Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Donald Trump hat sein Ultimatum gegen Iran verlängert, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen. Es gibt offenbar »gute« Gespräche zwischen Washington und Teheran. Iran dementiert Gespräche.
- Israel greift weiter Ziele in Iran an und rechnet damit, dass sich der Krieg noch wochenlang hinzieht.
- Gleichzeitig kündigt Israel eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon an.
- Der Sohn des Schahs, Reza Pahlavi, hat von Trump ein Umdenken beim Hormus-Ultimatum gefordert. Man dürfe keine zivile Infrastruktur angreifen.
- Airlines des Lufthansa-Konzerns fliegen teilweise bis Herbst nicht nach Nahost.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Mutmaßlicher Angriff auf Stützpunkt im Indischen Ozean: Reichen Irans Raketen bis nach Deutschland?
- Rekonstruktion einer Eskalation: So stolperten die USA in den Krieg gegen Iran
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Lufthansa-Airlines fliegen teilweise bis Herbst nicht nach Nahost
Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Irankriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilt. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an.
Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat. Die genannten Fristen gelten demnach für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.
Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat. Die genannten Fristen gelten demnach für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.
Passagiermaschinen der Lufthansa in Frankfurt. Foto: Boris Roessler / dpa
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Setzen die USA auf den iranischen Parlamentspräsidenten?
Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und sogar als künftigen Staatschef in Betracht.
Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte. Das berichtet das Nachrichtenportal »Politico« unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran lagen zunächst nicht vor.
Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte. Das berichtet das Nachrichtenportal »Politico« unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran lagen zunächst nicht vor.
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Klingbeil plädiert für Preisobergrenzen beim Benzin
SPD-Chef Lars Klingbeil will sich angesichts stark gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs an Maßnahmen in Luxemburg orientieren. »Wir sollten gerade mal genau gucken, was Luxemburg dort macht, die Preisgrenzen festlegen«, sagte Klingbeil in der ntv-Sendung »Pinar Atalay«.
In Luxemburg bestimmt das Wirtschaftsministerium Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl. Normalerweise werden die Preise etwa zweimal monatlich verändert – allerdings sind bei besonderen Marktschwankungen häufigere Neufestsetzungen üblich.
Mit Blick auf die besonders starken Preissprünge an deutschen Tankstellen im Vergleich zum europäischen Ausland sprach Klingbeil von einer »wahnsinnigen Abzocke«. Es werde immer offensichtlicher, dass die Mineralölkonzerne versuchten, jetzt mit dieser Kriegssituation Profit zu machen. »Und deswegen sind wir schon in der Pflicht, da politisch mit umzugehen.«
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Britischer Zerstörer in Zypern eingetroffen
Drei Wochen nach dem Einschlag einer iranischen Drohne auf einem britischen Armeestützpunkt auf Zypern ist der Zerstörer HMS Dragon im östlichen Mittelmeer eingetroffen. Das gab das britische Verteidigungsministerium bekannt, meldet der »Guardian«.
Britischer Zerstörer HMS Dragon. Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa
Die HMS Dragon werde ab Montagabend »in die operative Integration in die Verteidigung Zyperns eingebunden«, teilte Verteidigungsminister John Healey den Abgeordneten des Unterhauses mit. Außerdem seien britische Flugzeuge aktuell im Nahen Osten im Einsatz, um iranische Geschosse abzufangen.
Zuvor war die britische Regierung massiv kritisiert worden: Nach dem Drohnenangriff hatten Griechenland und Frankreich schnell zusätzliche Marineeinheiten nach Zypern verlegt, während Großbritannien zunächst zurückhaltend reagiert hatte.
Zuvor war die britische Regierung massiv kritisiert worden: Nach dem Drohnenangriff hatten Griechenland und Frankreich schnell zusätzliche Marineeinheiten nach Zypern verlegt, während Großbritannien zunächst zurückhaltend reagiert hatte.
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Netanyahu redet über Abkommen mit Iran – und will weiter angreifen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in einer Videobotschaft die von den USA verkündeten Gespräche mit Iran kommentiert. »Präsident Trump ist überzeugt, dass es eine Chance gibt, die enormen Erfolge, die wir mit dem US-Militär erzielt haben, zu nutzen, um die Kriegsziele durch ein Abkommen zu verwirklichen – ein Abkommen, das unsere vitalen Interessen schützt«, sagte Netanyahu.
Israels Regierungschef sagte zugleich, dass die Angriffe auf Iran fortgesetzt würden: »Wir zerschlagen das Raketenprogramm und das Atomprogramm«. Israel werde außerdem weiterhin die Hisbollah-Miliz im Libanon bekämpfen. Trump hatte zuvor von »detaillierten und konstruktiven Gesprächen« mit der Islamischen Republik gesprochen – Iran dagegen dementierte jegliche Verhandlungen zwischen beiden Seiten.
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Irak meldet auf US-Basis zielende Raketen in Syrien
Aus der irakischen Stadt Rabia wurden Insidern zufolge mindestens sieben Raketen auf eine US-Militärbasis im Nordosten Syriens abgefeuert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Im Bezirk Rabia westlich von Mossul sei ein auf einem ausgebrannten Lastwagen montierter Raketenwerfer sichergestellt worden, heißt es demnach aus irakischen Sicherheitskreisen weiter. Der Raketenwerfer sei mutmaßlich für die Attacke auf die Rmeilan-Basis in Syrien genutzt worden. Es ist der erste grenzüberschreitende Angriff auf US-Truppen in Syrien seit dem US-israelischen Angriff auf Iran am 28. Februar.
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Leseempfehlung: Trump sucht nach einem Ausweg. Aber zu welchem Preis?
Mit jedem weiteren Kriegstag wird klarer: Trump hat sich in Iran verrannt. Und wird früher oder später mit einem Regime verhandeln müssen, das radikaler und selbstbewusster ist denn je. Lesen Sie hier den Kommentar unseres Kollegen Maximilian Popp.
Trump. Foto: Kevin Lamarque / REUTERS
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Israels Armee bringt Hisbollah-Kämpfer nach Israel
Die israelische Armee setzt eigenen Angaben zufolge ihre »gezielten Bodeneinsätze im Südlibanon« fort. Dabei hätten Soldaten am Sonntag auch mehrere bewaffnete Mitglieder der Hisbollah-Miliz gefangen genommen und »zur weiteren Befragung« nach Israel gebracht, teilte das israelische Militär mit.
Die Hisbollah-Mitglieder wollten demnach eine Rakete auf israelische Soldaten feuern. Zudem hätten sie geplant, eine Stellung für Raketenangriffe auf Israel zu errichten. Die Kämpfer hätten eine große Menge Waffen bei sich gehabt und sich ergeben, heißt es in einer Mitteilung der Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Israel hatte bereits mehrfach in Nachbarländern Personen gefangen genommen und nach Israel gebracht, denen sie Terroraktivitäten vorwirft.
Die Hisbollah-Mitglieder wollten demnach eine Rakete auf israelische Soldaten feuern. Zudem hätten sie geplant, eine Stellung für Raketenangriffe auf Israel zu errichten. Die Kämpfer hätten eine große Menge Waffen bei sich gehabt und sich ergeben, heißt es in einer Mitteilung der Armee. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Israel hatte bereits mehrfach in Nachbarländern Personen gefangen genommen und nach Israel gebracht, denen sie Terroraktivitäten vorwirft.
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Tausende Tote seit Kriegsbeginn
Weit über 4000 Menschen haben seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ihr Leben verloren. Die Nachrichtenagentur Reuters hat die aktuell bekannten Todeszahlen aus allen am Krieg beteiligten Staaten recherchiert:
- In Iran sind nach einer Zählung der in den USA ansässigen Menschenrechtsgruppe HRANA bisher 3231 Menschen gestorben, darunter zahlreiche Zivilisten und Kinder. Die iranischen Behörden dagegen veröffentlichten bisher deutlich niedrigere Zahlen.
- Im Libanon sind durch israelische Angriffe bisher 1039 Menschen ums Leben gekommen, so die libanesischen Behörden.
- Mindestens 60 Tote meldet der Irak.
- Israel beklagt nach Angaben israelischer Rettungskräfte bisher 16 Tote durch iranischen Raketenbeschuss. Außerdem kamen vier palästinensische Frauen im Westjordanland bei einem Raketeneinschlag ums Leben. Zwei israelische Soldaten starben im Libanon, ein israelischer Landwirt im Norden des Landes wurde von fehlgeleiteter israelischer Artillerie getötet.
Trümmer in einem zerstörten Wohnzimmer in Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP
- Aufseiten der USA sind bisher 13 Soldaten getötet worden; sechs davon starben beim Absturz eines US-Tankflugzeugs.
- In den Vereinigten Arabischen Emiraten starben acht Menschen beim Beschuss durch Iran.
- Katar beklagt sieben Tote infolge der Kriegsereignisse.
- Sechs Tote werden aus Kuwait gemeldet.
- Weitere betroffene Länder sind Syrien (vier Tote), Oman (zwei Tote), Saudi-Arabien (zwei Tote), Bahrain (zwei Tote) und Frankreich (ein gefallener Soldat).
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Israels Finanzminister fordert Annexion des Südlibanon
Der rechtsextreme Finanzminister Israels, Bezalel Smotrich, hat eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf große Bereiche des Südlibanon gefordert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss Litani sein, sagte der Politiker demnach in einem Radiointerview.
Israel treibt seit einigen Tagen eine Offensive im Süden des Libanon voran. Damit will es verhindern, dass die mit Iran verbündete Hisbollah-Miliz den Norden Israels angreifen kann.
Israel treibt seit einigen Tagen eine Offensive im Süden des Libanon voran. Damit will es verhindern, dass die mit Iran verbündete Hisbollah-Miliz den Norden Israels angreifen kann.
Smotrich (im August 2025). Foto: Ronen Zvulun / REUTERS
Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor bereits angedeutet, dem Libanon drohe ein Gebietsverlust, sollte die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz nicht entwaffnet werden. Die Entwaffnung der Hisbollah ist Teil der Vereinbarungen zur Waffenruhe, die Israel und die proiranische Miliz im November 2024 vereinbart hatten. Nach Beginn des Irankriegs eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah erneut.
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Indische Tanker passieren Straße von Hormus
Zwei weitere unter der Flagge Indiens fahrende Tankschiffe haben die von Iran faktisch blockierte Straße von Hormus passiert. Die »Jag Vasant« und die »Pine Gas«, die zusammen etwa 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, teilte das indische Schifffahrtsministerium mit.
Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert. Indien ist der weltweit viertgrößte Abnehmer von Flüssigerdgas (LNG) und der zweitgrößte Abnehmer von LPG. Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist der von den iranischen Revolutionswächtern kontrollierte Seeweg, über den rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, faktisch gesperrt.
Zwei weitere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert. Indien ist der weltweit viertgrößte Abnehmer von Flüssigerdgas (LNG) und der zweitgrößte Abnehmer von LPG. Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist der von den iranischen Revolutionswächtern kontrollierte Seeweg, über den rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, faktisch gesperrt.
Foto: The Visible Earth / NASA / dpa
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Israel meldet Angriff auf Basidsch-Miliz in Teheran
Die israelische Armee hat am Montag nach eigenen Angaben einen von der Basidsch-Miliz genutzten Stützpunkt der iranischen Revolutionswächter in Teheran angegriffen. Der Angriff sei »Teil der aktuellen operativen Phase, die darauf abzielt, die zentralen Systeme und Sicherheitsfähigkeiten des iranischen Terrorregimes weiter zu schwächen«, teilte die israelische Armee mit.
Erst kürzlich hatte Israel den Chef der Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet. Die israelische Armee teilte mit, bei dem Angriff seien »Dutzende« Kampfflugzeuge zum Einsatz gekommen und hätten unter anderem auch eine Produktionsstätte für Marschflugkörper zerstört.
Erst kürzlich hatte Israel den Chef der Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet. Die israelische Armee teilte mit, bei dem Angriff seien »Dutzende« Kampfflugzeuge zum Einsatz gekommen und hätten unter anderem auch eine Produktionsstätte für Marschflugkörper zerstört.
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IKRK-Präsidentin warnt vor Angriffen auf zivile Infrastruktur
Die Präsidentin des Internationalen Kommittees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric, hat vor einer Ausweitung der Kriegshandlungen auf Kraftwerke in der Region gewarnt. »Ein Krieg gegen lebenswichtige Infrastruktur ist ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung«, schrieb Spoljaric. Am besorgniserregendsten sei die potenzielle Gefährdung von nuklearen Anlagen.
In den vergangenen Tagen hatten zunächst die USA und daraufhin auch Iran gedroht, verstärkt Kraftwerke und Energieinfrastruktur anzugreifen.
In den vergangenen Tagen hatten zunächst die USA und daraufhin auch Iran gedroht, verstärkt Kraftwerke und Energieinfrastruktur anzugreifen.
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Iranischer Parlamentssprecher dementiert Gespräche mit USA
Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf hat Medienberichte dementiert, denen zufolge er mit den USA in Verhandlungen steht. »Es haben keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten stattgefunden. Mit Hilfe von Fake News werden die Finanz- und Ölmärkte manipuliert, um dem Sumpf zu entkommen, in dem die Vereinigten Staaten und Israel gefangen sind«, schreibt Ghalibaf auf X.
Auch das iranische Außenministerium dementiert mittlerweile die Gespräche, wie das »Wall Street Journal« und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf iranische Medien berichten.
Auch das iranische Außenministerium dementiert mittlerweile die Gespräche, wie das »Wall Street Journal« und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf iranische Medien berichten.
Medienberichte: USA verhandeln wohl mit iranischem Parlamentssprecher
Die »Jerusalem Post« und das Medienportal »Axios« berichten übereinstimmend, dass die USA mit dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verhandeln. Demnach habe Ghalibaf mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen. »Wir haben es mit einem Mann zu tun, der meiner Meinung nach der angesehenste ist, nicht der oberste Führer; von ihm haben wir nichts gehört«, sagte Trump nach Angaben von »Axios«.
Ein israelischer Insider sagt »Axios« und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
Ein israelischer Insider sagt »Axios« und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
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Kurzanalyse: Jetzt spricht Trump von einem baldigen Kriegsende und Regimewechsel in Teheran – ist das glaubwürdig?
Sucht Donald Trump nach einem Ausstieg aus dem Irankrieg? Nun hat der US-Präsident angekündigt, es werde noch an diesem Montag ein Telefongespräch mit der iranischen Führung geben. Und Trump stellt sogar in Aussicht, dass der Krieg in Kürze enden könne. Schon gestern habe es Gespräche mit Teheran gegeben, sagte Trump auf dem Flughafen von West Palm Beach, ehe er in die »Air Force One« einstieg. »Sie wollen unbedingt einen Deal machen, wir wollen einen Deal machen.« Man werde jetzt eine »Fünf-Tages-Periode« ansetzen, so Trump: »Wenn das gut verläuft, werden wir die Sache beilegen [Wörtlich: »We are going to end up with settling this«, d. Red.]. Andernfalls bombardieren wir aus vollem Herzen weiter.«
Trump hatte bereits am Vormittag auf seiner Plattform Truth Social behauptet, es habe »sehr gute und produktive Gespräche« mit Teheran gegeben – und die von ihm selbst angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage verschoben. Prompt fielen die Ölpreise rapide und schossen die Kurse an Aktienmärkten weltweit nach oben. Allerdings dementiert Iran, dass es solche Gespräche gebe. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans Revolutionswächtern nahestehen.
Trump sagte dazu auf dem Flughafen von West Palm Beach, bei einigen iranischen Beamten herrsche Konfusion, da die nationale Kommunikationsinfrastruktur destabilisiert worden sei. »Wir verhandeln mit einem Mann, der – so glaube ich – der am meisten respektierte Mann und der Anführer ist.« Dies sei nicht Mojtaba Khamenei, der kürzlich zum Obersten Führer ausgerufene Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei. Man spreche mit »Leuten, die anscheinend die Fäden ziehen«, so Trump: »Sie haben Dinge angekündigt, die dann tatsächlich eingetreten sind.«
Trump hatte bereits am Vormittag auf seiner Plattform Truth Social behauptet, es habe »sehr gute und produktive Gespräche« mit Teheran gegeben – und die von ihm selbst angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage verschoben. Prompt fielen die Ölpreise rapide und schossen die Kurse an Aktienmärkten weltweit nach oben. Allerdings dementiert Iran, dass es solche Gespräche gebe. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans Revolutionswächtern nahestehen.
Trump sagte dazu auf dem Flughafen von West Palm Beach, bei einigen iranischen Beamten herrsche Konfusion, da die nationale Kommunikationsinfrastruktur destabilisiert worden sei. »Wir verhandeln mit einem Mann, der – so glaube ich – der am meisten respektierte Mann und der Anführer ist.« Dies sei nicht Mojtaba Khamenei, der kürzlich zum Obersten Führer ausgerufene Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei. Man spreche mit »Leuten, die anscheinend die Fäden ziehen«, so Trump: »Sie haben Dinge angekündigt, die dann tatsächlich eingetreten sind.«
Foto: Kevin Lamarque / REUTERS
Wie das US-Nachrichtenportal »Axios« und die »Jerusalem Post« berichten, sollen die US-Emissäre Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verhandeln.
Dem TV-Sender CNN sagte Trump, die Straße von Hormus werde »sehr bald offen sein«, sollten die Verhandlungen zügig voranschreiten. »Sie wird gemeinsam kontrolliert werden«, behauptete er. Und: »Es wird auch eine sehr ernsthafte Art des Regimewechsels geben.«
Trumps heutige Aussagen fügen sich ein in eine lange Reihe völlig unterschiedlicher und sich teils widersprechender Behauptungen des US-Präsidenten und seiner Gefolgsleute über den Irankrieg. Mal sagen sie das eine, mal das genaue Gegenteil. Es kann durchaus sein, dass sich die jetzige Haltung schlagartig wieder ändert und dass etwaige Verhandlungen scheitern. Ob nun die Öffnung der Straße von Hormus und Regimewechsel bevorstehen oder ob Trump vor allem die wackelnden Märkte beruhigen will: all das ist ebenso ungewiss wie der weitere Verlauf seines Feldzugs.
Dem TV-Sender CNN sagte Trump, die Straße von Hormus werde »sehr bald offen sein«, sollten die Verhandlungen zügig voranschreiten. »Sie wird gemeinsam kontrolliert werden«, behauptete er. Und: »Es wird auch eine sehr ernsthafte Art des Regimewechsels geben.«
Trumps heutige Aussagen fügen sich ein in eine lange Reihe völlig unterschiedlicher und sich teils widersprechender Behauptungen des US-Präsidenten und seiner Gefolgsleute über den Irankrieg. Mal sagen sie das eine, mal das genaue Gegenteil. Es kann durchaus sein, dass sich die jetzige Haltung schlagartig wieder ändert und dass etwaige Verhandlungen scheitern. Ob nun die Öffnung der Straße von Hormus und Regimewechsel bevorstehen oder ob Trump vor allem die wackelnden Märkte beruhigen will: all das ist ebenso ungewiss wie der weitere Verlauf seines Feldzugs.
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CNN-Bericht: Türkei bemüht sich um Ende des Irankriegs
Die Türkei verstärkt ihre diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges in Iran, wie CNN berichtet. Laut Angaben des Außenministeriums soll Außenminister Hakan Fidan in den letzten 48 Stunden mehr als ein Dutzend Telefonate mit regionalen und internationalen Politikern geführt haben.
Am Sonntag führte Fidan separate Gespräche mit iranischen und ägyptischen Amtskollegen sowie mit Vertretern der USA und der EU, in denen »Maßnahmen zur Beendigung des Krieges erörtert wurden«, wie eine diplomatische Quelle aus der Türkei CNN sagte. Zudem habe Fidan mit dem Premierminister und dem Außenminister von Katar, dem saudi-arabischen Außenminister sowie pakistanischen Vertretern telefoniert, wobei sie »die laufenden Bemühungen zur Beendigung des Krieges einschätzen«.
Die Telefondiplomatie wurde heute mit Gesprächen mit führenden Politikern in Ägypten und Norwegen fortgesetzt, bei denen »die Diskussionen sich auf Bemühungen zur Beendigung des Krieges konzentrierten«, so die Quelle zu CNN.
Mit den Gesprächen vertraute Personen sagten CNN zufolge, dass sowohl die Türkei als auch Ägypten im Rahmen einer umfassenderen Initiative zur Deeskalation der zunehmenden Spannungen rund um wichtige Energieinfrastruktur und Kraftwerke Botschaften zwischen den Parteien übermittelt hätten.
Am Sonntag führte Fidan separate Gespräche mit iranischen und ägyptischen Amtskollegen sowie mit Vertretern der USA und der EU, in denen »Maßnahmen zur Beendigung des Krieges erörtert wurden«, wie eine diplomatische Quelle aus der Türkei CNN sagte. Zudem habe Fidan mit dem Premierminister und dem Außenminister von Katar, dem saudi-arabischen Außenminister sowie pakistanischen Vertretern telefoniert, wobei sie »die laufenden Bemühungen zur Beendigung des Krieges einschätzen«.
Die Telefondiplomatie wurde heute mit Gesprächen mit führenden Politikern in Ägypten und Norwegen fortgesetzt, bei denen »die Diskussionen sich auf Bemühungen zur Beendigung des Krieges konzentrierten«, so die Quelle zu CNN.
Mit den Gesprächen vertraute Personen sagten CNN zufolge, dass sowohl die Türkei als auch Ägypten im Rahmen einer umfassenderen Initiative zur Deeskalation der zunehmenden Spannungen rund um wichtige Energieinfrastruktur und Kraftwerke Botschaften zwischen den Parteien übermittelt hätten.
Foto: Mustafa Hatipoglu / Anadolu / picture alliance
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Medienberichte: USA verhandeln wohl mit iranischem Parlamentssprecher
Die »Jerusalem Post« und das Medienportal Axios berichten übereinstimmend, dass die USA mit dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verhandeln. Demnach habe Ghalibaf mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen. »Wir haben es mit einem Mann zu tun, der meiner Meinung nach der angesehenste ist, nicht der oberste Führer; von ihm haben wir nichts gehört«, sagte Trump nach Angaben von Axios.
Ein israelischer Insider sagt Axios und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
Ein israelischer Insider sagt Axios und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge außerdem, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Ghalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.
Zuvor hatte Donald Trump von Verhandlungen zwischen den USA und Iran gesprochen. Iran hatte jedoch dementiert, dass es Gespräche gegeben habe.
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Reederverband warnt vor realem Risiko, im Golf beschossen zu werden
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) ist in großer Sorge um die Sicherheit der Handelsschifffahrt im Persischen Golf. Seit Beginn des Kriegs Ende Februar sitzen in der Region mehr als 2000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten fest, wie VDR-Präsidentin Gaby Bornheim sagte. Darunter seien mindestens 50 Schiffe von zehn deutschen Reedereien mit etwa 1000 Seeleuten an Bord. Rund 20 Handelsschiffe seien bereits attackiert worden. »Es hat Verletzte und Tote gegeben.«
Brennender Öltanker nach einem iranischen Angriff nahe Basra, Irak (am 11. März). Foto: AP
Die vor allem für den Öltransport wichtige Straße von Hormus sei faktisch gesperrt. »Die iranischen Streitkräfte haben sehr schnell nach Ausbruch der kriegerischen Handlungen die Schiffe direkt angesprochen und ihnen gedroht, sie in Brand zu setzen, wenn sie die Straße von Hormus passieren«, sagte Bornheim.
Die Versorgungslage der Seeleute an Bord der Schiffe im Persischen Golf bezeichnete VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger als gut. Die Schiffe hätten Proviant für rund vier Wochen an Bord und es gebe auch die Möglichkeit zur Versorgung von Land. Aber: »Das Risiko beschossen zu werden, ist real.«
Die deutsche Handelsflotte umfasste im vergangenen Jahr 1716 Schiffe, minimal weniger als im Jahr zuvor, wie Bornheim sagte. Zum Vergleich: Die USA verfügten nur über rund 80 hochseetaugliche Handelsschiffe im internationalen Verkehr, wollten dies aber ändern. Deutschland habe damit die siebtgrößte Handelsflotte der Welt. Davor liegen Griechenland, China, Singapur, Japan, Hongkong und Südkorea.
Die Versorgungslage der Seeleute an Bord der Schiffe im Persischen Golf bezeichnete VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger als gut. Die Schiffe hätten Proviant für rund vier Wochen an Bord und es gebe auch die Möglichkeit zur Versorgung von Land. Aber: »Das Risiko beschossen zu werden, ist real.«
Die deutsche Handelsflotte umfasste im vergangenen Jahr 1716 Schiffe, minimal weniger als im Jahr zuvor, wie Bornheim sagte. Zum Vergleich: Die USA verfügten nur über rund 80 hochseetaugliche Handelsschiffe im internationalen Verkehr, wollten dies aber ändern. Deutschland habe damit die siebtgrößte Handelsflotte der Welt. Davor liegen Griechenland, China, Singapur, Japan, Hongkong und Südkorea.
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Keir Starmer: Bin über Gespräche zwischen USA und Iran informiert
Der britische Premierminister Keir Starmer ist eigenen Angaben zufolge über die Gespräche zwischen den USA und Iran informiert. Die Priorität liege darauf, »eine Verhandlungslösung zu erzielen, die dem Iran strenge Auflagen auferlegt, insbesondere im Hinblick auf Atomwaffen«, wie Starmer nach Angaben der »New York Times« sagte.
Demnach äußerte Starmer zwar die Hoffnung auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten, fügte jedoch hinzu, dass er hinsichtlich der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen »davon ausgehen müsse, dass dies möglicherweise nicht der Fall sein wird«.
Demnach äußerte Starmer zwar die Hoffnung auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten, fügte jedoch hinzu, dass er hinsichtlich der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen »davon ausgehen müsse, dass dies möglicherweise nicht der Fall sein wird«.
Foto:: TOBY MELVILLE / AFP
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Leseempfehlung: Jubeln die Ajatollahs bald über den nächsten Taco-Moment von Trump?
Ein Regimesturz in Iran ist nicht absehbar, das Atomprogramm existiert noch. Nun konzentriert sich der US-Präsident auf die Straße von Hormus. Donald Trump will mit einem Ultimatum erzwingen, woran Iraks Diktator Saddam Hussein einst scheiterte. Lesen Sie hier den Text unseres Kollegen Dominik Peters.
Foto der US-Marine zeigt USS »Abraham Lincoln«: Kommt es zum »Taco«-Moment? Foto: Zachary Pearson / U.S. Navy / Getty Images
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Kurzanalyse: Was steckt hinter Trumps Behauptung, es gebe Gespräche mit Iran?
US-Präsident Donald Trump hat mit einem Social-Media-Post Verwirrung ausgelöst, in dem er behauptet: Die USA und Iran verhandelten über eine »vollständige Beilegung« des Konflikts im Nahen Osten. Gleichzeitig verschob er die angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage. Noch am Samstag hatte Trump damit gedroht, sie bombardieren zu lassen, falls Teheran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder öffne. Durch sie wird normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert. Iran hat sie als Reaktion auf den amerikanisch-israelischen Angriff weitgehend gesperrt.
Das Regime in Teheran widersprach umgehend. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars erklärte, es habe keine direkten Gespräche zwischen beiden Ländern gegeben. Das Außenministerium legte nach: Trumps wolle mit seinem Post nur die Energiepreise drücken und Zeit für die Umsetzung seiner Kriegspläne gewinnen.
Was Trumps Ankündigung wirklich bedeutet, ist deshalb unklar. Ob tatsächlich Gespräche stattfinden oder der Präsident vor allem die Märkte zu Wochenbeginn beruhigen will, ist ungewiss. Es ist außerdem nicht das erste Mal in diesem Krieg, dass Trump an einem Tag etwas ankündigt und am nächsten das Gegenteil.
Das Regime in Teheran widersprach umgehend. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars erklärte, es habe keine direkten Gespräche zwischen beiden Ländern gegeben. Das Außenministerium legte nach: Trumps wolle mit seinem Post nur die Energiepreise drücken und Zeit für die Umsetzung seiner Kriegspläne gewinnen.
Was Trumps Ankündigung wirklich bedeutet, ist deshalb unklar. Ob tatsächlich Gespräche stattfinden oder der Präsident vor allem die Märkte zu Wochenbeginn beruhigen will, ist ungewiss. Es ist außerdem nicht das erste Mal in diesem Krieg, dass Trump an einem Tag etwas ankündigt und am nächsten das Gegenteil.
Es gibt jedoch Hinweise, dass Vermittlungsbemühungen durch Drittstaaten im Gang sind. Kurz vor Trumps Post hatte der omanische Außenminister Badr Albusaidi mitgeteilt, sein Land arbeite an »sicheren Durchfahrtsarrangements« für die Straße von Hormus. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios haben auch die Außenminister der Türkei, Ägyptens und Pakistans in den vergangenen zwei Tagen getrennte Gespräche sowohl mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff als auch mit Irans Außenminister Abbas Araghchi geführt.
Die Vorzeichen für direkte Verhandlungen dürften eher schlecht stehen – schließlich haben die USA innerhalb des vergangenen Jahres bereits zweimal mit dem iranischen Regime verhandelt, um es dann im Laufe der Gespräche anzugreifen.
Die Vorzeichen für direkte Verhandlungen dürften eher schlecht stehen – schließlich haben die USA innerhalb des vergangenen Jahres bereits zweimal mit dem iranischen Regime verhandelt, um es dann im Laufe der Gespräche anzugreifen.
Foto: Alex Brandon / AP
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Auswärtiges Amt stellt sich klar hinter Botschafter Seibert
Das Auswärtige Amt hat sich nach der scharfen Kritik des israelischen Außenministers Gideon Sa’ar an Äußerungen zur Siedlergewalt klar hinter den deutschen Botschafter Steffen Seibert gestellt. »Es ist ganz klar, dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben«, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Sa'ar gestern Abend angerufen und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates Israel sei. Der Minister habe auch erneut angesprochen, dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im Westjordanland brauche.
»Damit ist die Sache auch ausgeräumt«, ergänzte der Sprecher.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Sa'ar gestern Abend angerufen und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates Israel sei. Der Minister habe auch erneut angesprochen, dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im Westjordanland brauche.
»Damit ist die Sache auch ausgeräumt«, ergänzte der Sprecher.
Seibert, Wadephul (am 10.03.2026). Foto: Sebastian Gollnow / dpa
Israels Außenminister kanzelt Botschafter Seibert ab
Steffen Seibert wird dieses Jahr planmäßig den Posten als deutscher Botschafter in Israel räumen. Kurz vor Ende seiner Amtszeit ist der ehemalige Pressesprecher von Altkanzlerin Angela Merkel schwer angegangen worden – von Gideon Sa’ar, dem israelischen Außenminister. Der Grund: eine Botschaft bei X. Seibert hatte den Tod eines israelischen Avocadofarmers beklagt, ebenso wie die mehr als Hundert verletzten Israelis in Arad und Dimona. Zudem hatte er darauf hingewiesen, dass im Schatten des Zweifrontenkriegs israelische Siedler im Westjordanland nach dem Tod einer der Ihren wüten und die Angriffe auf Palästinenser immer öfter und immer brutaler werden.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Michael Kappeler / picture alliance / dpa
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Medienbericht: Iran hat Trump zufolge »dringendes« Interesse an Einigung
Eine Einigung zwischen den USA und Iran könnte innerhalb von fünf Tagen oder weniger zustande kommen, erklärte US-Präsident Donald Trump dem Fernsehsender Fox Business. Iran habe daran ein »dringendes« Interesse.
Nach Angaben der Fox-Journalistin Maria Bartiromo sagte Trump, die jüngsten Gespräche zwischen den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner und Iran hätten am Sonntagabend stattgefunden. Eine iranische Quelle hatte zuvor dementiert, dass es Gespräche zwischen den USA und Iran gegeben hätte.
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Dax springt nach Trump-Post nach oben
Der Dax hat infolge der Aussagen Donald Trumps, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke fliegen zu lassen, eine Kehrtwende hingelegt. Der deutsche Leitindex sprang nach einem Minus am Vormittag deutlich nach oben, gegen Mittag lag er mit 2,64 Prozent im Plus bei 22.972 Punkten. Ähnlich sah es beim MDax der mittelgroßen Unternehmen aus, der zuletzt ebenfalls um 2,64 Prozent auf 28.531 zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erholte sich ähnlich deutlich. Auch an den zuvor schwach erwarteten US-Börsen zeichnen sich nun Gewinne ab.
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Merz zu Trump-Telefonat: »Unser Austausch wird bald fortgesetzt«
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntag in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump seine Bedenken gegenüber den von Trump angedrohten Angriffen auf iranische Kraftwerke geäußert. Das teilte Merz bei einer Pressekonferenz zum Ausgang der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz in der CDU-Parteizentrale in Berlin mit. Er begrüßte in diesem Zuge auch Trumps Ankündigung, sein Ultimatum um fünf Tage zu verlängern. Trump hatte zuvor gedroht, in der Nacht zum Dienstag Energieanlagen in Iran zu vernichten, sollte Iran bis dahin nicht die Straße von Hormus für den Verkehr internationaler Tanker freigeben. Merz hatte am Sonntag auf dem Kurznachrichten-Kanal X bekannt gegeben, dass er mit Trump gesprochen habe. Dabei sei es um die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine gegangen. »Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt«, teilte Merz weiter mit. Nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius dauerte das Gespräch ungefähr eine halbe Stunde.
Foto: Filip Singer / EPA
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Spritpreise in den USA steigen stärker als in allen vorherigen Golfkriegen
An US-Tankstellen verteuern sich Kraftstoffe von Tag zu Tag. Normalbenzin der Standardsorte Regular kostet an diesem Montag im Landesdurchschnitt knapp 3,96 Dollar je Gallone (3,79 Liter), wie aus einer Aufstellung des Automobilclubs AAA hervorgeht. Das ist rund ein Dollar mehr als vor Beginn von Donald Trumps Irankrieg. Für Diesel werden im Mittel sogar 5,28 Dollar je Gallone verlangt – 1,51 Dollar mehr als vor den ersten Militärschlägen der USA und Israels.
Laut einer Recherche der »Washington Post« sind die US-Spritpreise schon jetzt deutlich stärker gestiegen als in allen anderen vorherigen Golfkriegen mit US-Beteiligung. Im Laufe des vergangenen Monats hätten sich Kraftstoffe im Landesdurchschnitt um mehr als 23 Prozent verteuert, berichtete die Zeitung am Sonntag. Das war der steilste Anstieg seit mindestens 1990. Weder im Kuwaitkrieg von 1991 noch im Irakkrieg von 2003 stiegen die Preise auch nur annähernd so abrupt. In der Energiekrise von 2022 nach Russlands Überfall auf die Ukraine waren es einmal knapp 20 Prozent pro Monat.
Laut einer Recherche der »Washington Post« sind die US-Spritpreise schon jetzt deutlich stärker gestiegen als in allen anderen vorherigen Golfkriegen mit US-Beteiligung. Im Laufe des vergangenen Monats hätten sich Kraftstoffe im Landesdurchschnitt um mehr als 23 Prozent verteuert, berichtete die Zeitung am Sonntag. Das war der steilste Anstieg seit mindestens 1990. Weder im Kuwaitkrieg von 1991 noch im Irakkrieg von 2003 stiegen die Preise auch nur annähernd so abrupt. In der Energiekrise von 2022 nach Russlands Überfall auf die Ukraine waren es einmal knapp 20 Prozent pro Monat.
Der immer teurere Sprit konterkariert Trumps zentrales Wahlkampfversprechen: Die Energiepreise binnen 12 bis 18 Monaten nach Amtsantritt zu halbieren – und so den Anstieg der Lebenshaltungskosten einzubremsen. Tatsächlich jedoch sind in den 14 Monaten seiner zweiten Präsidentschaft die Verbraucherpreise für Strom, Gas, Benzin sowie vor allem für Diesel gestiegen. Insbesondere Eigentümer von Nutzfahrzeugen wie Trucker oder Farmerinnen haben immer höhere Kosten durch den immer teureren Kraftstoff. Dies könnte auch die Preise für Lebensmittel und andere Güter hochtreiben.
Um den Preisanstieg an den internationalen Ölmärkten einzudämmen, hat Trumps Regierung am Wochenende ihre Sanktionen gegen Iran gelockert – mitten im Krieg gegen das Regime in Teheran. Es ist nicht ihre einzige skurril anmutende Maßnahme, wie diese SPIEGEL-Analyse zeigt.
Um den Preisanstieg an den internationalen Ölmärkten einzudämmen, hat Trumps Regierung am Wochenende ihre Sanktionen gegen Iran gelockert – mitten im Krieg gegen das Regime in Teheran. Es ist nicht ihre einzige skurril anmutende Maßnahme, wie diese SPIEGEL-Analyse zeigt.
Eine Tankstelle im US-Bundesstaat Wisconsin wird mit frischem Benzin versorgt. Foto: Mark Hertzberg / ZUMA Press Wire / IMAGO
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Iran dementiert Verhandlungen mit den USA
Iran hat Aussagen von US-Präsident Trump dementiert, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington laufen. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans Revolutionswächtern nahestehen.
Fars zitierte eine anonyme Quelle im iranischen Machtapparat, wonach Trump zurückgerudert sei, nachdem er gehört habe, dass alle Kraftwerke in Westasien Ziele iranischer Angriffe sein würden. Tasnim schrieb, Trump habe sich »vom Druck der Finanzmärkte« überzeugen lassen. Iran werde die Verteidigung fortsetzen, »bis die notwendige Abschreckung erreicht ist«.
Fars zitierte eine anonyme Quelle im iranischen Machtapparat, wonach Trump zurückgerudert sei, nachdem er gehört habe, dass alle Kraftwerke in Westasien Ziele iranischer Angriffe sein würden. Tasnim schrieb, Trump habe sich »vom Druck der Finanzmärkte« überzeugen lassen. Iran werde die Verteidigung fortsetzen, »bis die notwendige Abschreckung erreicht ist«.
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Kurzanalyse: Ölpreise fallen abrupt nach Trump-Post
Die Hoffnung auf Entspannung im Irankrieg lässt Preise an den internationalen Ölmärkten schlagartig fallen. Binnen weniger Minuten nach Donald Trumps Ankündigung, das Ultimatum gegen Iran zu verlängern, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen, hat sich Rohöl der Nordsee-Referenzsorte Brent um gut acht US-Dollar auf etwa 104 US-Dollar je Barrel (159 Liter) verbilligt, also rund 90 Euro. Ein Fass der US-Sorte WTI wird derzeit mit etwas mehr als 90 US-Dollar, rund 78 Euro, gehandelt, also rund sechs Dollar weniger als vor Trumps Truth-Social-Post.
Der Krieg ist damit noch längst nicht beendet – und die durch ihn ausgelöste Energiekrise auch nicht. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) sind die derzeitigen Angebotsausfälle infolge der faktischen Blockade der Meerenge von Hormus größer als bei den beiden Ölschocks der Siebzigerjahre zusammen. In den Krisen 1973 und 1979 seien jeweils etwa fünf Millionen Barrel pro Tag nicht auf den Markt gekommen, zusammmen also 10 Millionen Barrel, sagte IEA-Chef Fatih Birol vor dem National Press Club in Australien. »Heute jedoch – Stand heute – verzeichnen wir einen Ausfall von 11 Millionen Barrel.«
Allerdings war die Menschheit in den Siebzigerjahren noch abhängiger von Erdöl als heute. Damals machte Öl zeitweise fast 50 Prozent des globalen Primärenergieverbrauchs aus; heute sind es noch gut 30 Prozent. Auch die Weltwirtschaft hat sich verändert: Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes ist geschrumpft, der Anteil des Dienstleistungssektors gewachsen.
Allerdings war die Menschheit in den Siebzigerjahren noch abhängiger von Erdöl als heute. Damals machte Öl zeitweise fast 50 Prozent des globalen Primärenergieverbrauchs aus; heute sind es noch gut 30 Prozent. Auch die Weltwirtschaft hat sich verändert: Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes ist geschrumpft, der Anteil des Dienstleistungssektors gewachsen.
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Börsenschocks, Kampfhandlungen und Proteste: Der Krieg im Nahen Osten geht weiter, über die Region hinaus kämpfen Menschen mit den Folgen.
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Trump verlängert Ultimatum gegen Iran um fünf Tage
Donald Trump will das Pentagon anweisen, jegliche militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. Dies sei aber vom Erfolg laufender Treffen und Gespräche abhängig, schreibt Trump auf seinem Netzwerk Truth Social. In den beiden vergangenen Tagen habe es »sehr gute und produktive Gespräche« mit Iran gegeben.
Zuvor hatte Trump dem Regime in Teheran ein Ultimatum gestellt, die Straße von Hormus nicht länger für den Schiffsverkehr zu blockieren, das am Dienstagmorgen deutscher Zeit abgelaufen wäre. Sollte Iran die Meerenge nicht wieder öffnen, »werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören«.
Zuvor hatte Trump dem Regime in Teheran ein Ultimatum gestellt, die Straße von Hormus nicht länger für den Schiffsverkehr zu blockieren, das am Dienstagmorgen deutscher Zeit abgelaufen wäre. Sollte Iran die Meerenge nicht wieder öffnen, »werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören«.
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Bericht: Mossad soll vergeblich versucht haben, das iranische Regime zu stürzen
Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad wollte offenbar einen Aufstand gegen das Regime in Teheran anzetteln. Das berichtet die »New York Times« unter Berufung auf mehr als ein Dutzend aktuelle und ehemalige amerikanische und israelische Regierungsvertreter. Mossad-Chef David Barnea hatte den Plan augenscheinlich zunächst Israels Premier Benjamin Netanyahu vorgestellt, Mitte Januar dann auch Vertretern der US-Regierung in Washington.
Mossad-Chef David Barnea 2025 in Holon. Foto: Eyal Warshavsky/ SOPA Images/ Getty Images
Durch die gezielte Tötung von Regimevertretern und weitere Geheimdienstoperationen sollten Massenproteste ausgelöst werden, auch iranisch-kurdische Milzen im Nordirak sollten für einen Einmarsch vorbereitet werden. Netanyahu bezog sich laut »New York Times« auf den Mossad, um Trump davon zu überzeugen, dass ein Machtwechsel in Teheran ein realistisches Kriegsziel sei.
US-Vertreter und Experten des israelischen Militärgeheimdienstes seien hingegen von Anfang an skeptisch gewesen. Hochrangige US-Militärs hätten Trump gewarnt, dass die Iranerinnen und Iraner nicht auf die Straße gingen, solange Bomben fielen.
Mittlerweile kämen laut »New York Times« sowohl amerikanische als auch israelische Geheimdienste zu dem Schluss, dass die Führung in Teheran zwar geschwächt, aber intakt sei. Netanyahu soll darüber zunehmend frustriert sein. In einer Sitzung kurz nach Kriegsbeginn habe er Unmut geäußert, dass die Mossad-Operationen keine Ergebnisse brächten – und Trump den Krieg jederzeit beenden könnte.
Mittlerweile kämen laut »New York Times« sowohl amerikanische als auch israelische Geheimdienste zu dem Schluss, dass die Führung in Teheran zwar geschwächt, aber intakt sei. Netanyahu soll darüber zunehmend frustriert sein. In einer Sitzung kurz nach Kriegsbeginn habe er Unmut geäußert, dass die Mossad-Operationen keine Ergebnisse brächten – und Trump den Krieg jederzeit beenden könnte.
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Israels Außenminister kanzelt Botschafter Seibert ab
Steffen Seibert wird dieses Jahr planmäßig den Posten als deutscher Botschafter in Israel räumen. Kurz vor Ende seiner Amtszeit ist der ehemalige Pressesprecher von Altkanzlerin Angela Merkel schwer angegangen worden – von Gideon Sa’ar, dem israelischen Außenminister. Der Grund: eine Botschaft bei X. Seibert hatte den Tod eines israelischen Avocadofarmers beklagt, ebenso wie die mehr als Hundert verletzten Israelis in Arad und Dimona. Zudem hatte er darauf hingewiesen, dass im Schatten des Zweifrontenkriegs israelische Siedler im Westjordanland nach dem Tod einer der Ihren wüten und die Angriffe auf Palästinenser immer öfter und immer brutaler werden.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Michael Kappeler / picture alliance / dpa
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Israelisches Militär tötet versehentlich israelischen Zivilisten
Ein israelischer Zivilist ist am Sonntag in einem Kibbuz an der Grenze zum Libanon versehentlich von israelischen Truppen getötet worden, wie ein Militärsprecher laut dem Nachrichtenportal »Haaretz« mitteilte. Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei durch Beschuss der Hisbollah-Miliz getötet worden. Doch aktuellen Erkenntnissen des israelischen Militärs zufolge wurde der Mann, Ofer Moskowitz, durch Artilleriefeuer getötet, das zur Unterstützung der im Südlibanon operierenden Streitkräfte abgefeuert wurde.
Ein Militärsprecher sagte, der Vorfall sei auf »mehrere schwerwiegende operative Versäumnisse und Fehler sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung des Beschusses« zurückzuführen. Er fügte hinzu, dass die Granaten in einem falschen Winkel und nicht gemäß den vorgeschriebenen Verfahren abgefeuert worden seien.
Ein Militärsprecher sagte, der Vorfall sei auf »mehrere schwerwiegende operative Versäumnisse und Fehler sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung des Beschusses« zurückzuführen. Er fügte hinzu, dass die Granaten in einem falschen Winkel und nicht gemäß den vorgeschriebenen Verfahren abgefeuert worden seien.
Foto: Odd Andersen / AFP
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Gold- und Silberpreise brechen weiter ein
Die Preise für Gold und Silber haben zum Handelsstart erneut nachgegeben. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostet weniger als 4300 Dollar (in der Grafik unten handelt es sich um den Goldpreis in Euro) und damit fast fünf Prozent weniger als am Freitagabend. Seit dem Start des Irankriegs büßte der Goldpreis mehr als 18 Prozent ein, nachdem er in den ersten Tagen des Kriegs noch bis auf fast 5420 Dollar gestiegen war.
Und eigentlich ist das auch der Trend: In vielen anderen Kriegen und Krisen galt Gold als der sogenannte sichere Hafen. Im Irankrieg ist das nicht so und das hat Gründe: Die im Irankrieg stark gestiegenen Ölpreise haben die Inflationsrisiken erhöht und die Aussichten auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve und anderer Zentralbanken verringert. Höhere Zinsen belasten tendenziell Edelmetalle, da sie keine Zinsen abwerfen.
Noch drastischer ist die Entwicklung beim Silber. Der Preis für eine Feinunze Silber büßte seit Ende Januar fast die Hälfte seines Rekordstands von knapp 122 Dollar ein. Am Morgen gab der Silberpreis weitere fünf Prozent auf 64,25 Dollar ab.
Foto: CFOTO / picture alliance
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Gesundheitsministerium: Mehr als 4700 Verletzte in Israel
Das israelische Gesundheitsministerium hat seine Opferzahlen im Irankrieg aktualisiert. 4713 Menschen seien seit seinem Start in Krankenhäuser gebracht worden, zitiert das israelische Nachrichtenportal »Haaretz« die Behörde, 123 Menschen befinden sich demnach weiter im Krankenhaus. Der Zustand von 15 Menschen sei ernst. Seit Kriegsbeginn gab es auch schon Berichte über Todesopfer in Israel, so starben vergangene Woche zwei Menschen bei einem iranischen Raketenangriff auf die Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv.
In Iran und im Libanon liegen die Opferzahlen offenbar deutlich höher. Iranische Staatsmedien berichten seit Kriegsbeginn von mehr als 1500 getöteten Menschen in Iran, im Libanon ist von mehr als 1000 Toten die Rede.
In Iran und im Libanon liegen die Opferzahlen offenbar deutlich höher. Iranische Staatsmedien berichten seit Kriegsbeginn von mehr als 1500 getöteten Menschen in Iran, im Libanon ist von mehr als 1000 Toten die Rede.
Ein Mann am Sonntag vor Trümmern in der südisraelischen Stadt Dimona. Foto: John Wessels / AFP
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IEA-Chef warnt vor Bedrohung der Energiesicherheit
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat vor der »größten Bedrohung der Energiesicherheit in der Geschichte der Menschheit« gewarnt. »Ich habe nicht den Eindruck, dass die politischen Entscheidungsträger die Tragweite des Problems, in dem wir uns befinden, schon verstanden haben«, sagte Birol der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«.
Fatih Birol am 6. März in Brüssel. Foto: Omar Havana / AP / dpa
Birol kritisiert auch den Atomausstieg. »Die Situation wäre heute nicht so schlimm, wenn Deutschland die Kernkraftwerke noch hätte«, sagte er der Zeitung. Die Bundesrepublik habe mit der Abkehr von der Kernenergie einen riesigen strategischen Fehler begangen. Mehr zu den Aussagen Birols lesen Sie hier.
Wegen des durch den Irankrieg ausgelösten Ölpreisschocks rechnen Ökonomen mit einer deutlich anziehenden Inflation und einem Dämpfer für die Konjunkturerholung in Deutschland.
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Israel und USA bezweifeln offenbar, Irans Nuklearprogramm dauerhaft blockieren zu können
Neues Kriegsziel: die Kriegsfolgen abmildern? Laut einem Bericht der »Washington Post« haben Sicherheitsbeamte aus Israel und den Vereinigten Staaten Zweifel daran, dass die ursprünglichen Ziele der beiden Länder im Irankrieg überhaupt erreicht werden können. Demnach sei es zweifelhaft, ob es überhaupt noch erreichbar ist, das Regime in Teheran zu stürzen und das iranische Nuklearprogramm zu verhindern.
Dem Bericht zufolge geht es den Amerikanern und Israelis inzwischen vor allem darum, die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen. Die iranische Blockade der Seestraße hat schwere Folgen für den weltweiten Ölhandel. Wie Donald Trump einen globalen Finanzcrash provoziert, lesen Sie hier.
Dem Bericht zufolge geht es den Amerikanern und Israelis inzwischen vor allem darum, die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen. Die iranische Blockade der Seestraße hat schwere Folgen für den weltweiten Ölhandel. Wie Donald Trump einen globalen Finanzcrash provoziert, lesen Sie hier.
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Bericht: Stromausfall in weiten Teilen Teherans
In großen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran ist einem Bericht der »New York Times« zufolge der Strom ausgefallen. Die Zeitung berichtet unter Berufung auf mehrere Bewohner verschiedener Stadtviertel. Die Informationen aus Iran lassen sich nicht unabhängig überprüfen, es ist schwer, überhaupt Informationen zu sammeln: Seit Kriegsbeginn hat das Regime in Teheran eine Internetsperre für die Menschen in Iran verhängt.
Der Bericht über Stromausfälle folgt israelischen Angriffen am Morgen. Das israelische Militär teilte mit, dass man mit einer neuen Angriffswelle gegen iranische Infrastruktur begonnen habe. Gegen welche Art der Infrastruktur sich die Angriffe richteten, blieb offen. Iranische Medien berichten über Explosionen in ganz Teheran. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf die Kraftwerke Irans gedroht, sollte das Regime die Straße von Hormus nicht wieder vollständig öffnen. Ein Ultimatum dafür läuft aber erst am Dienstagmorgen ab.
Der Bericht über Stromausfälle folgt israelischen Angriffen am Morgen. Das israelische Militär teilte mit, dass man mit einer neuen Angriffswelle gegen iranische Infrastruktur begonnen habe. Gegen welche Art der Infrastruktur sich die Angriffe richteten, blieb offen. Iranische Medien berichten über Explosionen in ganz Teheran. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf die Kraftwerke Irans gedroht, sollte das Regime die Straße von Hormus nicht wieder vollständig öffnen. Ein Ultimatum dafür läuft aber erst am Dienstagmorgen ab.
Rauch über Teheran (das Foto ist vom 3. März). Foto: Vahid Salemi / AP / dpa
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Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus-Ultimatum
Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von Donald Trump an Iran ein Umdenken gefordert. Der US-Präsident solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die Führung in Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X. »Das Regime muss demontiert werden, Iran selbst aber geschützt bleiben«, erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten.
Reza Pahlavi in München. Foto: Michael Bihlmayer / ddp
Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.
Sowohl Pahlavi als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und »ohne Drohungen« öffnen.
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Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien
Mehrere Golfstaaten berichten von Attacken: Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärt, zwei Marschflugkörper im Anflug auf die Hauptstadt Riad entdeckt zu haben. Eine Rakete sei abgefangen worden, die andere sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilt mit, die Streitkräfte des Landes »reagieren derzeit auf eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus Iran«.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilt mit, die Streitkräfte des Landes »reagieren derzeit auf eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus Iran«.
In Bahrain sind derweil Luftschutzsirenen zu hören. Das Innenministerium wies die Bürgerinnen und Bürger des Landes in Onlinediensten auf, »Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben«.
Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden im emiratischen Abu Dhabi gemeldet, dass ein indischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt worden sei.
Mehr zum Dilemma der Golfstaaten im Irankrieg erfahren Sie hier. Und mehr dazu, wie die iranischen Attacken Dubais Geschäftsmodell gefährden, hat SPIEGEL-Korrespondentin Dunja Ramadan hier aufgeschrieben.
Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden im emiratischen Abu Dhabi gemeldet, dass ein indischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt worden sei.
Mehr zum Dilemma der Golfstaaten im Irankrieg erfahren Sie hier. Und mehr dazu, wie die iranischen Attacken Dubais Geschäftsmodell gefährden, hat SPIEGEL-Korrespondentin Dunja Ramadan hier aufgeschrieben.
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Nach Trumps Ultimatum: Börsen in Asien im Minus – Ölpreis steigt
Die Börsen in Asien haben die Handelswoche nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an die iranische Führung deutlich im Minus begonnen.
- Japans Leitindex Nikkei 225 rutschte nach der feiertagsbedingten Handelspause am Freitag zur Eröffnung zeitweise um knapp fünf Prozent ab.
- Südkoreas Leitindex Kospi begann die Woche ebenfalls mit rund fünf Prozent im Minus.
- In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong sank der Index Hang Seng um etwa 2,8 Prozent,
- während in China der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem Festland abbildet, zum Start zeitweise 1,4 Prozent nachgab.
Auch auf den Ölpreis haben die Entwicklungen im Irankrieg starke Auswirkungen. Der Preis für Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent pendelte weiter deutlich über der 100-Dollar-Marke bei etwa 112 US-Dollar pro Fass (159 Liter). Er lag damit mehr als 50 Prozent im Plus gegenüber dem Preisniveau vor Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran.
In der Nacht zu Sonntag (MEZ) hatte Trump den Machthabern in Iran mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und »ohne Drohungen« öffnen. Die Führung in Teheran drohte ihrerseits mit der vollständigen Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge.
Mehr Hintergründe zur neuen Inflationsangst hier: Sprit wird wegen des Irankriegs drastisch teurer, damit der Transport und alles andere: Lebensmittel, Maschinen, Haushaltsprodukte. Was auf die Menschen in Deutschland zukommt.
Mehr Hintergründe zur neuen Inflationsangst hier: Sprit wird wegen des Irankriegs drastisch teurer, damit der Transport und alles andere: Lebensmittel, Maschinen, Haushaltsprodukte. Was auf die Menschen in Deutschland zukommt.
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Israel startet »groß angelegte« Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat erneut mit einer »groß angelegten« Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt begonnen. Die Angriffe zielten auf »Infrastruktur des iranischen Terrorregimes« in Teheran ab, heißt es in einer Mitteilung bei Telegram.
Iranische Medien berichteten von Explosionen und Angriffen in Teheran. »Explosionen zu hören in Teheran«, hieß es von der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Mehr. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars meldete »Luftangriffe auf Teile von Teheran« und nannte fünf Gebiete, aus denen »schreckliche Geräusche von Explosionen« gemeldet worden seien.
Iranische Medien berichteten von Explosionen und Angriffen in Teheran. »Explosionen zu hören in Teheran«, hieß es von der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Mehr. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars meldete »Luftangriffe auf Teile von Teheran« und nannte fünf Gebiete, aus denen »schreckliche Geräusche von Explosionen« gemeldet worden seien.
Frau in einem beschädigten Haus in Teheran (am 15. März). Foto: Vahid Salemi / AP / dpa
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IEA warnt vor womöglich schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat angesichts des Irankriegs vor der womöglich schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten gewarnt. Während der zwei aufeinanderfolgenden Ölkrisen in den Siebzigerjahren habe die Welt »jeweils etwa fünf Millionen Barrel Erdöl pro Tag verloren«, sagte Birol dem nationalen Presseklub im australischen Sydney. »Bis heute haben wir elf Millionen Barrel pro Tag verloren, also mehr als zwei große Ölschocks zusammengenommen.«
Birol sprach außerdem angesichts der Blockade der für den weltweiten Seehandel wichtigen Straße von Hormus von einer »großen Bedrohung« für die Weltwirtschaft. »Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben, wenn sie sich weiter in diese Richtung entwickelt«, sagte er. Daher seien globale Anstrengungen erforderlich. »Ich hoffe sehr, dass dieses Problem so bald wie möglich gelöst wird.«
Birol sprach außerdem angesichts der Blockade der für den weltweiten Seehandel wichtigen Straße von Hormus von einer »großen Bedrohung« für die Weltwirtschaft. »Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben, wenn sie sich weiter in diese Richtung entwickelt«, sagte er. Daher seien globale Anstrengungen erforderlich. »Ich hoffe sehr, dass dieses Problem so bald wie möglich gelöst wird.«
Fatih Birol. Foto: Ludovic Marin / AFP / dpa
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist die von den iranischen Revolutionswächtern kontrollierte Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, faktisch gesperrt. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen. (In diesem Video erfahren Sie mehr über die Bedeutung der Handelsroute.)
Als Reaktion auf die Preissteigerungen beschloss die IEA Mitte März, 426 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freizugeben. Es ist die sechste Freigabe strategischer Reserven in der Geschichte der vor mehr als 50 Jahren gegründeten IEA und die bislang größte. Birol erklärte nun, die IEA erwäge die Freigabe weiterer Ölreserven. Man berate sich dazu mit Regierungen in Asien und Europa.
- Mehr Hintergründe hier: Auf diese Pipeline kommt es jetzt an
Frachtschiffe nahe der Straße von Hormus (am 11. März). Foto: REUTERS
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Keir Starmer bereitet sich auf Iran-Krisensitzung vor
Der britische Premierminister hat mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Dabei ging es hauptsächlich um die Lage im Nahen Osten, wie es aus der Downing Street hieß. Heute will Keir Starmer ein Krisentreffen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankriegs leiten. An der Sitzung werden Regierungsangaben zufolge unter anderem Finanzministerin Rachel Reeves und der Chef der Bank of England, Andrew Bailey, teilnehmen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Energiesicherheit, die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten sowie die Folgen der Krise für Familien und Unternehmen.
Großbritannien beobachtet die Lage im Nahen Osten mit besonderer Besorgnis: Das Land ist stark von Erdgasimporten abhängig. Der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle forderte bereits wenige Tage nach Kriegsbeginn, die Anstrengungen für mehr Wind- und Solarkraftwerke zu verdoppeln.
Mehr dazu, wie der Irankrieg die Energiepolitik in vielen Ländern umwälzt, erfahren Sie hier.
Großbritannien beobachtet die Lage im Nahen Osten mit besonderer Besorgnis: Das Land ist stark von Erdgasimporten abhängig. Der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle forderte bereits wenige Tage nach Kriegsbeginn, die Anstrengungen für mehr Wind- und Solarkraftwerke zu verdoppeln.
Mehr dazu, wie der Irankrieg die Energiepolitik in vielen Ländern umwälzt, erfahren Sie hier.
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Israel will Bodeneinsatz im Libanon ausweiten
Israels Armee hat eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. »Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen«, erklärte Armeechef Ejal Samir. Es handele sich einen »langwierigen Einsatz«. Die Armee bereite sich nun darauf vor, »die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben«.
Ein Armeesprecher ergänzte, die Ausweitung der Bodeneinsätze werde in der kommenden Woche beginnen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hatte angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah-Miliz zuvor vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt.
Ein Armeesprecher ergänzte, die Ausweitung der Bodeneinsätze werde in der kommenden Woche beginnen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hatte angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah-Miliz zuvor vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt.
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Luftangriffe auf proiranische Miliz im Irak
Eine proiranische Miliz im Irak ist am Sonntag zum Ziel von Luftangriffen geworden. Bei den Angriffen seien Stellungen des Netzwerks Hasched al-Schaabi südlich von Bagdad attackiert worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Verletzt worden sei niemand.
Auch der Flughafen in Bagdad wurde am Sonntag erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der Nacht zum Sonntag gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. In der Nacht waren demnach mehrere Raketen in der Nähe der US-Einrichtungen eingeschlagen.
Auch der Flughafen in Bagdad wurde am Sonntag erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der Nacht zum Sonntag gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. In der Nacht waren demnach mehrere Raketen in der Nähe der US-Einrichtungen eingeschlagen.
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Israels Militär rechnet noch mit wochenlangen Kämpfen
Das israelische Militär geht davon aus, dass die Kämpfe gegen Iran und die Hisbollah-Miliz noch Wochen andauern werden. Zu den schweren Treffern iranischer Raketen im Süden Israels erklärte ein Militärsprecher, es seien zwar mehr als 90 Prozent der anfliegenden Raketen abgefangen worden – die Luftverteidigung biete jedoch keinen hundertprozentigen Schutz.
Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten. Bei den Angriffen auf die Städte Arad und Dimona waren mehr als 160 Menschen verletzt worden.
Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten. Bei den Angriffen auf die Städte Arad und Dimona waren mehr als 160 Menschen verletzt worden.
Von iranischer Rakete zerstörtes Gebäude in Dimona (Israel). Foto: Ariel Schalit / AP / dpa
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Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus-Ultimatum
Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs und Galionsfigur der iranischen Opposition, hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump zur Straße von Hormus ein Umdenken gefordert. Trump solle dies überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung in Iran verschonen, forderte Pahlavi auf X. »Das Regime muss demontiert werden, Iran selbst aber geschützt bleiben«, erklärte Pahlavi.
Er appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei. »Iran ist nicht die Islamische Republik«, so Pahlavi.
Er appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei. »Iran ist nicht die Islamische Republik«, so Pahlavi.
Sowohl er als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Trump drohte Teheran in der Nacht zum Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung iranischer Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und »ohne Drohungen« öffnen.
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Wann Trumps 48-Stunden-Ultimatum genau abläuft
Donald Trump hat Iran ultimativ aufgefordert, die Straße von Hormus nicht länger für den Schiffsverkehr zu blockieren. Sollte Iran die Meerenge nicht wieder öffnen, »werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören«, hatte Trump in einer Nachricht auf seinem Onlinedienst Truth Social gedroht.
Trumps Erklärung wurde am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Sonntag 1.44 Uhr MEZ) veröffentlicht. Das Ultimatum gelte »ab genau diesem Zeitpunkt«, schrieb er. Demnach läuft die Frist am Dienstag um 1.44 Uhr MEZ ab. Die US-Streitkräfte würden dann zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.
Trumps Erklärung wurde am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Sonntag 1.44 Uhr MEZ) veröffentlicht. Das Ultimatum gelte »ab genau diesem Zeitpunkt«, schrieb er. Demnach läuft die Frist am Dienstag um 1.44 Uhr MEZ ab. Die US-Streitkräfte würden dann zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.
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Chef der Internationalen Atomenergiebehörde setzt auf neue Verhandlungen
»Selbst in der dunkelsten Stunde dürfen wir niemals die Hoffnung verlieren«: Trotz der eskalierenden Gewalt und der gegenseitigen Angriffe setzt Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), auf neue Gespräche zwischen den Kriegsgegnern Iran und USA.
Weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm seien trotz des Kriegs »unumgänglich«, sagte Grossi im Interview mit dem US-Sender CBS News. Das iranische Atomprogramm sei durch die Angriffe zwar zurückgeworfen worden, doch die grundlegenden Kenntnisse, die es in Iran gebe, könne man nicht wegbomben: »Sie besitzen die Fähigkeiten, das Wissen und die industriellen Ressourcen. Deshalb müssen wir zurück an den Verhandlungstisch.«
Auf die Frage, woher er seine Hoffnung auf solche Gespräche nehme, antwortete der Atomexperte, er habe »im Weißen Haus und auch mit Iran wichtige Gespräche geführt. Es bestehen Kontakte, und wir hoffen, diese Verbindung wiederherstellen zu können.«
Weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm seien trotz des Kriegs »unumgänglich«, sagte Grossi im Interview mit dem US-Sender CBS News. Das iranische Atomprogramm sei durch die Angriffe zwar zurückgeworfen worden, doch die grundlegenden Kenntnisse, die es in Iran gebe, könne man nicht wegbomben: »Sie besitzen die Fähigkeiten, das Wissen und die industriellen Ressourcen. Deshalb müssen wir zurück an den Verhandlungstisch.«
Auf die Frage, woher er seine Hoffnung auf solche Gespräche nehme, antwortete der Atomexperte, er habe »im Weißen Haus und auch mit Iran wichtige Gespräche geführt. Es bestehen Kontakte, und wir hoffen, diese Verbindung wiederherstellen zu können.«
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. Foto: Sergei Savostyanov / TASS / action press
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Trump attackiert Israels Präsidenten: »Ein jämmerlicher Kerl«
US-Präsident Donald Trump ist bekannt dafür, regelmäßig mit Journalistinnen und Journalisten zu telefonieren. Nun hat er offenbar auch mit Libby Blanca Alon vom rechtsextremen israelischen Sender »Channel 14« gesprochen – und heftig gegen Israels Präsident Isaac Herzog ausgeteilt. Dieser sei »ein Lügner«, giftete Trump, wie die Reporterin auf X schrieb.
Donald Trump mit Isaac Herzog (M.), rechts im Bild Benjamin Netanyahu. Foto: Evan Vucci / AP
Herzog habe ihm »mehrmals versprochen«, Israels Premierminister Benjamin Netanyahu zu begnadigen, »aber er hat es nie getan. Er hat mich angelogen«, so Trump demnach über Herzog. Der israelische Präsident sei »ein schwacher Mensch und ein jämmerlicher Kerl, weil er es nicht getan hat, kein Anführer.«
Gegen Netanyahu laufen derzeit sowohl ein umfangreicher Korruptionsprozess in Israel als auch ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit Israels Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen. »Bibi sollte sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf so einen Unsinn«, sagte Trump dem X-Beitrag zufolge über Netanyahu, dessen Spitzname »Bibi« ist.
Gegen Netanyahu laufen derzeit sowohl ein umfangreicher Korruptionsprozess in Israel als auch ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit Israels Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen. »Bibi sollte sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf so einen Unsinn«, sagte Trump dem X-Beitrag zufolge über Netanyahu, dessen Spitzname »Bibi« ist.
In dem Telefonat soll es auch um einen möglichen Besuch Trumps in Israel gegangen sei. Auf die Frage, ob der US-Präsident plane, zum Unabhängigkeitstag im April nach Israel zu reisen, um den Israel-Preis entgegenzunehmen, sagte Trump demnach: »Ja, sieht so aus.«
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Liebe Leserinnen und Leser,
der US-israelische Krieg gegen Iran geht in die vierte Woche. Der SPIEGEL begleitet die Ereignisse weiterhin mit einem Liveblog. Wir berichten aus dem Hamburger Newsroom und unseren Korrespondentinnen- und Korrespondentenbüros weltweit. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen







