Brendan Smialowski / AP
Der französische Außenminister Jean-Noël Barro, Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und deren Kolleginnen und -kollegen aus Kanada, Großbritannien, Japan und Italien waren bereits am Donnerstag in einem Luxushotel auf dem Gelände der mittelalterlichen Zisterzienserabtei Les Vaux-de-Cernay etwa 50 Kilometer westlich von Paris zusammengekommen. Bei ihrem Treffen hatten mehrere G7-Minister am Donnerstag eine Deeskalation im Nahen Osten gefordert. Aus dem Kreis der G7 hat bislang kein Mitgliedstaat die israelischen und US-Angriffe auf Iran ausdrücklich unterstützt.
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Kuwait: Hafen bei Drohnenangriff beschädigt
Nach Angaben der Behörden wurde der Hafen Shuwaikh nahe Kuwait-Stadt attackiert. Der Hafen sei am Freitagmorgen von »feindlichen Drohnen« angegriffen worden, teilte die kuwaitische Hafenbehörde bei X mit. Es gebe Hinweise auf Sachschäden, aber keine Opfer. Shuwaikh zählt zu den wichtigsten Häfen Kuwaits.
Foto: Jaber Abdulkhaleg / AA / picture alliance
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Wadephul berichtet von Gesprächen zwischen Iran und USA
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hat sich vor dem Treffen der G7-Außenminister, an dem auch US-Außenminister Rubio teilnehmen wird, hoffnungsvoll gezeigt. Im Interview mit dem Deutschlandfunk bestätigte der CDU-Politiker, dass es indirekte Gespräche zwischen den USA und Iran über Mittelstaaten über ein Ende des Krieges gegeben habe.
»Nach meinen Informationen hat es indirekte Kontakte gegeben«, sagte Wadephul. Iran hatte das bisher dementiert. Zudem sei »ein direktes Treffen« in Pakistan in naher Zukunft geplant, so der Bundesaußenminister. Anscheinend seien bereits erste Positionen über Dritte schriftlich ausgetauscht worden. Er wertete das als positives Zeichen. Entscheidend sei, dass die Kontrahenten miteinander sprechen würden.
»Nach meinen Informationen hat es indirekte Kontakte gegeben«, sagte Wadephul. Iran hatte das bisher dementiert. Zudem sei »ein direktes Treffen« in Pakistan in naher Zukunft geplant, so der Bundesaußenminister. Anscheinend seien bereits erste Positionen über Dritte schriftlich ausgetauscht worden. Er wertete das als positives Zeichen. Entscheidend sei, dass die Kontrahenten miteinander sprechen würden.
Trifft heute auf den US-Außenminister: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU). Foto: Thomas Trutschel / AA / IMAGO
Einer deutschen Kriegsbeteiligung erteilte Wadephul erneut eine Absage. Zudem gab er an, dass es vonseiten der USA bisher keine direkte Anfrage nach militärischer Unterstützung gegeben habe. US-Präsident Donald Trump hatte Deutschland wiederholt dafür kritisiert, eine Kriegsbeteiligung abzulehnen.
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Angriffe auf Teheran
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Luftangriffen »im Herzen von Teheran« durchgeführt, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Drohung, Irans Energieanlagen wegen der faktischen Sperrung der Straße von Hormus zu zerstören, zurückgestellt hat. Zu den Angriffen auf Beirut äußerte sich das Militär zunächst nicht.
Foto: Iranian Red Crescent Society / REUTERS
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Rauch über Beirut
Israel hat nach Berichten libanesischer Staatsmedien einen Angriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur gab an, der Angriff habe am frühen Morgen den südlichen Vorort Tahouitet al-Ghadir getroffen.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Explosionen, laut der Nachrichtenagentur AP steigt Rauch über den südlichen Vororten der Stadt auf, die als Hochburg der proiranisch Hisbollah-Miliz gelten.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Explosionen, laut der Nachrichtenagentur AP steigt Rauch über den südlichen Vororten der Stadt auf, die als Hochburg der proiranisch Hisbollah-Miliz gelten.
Die israelische Armee hatte im Vorfeld weder eine Warnung ausgesprochen noch zur Evakuierung aufgerufen. Die normalerweise dicht besiedelten Viertel haben sich seit der erneuten Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah weitgehend geleert.
Foto: Murat Sengul / Anadolu / AFP
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Pistorius warnt USA vor Kürzungen der Militärhilfe für Ukraine
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die US-Regierung aufgerufen, die militärische Unterstützung für die Ukraine wegen der Meinungsverschiedenheiten über den Krieg gegen Iran nicht einzuschränken. »Mein Appell an die USA bleibt, den Blick dafür nicht zu verlieren, dass die Ukraine und die Frage, wer gewinnt diesen Krieg und wie geht er aus, auch eine zentrale Rolle für die Sicherheitsinteressen der USA in Europa spielt«, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in Australien.
Pistorius betonte, die internationalen Partner unterstützen die Ukraine mit Material »in ihrem Abwehrkampf gegen einen Aggressor, der versucht, das ukrainische Territorium zu erobern«. Der Streit über die Frage, ob sich die Europäer am amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran beteiligen, sei ein anderes Thema. US-Präsident Donald Trump und sein Außenminister indes betonten kürzlich, die fehlende Unterstützung der Europäer gegen Iran werde Konsequenzen für Waffenlieferungen an die Ukraine haben.
Die »Washington Post« hatte am Donnerstag sogar berichtet, das Pentagon prüfe, ob amerikanische Waffen, die die Europäer zur Unterstützung der Ukraine gekauft hatten, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit Iran die Munitionsbestände aufzehre. Pistorius sagte in Australien, er habe davon bisher nur in der Presse gelesen, aber keine offizielle Bestätigung aus den USA. Er habe sich vorgenommen, nicht mehr jede Schlagzeile aus den USA umgehend zu kommentieren.
Foto: Peter Kneffel / dpa
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Pentagon könnte 10.000 weitere Soldaten senden
Das Pentagon erwägt Medienberichten zufolge die Entsendung von bis zu 10.000 weiteren Soldaten in den Nahen Osten. Dies würde US-Präsident Donald Trump zusätzliche Flexibilität in den Gesprächen mit Teheran einräumen, berichtete das »Wall Street Journal« (»WSJ«) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Portal »Axios« schrieb unter Berufung auf einen ranghohen Verteidigungsbeamten, die Entscheidung werde nächste Woche getroffen. Die Soldaten würden aus anderen Kampfeinheiten stammen als diejenigen, die bereits in die Region entsandt worden seien.
Laut »WSJ« dürfte die Einsatztruppe aus Infanteristen bestehen, die zu den rund 5000 Soldaten vor Ort und Tausenden Fallschirmjägern der 82. Luftlandedivision hinzukämen. Diese seien bereits in die Region beordert worden. Zunächst war dem Bericht zufolge unklar, wo genau die Truppen im Nahen Osten hingeschickt werden sollen. Das »Wall Street Journal« hielt es für wahrscheinlich, dass die Kräfte in der Nähe zu Iran und der für den Ölhandel strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden dürften.
Laut »Axios« entwickelt das Pentagon militärische Optionen für einen »endgültigen Schlag« gegen Iran, der den Einsatz von Bodentruppen und massive Bombardierungen beinhalten könnte. Quellen zufolge habe US-Präsident Donald Trump aber noch keine Entscheidung dazu getroffen. Er sei aber bereit zu eskalieren, falls die Gespräche mit Iran nicht bald Ergebnisse brächten.
Laut »WSJ« dürfte die Einsatztruppe aus Infanteristen bestehen, die zu den rund 5000 Soldaten vor Ort und Tausenden Fallschirmjägern der 82. Luftlandedivision hinzukämen. Diese seien bereits in die Region beordert worden. Zunächst war dem Bericht zufolge unklar, wo genau die Truppen im Nahen Osten hingeschickt werden sollen. Das »Wall Street Journal« hielt es für wahrscheinlich, dass die Kräfte in der Nähe zu Iran und der für den Ölhandel strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden dürften.
Laut »Axios« entwickelt das Pentagon militärische Optionen für einen »endgültigen Schlag« gegen Iran, der den Einsatz von Bodentruppen und massive Bombardierungen beinhalten könnte. Quellen zufolge habe US-Präsident Donald Trump aber noch keine Entscheidung dazu getroffen. Er sei aber bereit zu eskalieren, falls die Gespräche mit Iran nicht bald Ergebnisse brächten.
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Ringen mit Rubio um gemeinsame Iran-Linie beim G7-Treffen
Die G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien ringen an diesem Freitag mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Irankriegs. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte vor den Beratungen in Frankreich von den USA, Europa in ihre Planungen einzubeziehen. Rubio stellte sich vor seinem Abflug hinter die Kritik von US-Präsident Donald Trump, die Nato-Verbündeten hätten im Krieg mit Iran nicht geholfen, als die USA sie darum gebeten hätten.
Trump habe festgestellt, dass die USA ständig um Hilfe in Kriegen gebeten worden seien und geholfen hätten, sagte Rubio. Doch als man selbst um Unterstützung gebeten habe, habe man von der Nato keine positive Antwort bekommen. Die Bedrohungen der globalen Schifffahrt durch Iran seien ein Verstoß gegen das Völkerrecht. All jene Länder, denen das Völkerrecht am Herzen liege, sollten etwas dagegen unternehmen.
Zur Allianz der »Gruppe der Sieben« gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Das Treffen in einer früheren Abtei im Pariser Umland ist das erste förmliche Treffen der G7-Außenminister seit Beginn des Irankriegs vor einem Monat.
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Gericht stoppt vorerst Pentagon-Sperre gegen KI-Firma Anthropic
Eine US-Richterin hat die Sperre des US-Verteidigungsministeriums gegen das KI-Unternehmen Anthropic vorerst blockiert. Eine Richterin gab einer Klage der Entwicklerfirma des Chatbots Claude statt. Die Maßnahmen der Regierung schienen nicht auf nationale Sicherheitsinteressen abzuzielen, sondern darauf, Anthropic für öffentliche Kritik zu bestrafen, erklärte die Richterin in ihrer Entscheidung.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Anthropic zuvor als Risiko für die nationale Sicherheit und die Lieferketten eingestuft. Damit wurde das Start-up von bestimmten Militäraufträgen ausgeschlossen. Auslöser des Streits war die Weigerung des Unternehmens, dem Militär die Nutzung seiner künstlichen Intelligenz für Überwachungszwecke oder autonome Waffen zu gestatten. Insidern zufolge war die Technologie für Militäroperationen in Iran eingesetzt worden. Das US-Justizministerium argumentierte, die Weigerung des Unternehmens, die Einschränkungen aufzuheben, könne militärische Systeme während laufender Einsätze gefährden.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Anthropic zuvor als Risiko für die nationale Sicherheit und die Lieferketten eingestuft. Damit wurde das Start-up von bestimmten Militäraufträgen ausgeschlossen. Auslöser des Streits war die Weigerung des Unternehmens, dem Militär die Nutzung seiner künstlichen Intelligenz für Überwachungszwecke oder autonome Waffen zu gestatten. Insidern zufolge war die Technologie für Militäroperationen in Iran eingesetzt worden. Das US-Justizministerium argumentierte, die Weigerung des Unternehmens, die Einschränkungen aufzuheben, könne militärische Systeme während laufender Einsätze gefährden.
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Israelische Armee benötigt nach eigenen Angaben mehr Soldaten im Libanon
Die israelische Armee benötigt nach eigenen Angaben weitere Soldaten für ihren Einsatz gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon. »Für die Vorwärtsverteidigungszone, die wir derzeit einrichten, sind zusätzliche Einsatzkräfte erforderlich«, erklärte Militärsprecher Effie Defrin. Die israelische Armee sei derzeit »an mehreren Fronten« eingesetzt, darunter neben dem Libanon auch das Westjordanland, der Gazastreifen und Syrien. Daher benötigten die israelischen Streitkräfte allgemein »mehr Kampftruppen«.
Nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auf Iran ab Ende Februar hatte die mit Iran verbündete Hisbollah mit neuen Raketenangriffen auf Israel begonnen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor. Nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz will die Armee im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.
Nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auf Iran ab Ende Februar hatte die mit Iran verbündete Hisbollah mit neuen Raketenangriffen auf Israel begonnen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor. Nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz will die Armee im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.
Foto: IDF / GPO / picture alliance
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Deutschland berät mit Partnern über Mission zur Absicherung der Straße von Hormus
Deutschland hat sich an ersten Beratungen einer internationalen Koalition beteiligt, um eine mögliche Mission zur Absicherung der Straße von Hormus zu unterstützen. Am Donnerstag schalteten sich mehr als 30 Generalstabschefs zu einer Videokonferenz zusammen, für die Bundeswehr nahm nach SPIEGEL-Informationen die stellvertretende Generalinspekteurin Nicola Schilling teil. Bei der Schalte ging es um erste Ideen, wie die Koalition mit einer Militärmission für den Fall eines Waffenstillstands die sichere Durchfahrt durch die Meerenge im Persischen Golf absichern könnte.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte am Donnerstag erstmals konkret eine Beteiligung der Bundeswehr an einer solchen Operation in Aussicht gestellt. »Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern«, sagte der Minister bei einem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra. Bei der Bundeswehr gibt es bereits erste Ideen, wie sich die Marine an einer möglichen Mission beteiligen kann:
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Iran verbietet Sportmannschaften Ausreise in »feindliche« Länder
Iran hat National- und Vereinsmannschaften bis auf Weiteres verboten, in Länder zu reisen, die als feindlich betrachtet werden. Das berichten iranische Medien unter Berufung auf das Sportministerium. Demnach erklärte dieses, der Schritt sei auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit iranischer Sportler zurückzuführen.
Iran hat sich für die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft der Männer qualifiziert, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Ob es zu einer Teilnahme an dem Fußballturnier kommen wird, ist seit Beginn des Irankriegs unklar.
Iran hat sich für die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft der Männer qualifiziert, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Ob es zu einer Teilnahme an dem Fußballturnier kommen wird, ist seit Beginn des Irankriegs unklar.
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Schlechtester Tag für US-Börsen seit Beginn des Irankriegs
Der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 ist um 1,7 Prozent eingebrochen und hat damit seinen schlechtesten Tag seit Januar. Damit steuert der Index auf die fünfte Verlustwoche in Folge zu. Diese Serie reicht bis vor den Beginn des Irankriegs zurück und wäre die längste Verlustserie dieser Art seit fast vier Jahren.
Der Dow Jones fiel um ein Prozent. Der Nasdaq Composite sank um 2,4 Prozent und liegt damit mehr als zehn Prozent unter seinem Anfang des Jahres erreichten Allzeithoch.
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Trump verlängert Frist für Iran bis zum 6. April
Gerade erst hatte der US-Präsident angekündigt, dass sich das Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus womöglich erneut verschieben wird. Jetzt schreibt Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, er gebe Iran bis zum 6. April um 20 Uhr (Ortszeit in Washington, D.C.) dafür Zeit. Dies teile er »auf Ersuchen der iranischen Regierung« mit. »Die Gespräche laufen weiter und verlaufen sehr gut«, so Trump. Deshalb werde er die »Frist für die Zerstörung der Energieanlagen« verlängern.
Ursprünglich hatte Trump Iran am Sonntag eine Frist von 48 Stunden gesetzt. Am Montag hatte er diese zunächst um fünf Tage verlängert, ebenfalls begründet mit »produktiven Gesprächen«.
Ursprünglich hatte Trump Iran am Sonntag eine Frist von 48 Stunden gesetzt. Am Montag hatte er diese zunächst um fünf Tage verlängert, ebenfalls begründet mit »produktiven Gesprächen«.
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Wadephul: Europa soll einbezogen werden
Außenminister Johann Wadephul will bei den Planungen zu einem Ende des Irankriegs mitmischen. »Wir als Europäer müssen natürlich einbezogen werden jetzt in die Gedankenwelt der USA«, sagte der CDU-Politiker dem Sender RTL. Die militärischen Auseinandersetzungen beeinflussten die Wirtschaft und die Energiepreise in Deutschland und Europa stark. Deswegen müsse man wissen, »wann und unter welchen Bedingungen dieser Krieg beendet werden kann«.
Das wolle er beim Treffen der G7-Außenminister am Freitag deutlich machen, sagte Wadephul. Dort wird auch US-Außenminister Marco Rubio anwesend sein.
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Trump schließt Verschiebung des Iran-Ultimatums nicht aus
US-Präsident Donald schließt bei seinem Ultimatum an Iran eine weitere Verschiebung nicht aus. »Ich weiß es noch nicht«, sagte er in Washington auf die Frage, ob die Frist aufgeschoben sei. Trump sagte, der Sondergesandte Steve Witkoff, Vizepräsident JD Vance und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden ihn über den Fortgang der Verhandlungen unterrichten. Davon hänge ab, ob es bei dem Ultimatum bleibe. »Wir haben jede Menge Zeit«, behauptete Trump.
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Iran weist Trumps Ultimatum zurück
Iran wird sich laut Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf keinem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump beugen. »Niemand kann Iran und den Iranern ein Ultimatum stellen«, erklärte er auf der Plattform X. Die Kinder Irans würden den Kampf bis zum endgültigen Sieg fortsetzen und diesen Teufelskreis von Krieg, Waffenruhe und wieder Krieg durchbrechen.
Trump hatte Iran damit gedroht, Kraftwerke und Energieanlagen zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und »ohne Drohungen« für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen »sehr guter und produktiver Gespräche« für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.
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Kriegsbeteiligung abgelehnt: US-Präsident Trump kritisiert Deutschland
US-Präsident Donald Trump beklagte sich in den vergangenen Wochen immer wieder über die fehlende Unterstützung der Nato-Länder im Irankrieg. Nun hat er explizit Deutschland dafür kritisiert, eine Kriegsbeteiligung abzulehnen.
Am Rande einer Kabinettssitzung in Washington sprach Trump über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Lage beruhige sich dort etwas, meinte er und setzte nach, der Krieg betreffe die USA nicht, schließlich finde er Tausende Kilometer entfernt statt. Dann kam Trump auf Deutschland zu sprechen.
Aus Berlin habe er den Satz »Das ist nicht unser Krieg« gehört, sagte Trump: »Nun, die Ukraine ist auch nicht unser Krieg. Wir haben geholfen, aber die Ukraine ist nicht unser Krieg. Ich fand diese Aussage sehr unangebracht.« Man könne die Äußerung auch nicht ungeschehen machen.
Am Rande einer Kabinettssitzung in Washington sprach Trump über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Lage beruhige sich dort etwas, meinte er und setzte nach, der Krieg betreffe die USA nicht, schließlich finde er Tausende Kilometer entfernt statt. Dann kam Trump auf Deutschland zu sprechen.
Aus Berlin habe er den Satz »Das ist nicht unser Krieg« gehört, sagte Trump: »Nun, die Ukraine ist auch nicht unser Krieg. Wir haben geholfen, aber die Ukraine ist nicht unser Krieg. Ich fand diese Aussage sehr unangebracht.« Man könne die Äußerung auch nicht ungeschehen machen.
Foto: Will Oliver / EPA
Unklar ist, auf wessen Aussagen Trump sich genau bezieht. Der US-Präsident sprach vom »head of germany«, also dem Staatsoberhaupt, was eigentlich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist. Es war jedoch Bundeskanzler Friedrich Merz, der erklärt hatte: »Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.« Vizekanzler Lars Klingbeil und Verteidigungsminister Boris Pistorius hatten daraufhin gesagt: »Das ist nicht unser Krieg.«
Der Unterschied zwischen dem Ukraine- und dem Irankrieg, die Trump nun verglich: Die USA hatten den Irankrieg begonnen, ohne die Nato-Partner zu konsultieren. Der Ukraine hatten die USA im Budapester Memorandum von 1994 jedoch Sicherheitsgarantien eingeräumt.
Der Unterschied zwischen dem Ukraine- und dem Irankrieg, die Trump nun verglich: Die USA hatten den Irankrieg begonnen, ohne die Nato-Partner zu konsultieren. Der Ukraine hatten die USA im Budapester Memorandum von 1994 jedoch Sicherheitsgarantien eingeräumt.
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Israel will Raketenabschussrampen in Iran attackiert haben
Israels Luftwaffe will in Iran Waffenlager und Abschussrampen für Raketen angegriffen haben. Die Luftwaffe habe in den vergangenen 24 Stunden mehr als 20 Angriffsflüge auf Dutzende Abschussrampen durchgeführt, teilt Israels Militär mit: »Zudem wurden Mitglieder des iranischen Terrorregimes, die sich an diesen Standorten aufhielten, eliminiert.« Unabhängig lassen sich die Berichte derzeit nicht überprüfen.
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Israelischer Soldat im Libanon getötet
Bei Kämpfen im Süden des Libanons ist ein israelischer Soldat ums Leben gekommen. Das teilt Israel Militär mit. Bei dem Vorfall seien außerdem zwei Offiziere und zwei Soldaten leicht verletzt worden, heißt es in einer Mitteilung. Die Soldaten seien zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht worden. Details zu dem Einsatz teilt das Militär nicht mit.
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Trump spricht von »riesigem Geschenk« aus Iran: Zehn Tanker dürfen offenbar Straße von Hormus passieren
US-Präsident Donald Trump fabulierte kürzlich, Iran habe den USA in Verhandlungen ein »riesiges Geschenk« gemacht. Er verriet aber nicht, was dieses Geschenk sei soll. Nun hat Trump das Geheimnis offenbar gelüftet. Iran hat nach Trumps Angaben zehn Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Die iranische Seite habe das angeboten, um in den Verhandlungen mit den USA ihre Zuverlässigkeit zu untermauern, behauptete Trump bei einer Kabinettssitzung in Washington. Iran hat sich dazu bislang nicht geäußert.
Vor seinen Bemerkungen fragte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe – offenbar, weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. »Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt«, sagte Trump in Richtung Witkoff. Der Sondergesandte erklärte, Iran sei an einem Deal interessiert. Iran soll einem Medienbericht zufolge den USA Forderungen für Verhandlungen übermittelt haben.
Vor seinen Bemerkungen fragte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff am Kabinettstisch, ob er die Informationen teilen dürfe – offenbar, weil es sich um vertrauliche Angaben handelt. »Ich hoffe, ich habe deine Verhandlungen nicht vermasselt«, sagte Trump in Richtung Witkoff. Der Sondergesandte erklärte, Iran sei an einem Deal interessiert. Iran soll einem Medienbericht zufolge den USA Forderungen für Verhandlungen übermittelt haben.
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Guten Tag, hier halten wir Sie auch heute über alle Entwicklungen im Irankrieg auf dem Laufenden. Die wichtigsten Ereignisse vom Donnerstag können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen






