Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Donald Trumps Ultimatum läuft: Er gibt Iran bis Dienstagmorgen (MEZ), um die Straße von Hormus wieder vollständig zu öffnen – sonst würden die USA Kraftwerke im Land zerstören.
- Iran reagiert mit Gegendrohungen: Man werde in diesem Fall US-Energieanlagen in der Region angreifen und die Meerenge komplett schließen.
- Israel greift derweil weiter Ziele in Iran an und rechnet damit, dass sich der Krieg noch wochenlang hinzieht.
- Gleichzeitig kündigt Israel eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon an.
- Der Sohn des Schahs, Reza Pahlavi, hat von Trump ein Umdenken beim Hormus-Ultimatum gefordert. Man dürfe keine zivile Infrastruktur angreifen.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Mutmaßlicher Angriff auf Stützpunkt im Indischen Ozean: Reichen Irans Raketen bis nach Deutschland?
- Rekonstruktion einer Eskalation: So stolperten die USA in den Krieg gegen Iran
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Gold- und Silberpreise brechen weiter ein
Die Preise für Gold und Silber haben zum Handelsstart erneut nachgegeben. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostet weniger als 4300 Dollar (in der Grafik unten handelt es sich um den Goldpreis in Euro) und damit fast fünf Prozent weniger als am Freitagabend. Seit dem Start des Irankriegs büßte der Goldpreis mehr als 18 Prozent ein, nachdem er in den ersten Tagen des Kriegs noch bis auf fast 5420 Dollar gestiegen war.
Und eigentlich ist das auch der Trend: In vielen anderen Kriegen und Krisen galt Gold als der sogenannte sichere Hafen. Im Irankrieg ist das nicht so und das hat Gründe: Die im Irankrieg stark gestiegenen Ölpreise haben die Inflationsrisiken erhöht und die Aussichten auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve und anderer Zentralbanken verringert. Höhere Zinsen belasten tendenziell Edelmetalle, da sie keine Zinsen abwerfen.
Noch drastischer ist die Entwicklung beim Silber. Der Preis für eine Feinunze Silber büßte seit Ende Januar fast die Hälfte seines Rekordstands von knapp 122 Dollar ein. Am Morgen gab der Silberpreis weitere fünf Prozent auf 64,25 Dollar ab.
Foto: CFOTO / picture alliance
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Israels Außenminister kanzelt Botschafter Seibert ab
Steffen Seibert wird dieses Jahr planmäßig den Posten als deutscher Botschafter in Israel räumen. Kurz vor Ende seiner Amtszeit ist der ehemalige Pressesprecher von Altkanzlerin Angela Merkel schwer angegangen worden – von Gideon Sa’ar, dem israelischen Außenminister. Der Grund: Eine Botschaft bei X. Seibert hatte den Tod eines israelischen Avocadofarmers beklagt, ebenso wie die mehr als Hundert verletzten Israelis in Arad und Dimona. Zudem hatte er darauf hingewiesen, dass im Schatten des Zweifrontenkrieges israelische Siedler im Westjordanland nach dem Tod einer der ihren wüten, die Angriffe auf Palästinenser immer öfter und immer brutaler werden.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.
Daraufhin kanzelte Sa’ar den deutschen Botschafter ab – und erklärte, es sei gut, dass bald dessen Nachfolger komme. Hierbei handelt es sich um FDP-Mann Graf Lambsdorff, der bislang den deutschen Botschafterposten in Moskau innehat. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Michael Kappeler / picture alliance / dpa
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Israelisches Militär tötet versehentlich israelischen Zivilisten
Ein israelischer Zivilist ist am Sonntag in einem Kibbuz an der Grenze zum Libanon versehentlich von israelischen Truppen getötet worden, wie ein Militärsprecher laut dem Nachrichtenportal »Haaretz« mitteilte. Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei durch Beschuss der Hisbollah-Miliz getötet worden. Doch aktuellen Erkenntnissen des israelischen Militärs zufolge wurde der Mann, Ofer Moskowitz, durch Artilleriefeuer getötet, das zur Unterstützung der im Südlibanon operierenden Streitkräfte abgefeuert wurde.
Ein Militärsprecher sagte, der Vorfall sei auf »mehrere schwerwiegende operative Versäumnisse und Fehler sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung des Beschusses« zurückzuführen. Er fügte hinzu, dass die Granaten in einem falschen Winkel und nicht gemäß den vorgeschriebenen Verfahren abgefeuert worden seien.
Ein Militärsprecher sagte, der Vorfall sei auf »mehrere schwerwiegende operative Versäumnisse und Fehler sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung des Beschusses« zurückzuführen. Er fügte hinzu, dass die Granaten in einem falschen Winkel und nicht gemäß den vorgeschriebenen Verfahren abgefeuert worden seien.
Foto: Odd Andersen / AFP
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Gesundheitsministerium: Mehr als 4700 Verletzte in Israel
Das israelische Gesundheitsministerium hat seine Opferzahlen im Irankrieg aktualisiert. 4713 Menschen seien seit seinem Start in Krankenhäuser gebracht worden, zitiert das israelische Nachrichtenportal »Haaretz« die Behörde, 123 Menschen befinden sich demnach weiter im Krankenhaus. Der Zustand von 15 Menschen sei ernst. Seit Kriegsbeginn gab es auch schon Berichte über Todesopfer in Israel, so starben vergangene Woche zwei Menschen bei einem iranischen Raketenangriff auf die Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv.
In Iran und im Libanon liegen die Opferzahlen offenbar deutlich höher. Iranische Staatsmedien berichten seit Kriegsbeginn von mehr als 1500 getöteten Menschen in Iran, im Libanon ist von mehr als 1000 Toten die Rede.
In Iran und im Libanon liegen die Opferzahlen offenbar deutlich höher. Iranische Staatsmedien berichten seit Kriegsbeginn von mehr als 1500 getöteten Menschen in Iran, im Libanon ist von mehr als 1000 Toten die Rede.
Ein Mann am Sonntag vor Trümmern in der südisraelischen Stadt Dimona. Foto: John Wessels / AFP
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IEA-Chef warnt vor Bedrohung der Energiesicherheit
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat vor der »größten Bedrohung der Energiesicherheit in der Geschichte der Menschheit« gewarnt. »Ich habe nicht den Eindruck, dass die politischen Entscheidungsträger die Tragweite des Problems, in dem wir uns befinden, schon verstanden haben«, sagte Birol der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«.
Fatih Birol am 6. März in Brüssel. Foto: Omar Havana / AP / dpa
Birol kritisiert auch den Atomausstieg. »Die Situation wäre heute nicht so schlimm, wenn Deutschland die Kernkraftwerke noch hätte«, sagte er der Zeitung. Die Bundesrepublik habe mit der Abkehr von der Kernenergie einen riesigen strategischen Fehler begangen. Mehr zu den Aussagen Birols lesen Sie hier.
Wegen des durch den Irankrieg ausgelösten Ölpreisschocks rechnen Ökonomen mit einer deutlich anziehenden Inflation und einem Dämpfer für die Konjunkturerholung in Deutschland.
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Israel und USA bezweifeln offenbar, Irans Nuklearprogramm dauerhaft blockieren zu können
Neues Kriegsziel: die Kriegsfolgen abmildern? Laut einem Bericht der »Washington Post« haben Sicherheitsbeamte aus Israel und den Vereinigten Staaten Zweifel daran, dass die ursprünglichen Ziele der beiden Länder im Irankrieg überhaupt erreicht werden können. Demnach sei es zweifelhaft, ob es überhaupt noch erreichbar ist, das Regime in Teheran zu stürzen und das iranische Nuklearprogramm zu verhindern.
Dem Bericht zufolge geht es den Amerikanern und Israelis inzwischen vor allem darum, die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen. Die iranische Blockade der Seestraße hat schwere Folgen für den weltweiten Ölhandel. Wie Donald Trump einen globalen Finanzcrash provoziert, lesen Sie hier.
Dem Bericht zufolge geht es den Amerikanern und Israelis inzwischen vor allem darum, die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen. Die iranische Blockade der Seestraße hat schwere Folgen für den weltweiten Ölhandel. Wie Donald Trump einen globalen Finanzcrash provoziert, lesen Sie hier.
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Bericht: Stromausfall in weiten Teilen Teherans
In großen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran ist einem Bericht der »New York Times« zufolge der Strom ausgefallen. Die Zeitung berichtet unter Berufung auf mehrere Bewohner verschiedener Stadtviertel. Die Informationen aus Iran lassen sich nicht unabhängig überprüfen, es ist schwer, überhaupt Informationen zu sammeln: Seit Kriegsbeginn hat das Regime in Teheran eine Internetsperre für die Menschen in Iran verhängt.
Der Bericht über Stromausfälle folgt israelischen Angriffen am Morgen. Das israelische Militär teilte mit, dass man mit einer neuen Angriffswelle gegen iranische Infrastruktur begonnen habe. Gegen welche Art der Infrastruktur sich die Angriffe richteten, blieb offen. Iranische Medien berichten über Explosionen in ganz Teheran. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf die Kraftwerke Irans gedroht, sollte das Regime die Straße von Hormus nicht wieder vollständig öffnen. Ein Ultimatum dafür läuft aber erst am Dienstagmorgen ab.
Der Bericht über Stromausfälle folgt israelischen Angriffen am Morgen. Das israelische Militär teilte mit, dass man mit einer neuen Angriffswelle gegen iranische Infrastruktur begonnen habe. Gegen welche Art der Infrastruktur sich die Angriffe richteten, blieb offen. Iranische Medien berichten über Explosionen in ganz Teheran. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf die Kraftwerke Irans gedroht, sollte das Regime die Straße von Hormus nicht wieder vollständig öffnen. Ein Ultimatum dafür läuft aber erst am Dienstagmorgen ab.
Rauch über Teheran (das Foto ist vom 3. März). Foto: Vahid Salemi / AP / dpa
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Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus-Ultimatum
Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von Donald Trump an Iran ein Umdenken gefordert. Der US-Präsident solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die Führung in Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X. »Das Regime muss demontiert werden, Iran selbst aber geschützt bleiben«, erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten.
Reza Pahlavi in München. Foto: Michael Bihlmayer / ddp
Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.
Sowohl Pahlavi als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und »ohne Drohungen« öffnen.
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Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien
Mehrere Golfstaaten berichten von Attacken: Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärt, zwei Marschflugkörper im Anflug auf die Hauptstadt Riad entdeckt zu haben. Eine Rakete sei abgefangen worden, die andere sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilt mit, die Streitkräfte des Landes »reagieren derzeit auf eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus Iran«.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilt mit, die Streitkräfte des Landes »reagieren derzeit auf eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus Iran«.
In Bahrain sind derweil Luftschutzsirenen zu hören. Das Innenministerium wies die Bürgerinnen und Bürger des Landes in Onlinediensten auf, »Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben«.
Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden im emiratischen Abu Dhabi gemeldet, dass ein indischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt worden sei.
Mehr zum Dilemma der Golfstaaten im Irankrieg erfahren Sie hier. Und mehr dazu, wie die iranischen Attacken Dubais Geschäftsmodell gefährden, hat SPIEGEL-Korrespondentin Dunja Ramadan hier aufgeschrieben.
Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden im emiratischen Abu Dhabi gemeldet, dass ein indischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt worden sei.
Mehr zum Dilemma der Golfstaaten im Irankrieg erfahren Sie hier. Und mehr dazu, wie die iranischen Attacken Dubais Geschäftsmodell gefährden, hat SPIEGEL-Korrespondentin Dunja Ramadan hier aufgeschrieben.
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Nach Trumps Ultimatum: Börsen in Asien im Minus – Ölpreis steigt
Die Börsen in Asien haben die Handelswoche nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an die iranische Führung deutlich im Minus begonnen.
- Japans Leitindex Nikkei 225 rutschte nach der feiertagsbedingten Handelspause am Freitag zur Eröffnung zeitweise um knapp fünf Prozent ab.
- Südkoreas Leitindex Kospi begann die Woche ebenfalls mit rund fünf Prozent im Minus.
- In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong sank der Index Hang Seng um etwa 2,8 Prozent,
- während in China der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem Festland abbildet, zum Start zeitweise 1,4 Prozent nachgab.
Auch auf den Ölpreis haben die Entwicklungen im Irankrieg starke Auswirkungen. Der Preis für Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent pendelte weiter deutlich über der 100-Dollar-Marke bei etwa 112 US-Dollar pro Fass (159 Liter). Er lag damit mehr als 50 Prozent im Plus gegenüber dem Preisniveau vor Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran.
In der Nacht zu Sonntag (MEZ) hatte Trump den Machthabern in Iran mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und »ohne Drohungen« öffnen. Die Führung in Teheran drohte ihrerseits mit der vollständigen Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge.
Mehr Hintergründe zur neuen Inflationsangst hier: Sprit wird wegen des Irankriegs drastisch teurer, damit der Transport und alles andere: Lebensmittel, Maschinen, Haushaltsprodukte. Was auf die Menschen in Deutschland zukommt.
Mehr Hintergründe zur neuen Inflationsangst hier: Sprit wird wegen des Irankriegs drastisch teurer, damit der Transport und alles andere: Lebensmittel, Maschinen, Haushaltsprodukte. Was auf die Menschen in Deutschland zukommt.
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Israel startet »groß angelegte« Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat erneut mit einer »groß angelegten« Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt begonnen. Die Angriffe zielten auf »Infrastruktur des iranischen Terrorregimes« in Teheran ab, heißt es in einer Mitteilung bei Telegram.
Iranische Medien berichteten von Explosionen und Angriffen in Teheran. »Explosionen zu hören in Teheran«, hieß es von der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Mehr. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars meldete »Luftangriffe auf Teile von Teheran« und nannte fünf Gebiete, aus denen »schreckliche Geräusche von Explosionen« gemeldet worden seien.
Iranische Medien berichteten von Explosionen und Angriffen in Teheran. »Explosionen zu hören in Teheran«, hieß es von der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Mehr. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars meldete »Luftangriffe auf Teile von Teheran« und nannte fünf Gebiete, aus denen »schreckliche Geräusche von Explosionen« gemeldet worden seien.
Frau in einem beschädigten Haus in Teheran (am 15. März). Foto: Vahid Salemi / AP / dpa
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IEA warnt vor womöglich schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat angesichts des Irankriegs vor der womöglich schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten gewarnt. Während der zwei aufeinanderfolgenden Ölkrisen in den Siebzigerjahren habe die Welt »jeweils etwa fünf Millionen Barrel Erdöl pro Tag verloren«, sagte Birol dem nationalen Presseklub im australischen Sydney. »Bis heute haben wir elf Millionen Barrel pro Tag verloren, also mehr als zwei große Ölschocks zusammengenommen.«
Birol sprach außerdem angesichts der Blockade der für den weltweiten Seehandel wichtigen Straße von Hormus von einer »großen Bedrohung« für die Weltwirtschaft. »Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben, wenn sie sich weiter in diese Richtung entwickelt«, sagte er. Daher seien globale Anstrengungen erforderlich. »Ich hoffe sehr, dass dieses Problem so bald wie möglich gelöst wird.«
Birol sprach außerdem angesichts der Blockade der für den weltweiten Seehandel wichtigen Straße von Hormus von einer »großen Bedrohung« für die Weltwirtschaft. »Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben, wenn sie sich weiter in diese Richtung entwickelt«, sagte er. Daher seien globale Anstrengungen erforderlich. »Ich hoffe sehr, dass dieses Problem so bald wie möglich gelöst wird.«
Fatih Birol. Foto: Ludovic Marin / AFP / dpa
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist die von den iranischen Revolutionswächtern kontrollierte Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, faktisch gesperrt. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen. (In diesem Video erfahren Sie mehr über die Bedeutung der Handelsroute.)
Als Reaktion auf die Preissteigerungen beschloss die IEA Mitte März, 426 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freizugeben. Es ist die sechste Freigabe strategischer Reserven in der Geschichte der vor mehr als 50 Jahren gegründeten IEA und die bislang größte. Birol erklärte nun, die IEA erwäge die Freigabe weiterer Ölreserven. Man berate sich dazu mit Regierungen in Asien und Europa.
- Mehr Hintergründe hier: Auf diese Pipeline kommt es jetzt an
Frachtschiffe nahe der Straße von Hormus (am 11. März). Foto: REUTERS
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Keir Starmer bereitet sich auf Iran-Krisensitzung vor
Der britische Premierminister hat mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Dabei ging es hauptsächlich um die Lage im Nahen Osten, wie es aus der Downing Street hieß. Heute will Keir Starmer ein Krisentreffen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankriegs leiten. An der Sitzung werden Regierungsangaben zufolge unter anderem Finanzministerin Rachel Reeves und der Chef der Bank of England, Andrew Bailey, teilnehmen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Energiesicherheit, die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten sowie die Folgen der Krise für Familien und Unternehmen.
Großbritannien beobachtet die Lage im Nahen Osten mit besonderer Besorgnis: Das Land ist stark von Erdgasimporten abhängig. Der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle forderte bereits wenige Tage nach Kriegsbeginn, die Anstrengungen für mehr Wind- und Solarkraftwerke zu verdoppeln.
Mehr dazu, wie der Irankrieg die Energiepolitik in vielen Ländern umwälzt, erfahren Sie hier.
Großbritannien beobachtet die Lage im Nahen Osten mit besonderer Besorgnis: Das Land ist stark von Erdgasimporten abhängig. Der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle forderte bereits wenige Tage nach Kriegsbeginn, die Anstrengungen für mehr Wind- und Solarkraftwerke zu verdoppeln.
Mehr dazu, wie der Irankrieg die Energiepolitik in vielen Ländern umwälzt, erfahren Sie hier.
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Israel will Bodeneinsatz im Libanon ausweiten
Israels Armee hat eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. »Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen«, erklärte Armeechef Ejal Samir. Es handele sich einen »langwierigen Einsatz«. Die Armee bereite sich nun darauf vor, »die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben«.
Ein Armeesprecher ergänzte, die Ausweitung der Bodeneinsätze werde in der kommenden Woche beginnen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hatte angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah-Miliz zuvor vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt.
Ein Armeesprecher ergänzte, die Ausweitung der Bodeneinsätze werde in der kommenden Woche beginnen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hatte angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah-Miliz zuvor vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt.
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Luftangriffe auf proiranische Miliz im Irak
Eine proiranische Miliz im Irak ist am Sonntag zum Ziel von Luftangriffen geworden. Bei den Angriffen seien Stellungen des Netzwerks Hasched al-Schaabi südlich von Bagdad attackiert worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Verletzt worden sei niemand.
Auch der Flughafen in Bagdad wurde am Sonntag erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der Nacht zum Sonntag gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. In der Nacht waren demnach mehrere Raketen in der Nähe der US-Einrichtungen eingeschlagen.
Auch der Flughafen in Bagdad wurde am Sonntag erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der Nacht zum Sonntag gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. In der Nacht waren demnach mehrere Raketen in der Nähe der US-Einrichtungen eingeschlagen.
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Israels Militär rechnet noch mit wochenlangen Kämpfen
Das israelische Militär geht davon aus, dass die Kämpfe gegen Iran und die Hisbollah-Miliz noch Wochen andauern werden. Zu den schweren Treffern iranischer Raketen im Süden Israels erklärte ein Militärsprecher, es seien zwar mehr als 90 Prozent der anfliegenden Raketen abgefangen worden – die Luftverteidigung biete jedoch keinen hundertprozentigen Schutz.
Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten. Bei den Angriffen auf die Städte Arad und Dimona waren mehr als 160 Menschen verletzt worden.
Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten. Bei den Angriffen auf die Städte Arad und Dimona waren mehr als 160 Menschen verletzt worden.
Von iranischer Rakete zerstörtes Gebäude in Dimona (Israel). Foto: Ariel Schalit / AP / dpa
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Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus-Ultimatum
Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs und Galionsfigur der iranischen Opposition, hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump zur Straße von Hormus ein Umdenken gefordert. Trump solle dies überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung in Iran verschonen, forderte Pahlavi auf X. »Das Regime muss demontiert werden, Iran selbst aber geschützt bleiben«, erklärte Pahlavi.
Er appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei. »Iran ist nicht die Islamische Republik«, so Pahlavi.
Er appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen – nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei. »Iran ist nicht die Islamische Republik«, so Pahlavi.
Sowohl er als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Trump drohte Teheran in der Nacht zum Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung iranischer Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und »ohne Drohungen« öffnen.
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Wann Trumps 48-Stunden-Ultimatum genau abläuft
Donald Trump hat Iran ultimativ aufgefordert, die Straße von Hormus nicht länger für den Schiffsverkehr zu blockieren. Sollte Iran die Meerenge nicht wieder öffnen, »werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören«, hatte Trump in einer Nachricht auf seinem Onlinedienst Truth Social gedroht.
Trumps Erklärung wurde am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Sonntag 1.44 Uhr MEZ) veröffentlicht. Das Ultimatum gelte »ab genau diesem Zeitpunkt«, schrieb er. Demnach läuft die Frist am Dienstag um 1.44 Uhr MEZ ab. Die US-Streitkräfte würden dann zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.
Trumps Erklärung wurde am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Sonntag 1.44 Uhr MEZ) veröffentlicht. Das Ultimatum gelte »ab genau diesem Zeitpunkt«, schrieb er. Demnach läuft die Frist am Dienstag um 1.44 Uhr MEZ ab. Die US-Streitkräfte würden dann zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.
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Chef der Internationalen Atomenergiebehörde setzt auf neue Verhandlungen
»Selbst in der dunkelsten Stunde dürfen wir niemals die Hoffnung verlieren«: Trotz der eskalierenden Gewalt und der gegenseitigen Angriffe setzt Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), auf neue Gespräche zwischen den Kriegsgegnern Iran und USA.
Weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm seien trotz des Kriegs »unumgänglich«, sagte Grossi im Interview mit dem US-Sender CBS News. Das iranische Atomprogramm sei durch die Angriffe zwar zurückgeworfen worden, doch die grundlegenden Kenntnisse, die es in Iran gebe, könne man nicht wegbomben: »Sie besitzen die Fähigkeiten, das Wissen und die industriellen Ressourcen. Deshalb müssen wir zurück an den Verhandlungstisch.«
Auf die Frage, woher er seine Hoffnung auf solche Gespräche nehme, antwortete der Atomexperte, er habe »im Weißen Haus und auch mit Iran wichtige Gespräche geführt. Es bestehen Kontakte, und wir hoffen, diese Verbindung wiederherstellen zu können.«
Weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm seien trotz des Kriegs »unumgänglich«, sagte Grossi im Interview mit dem US-Sender CBS News. Das iranische Atomprogramm sei durch die Angriffe zwar zurückgeworfen worden, doch die grundlegenden Kenntnisse, die es in Iran gebe, könne man nicht wegbomben: »Sie besitzen die Fähigkeiten, das Wissen und die industriellen Ressourcen. Deshalb müssen wir zurück an den Verhandlungstisch.«
Auf die Frage, woher er seine Hoffnung auf solche Gespräche nehme, antwortete der Atomexperte, er habe »im Weißen Haus und auch mit Iran wichtige Gespräche geführt. Es bestehen Kontakte, und wir hoffen, diese Verbindung wiederherstellen zu können.«
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. Foto: Sergei Savostyanov / TASS / action press
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Trump attackiert Israels Präsidenten: »Ein jämmerlicher Kerl«
US-Präsident Donald Trump ist bekannt dafür, regelmäßig mit Journalistinnen und Journalisten zu telefonieren. Nun hat er offenbar auch mit Libby Blanca Alon vom rechtsextremen israelischen Sender »Channel 14« gesprochen – und heftig gegen Israels Präsident Isaac Herzog ausgeteilt. Dieser sei »ein Lügner«, giftete Trump, wie die Reporterin auf X schrieb.
Donald Trump mit Isaac Herzog (M.), rechts im Bild Benjamin Netanyahu. Foto: Evan Vucci / AP
Herzog habe ihm »mehrmals versprochen«, Israels Premierminister Benjamin Netanyahu zu begnadigen, »aber er hat es nie getan. Er hat mich angelogen«, so Trump demnach über Herzog. Der israelische Präsident sei »ein schwacher Mensch und ein jämmerlicher Kerl, weil er es nicht getan hat, kein Anführer.«
Gegen Netanyahu laufen derzeit sowohl ein umfangreicher Korruptionsprozess in Israel als auch ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit Israels Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen. »Bibi sollte sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf so einen Unsinn«, sagte Trump dem X-Beitrag zufolge über Netanyahu, dessen Spitzname »Bibi« ist.
Gegen Netanyahu laufen derzeit sowohl ein umfangreicher Korruptionsprozess in Israel als auch ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit Israels Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen. »Bibi sollte sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf so einen Unsinn«, sagte Trump dem X-Beitrag zufolge über Netanyahu, dessen Spitzname »Bibi« ist.
In dem Telefonat soll es auch um einen möglichen Besuch Trumps in Israel gegangen sei. Auf die Frage, ob der US-Präsident plane, zum Unabhängigkeitstag im April nach Israel zu reisen, um den Israel-Preis entgegenzunehmen, sagte Trump demnach: »Ja, sieht so aus.«
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Liebe Leserinnen und Leser,
der US-israelische Krieg gegen Iran geht in die vierte Woche. Der SPIEGEL begleitet die Ereignisse weiterhin mit einem Liveblog. Wir berichten aus dem Hamburger Newsroom und unseren Korrespondentinnen- und Korrespondentenbüros weltweit. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
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