Dem Weltmarkt fehlen nach Einschätzung des saudi-arabischen Ölkonzerns Saudi Aramco wegen des Irankriegs rund eine Milliarde Barrel Öl aus den vergangenen zwei Monaten. Ein Barrel sind etwa 159 Liter. Demnach ginge es bei der fehlenden Menge um etwa 159 Milliarden Liter Öl.
Selbst wenn die Lieferungen wieder anliefen, werde es dauern, bis sich die Energiemärkte stabilisierten, sagte Unternehmenschef Amin Nasser. Die weltweite Energieversorgung ist durch die iranische Blockade der Straße von Hormus stark eingeschränkt worden, was das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben hat.
Keine schnelle Normalisierung zu erwarten
»Unser Ziel ist einfach: den Energiefluss aufrechtzuerhalten, auch wenn das System unter Druck steht«, erklärte Nasser. Zuvor hatte Saudi Aramco für das erste Quartal einen Anstieg des Nettogewinns um 25 Prozent auf 32,5 Milliarden Dollar gemeldet.
Die Wiederöffnung der Routen sei nicht gleichbedeutend mit einer Normalisierung des Marktes, sagte Nasser. Jahrelange Investitionsdefizite hätten die Belastung der ohnehin niedrigen weltweiten Lagerbestände zudem verschärft.
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Um die Straße von Hormus zu umgehen, nutzt Saudi Aramco verstärkt seine Ost-West-Pipeline und transportiert Rohöl von der Ostküste am Persischen Golf zum Roten Meer.
»Unsere Ost-West-Pipeline, die ihre maximale Kapazität von sieben Millionen Barrel Öl pro Tag erreicht hat, hat sich als entscheidende Versorgungsader erwiesen und hilft dabei, die Auswirkungen eines weltweiten Energieschocks abzumildern«, erklärte Nasser.
