SpOn 14.05.2026
19:17 Uhr

Iran-Krieg: US-Admiral dementiert Berichte über iranische Raketenstellungen


Wie erfolgreich waren die US-Angriffe in Iran? Mehrere Berichte legten kürzlich nahe: kaum. Ein Admiral des US-Militärs widerspricht nun. Es müsse mehr als nur die Anzahl an Raketen berücksichtigt werden.

Iran-Krieg: US-Admiral dementiert Berichte über iranische Raketenstellungen

US-Admiral Brad Cooper hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen Irans in einer Anhörung im US-Kongress widersprochen. Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom sagte, er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch.

Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals.

Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. »Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden.« Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. »Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen.« Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild.

Seiner Einschätzung nach sei die Bedrohung durch Iran durch amerikanische Bombardements drastisch verringert worden. Die Rüstungsindustrie des Landes sei um 90 Prozent zurückgeworfen worden. Zudem könne die Führung in Teheran keine Waffen mehr an Verbündete wie die Hisbollah im Libanon, die Huthi-Milizen im Jemen und die Hamas im Gazastreifen liefern.

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James Adams, Direktor des US-Militärgeheimdienstes DIA, hatte in einer früheren Anhörung im Kongress ausgesagt, dass Iran weiter über erhebliche Bestände verfüge. Obwohl die militärischen Fähigkeiten Irans durch die Luftangriffe erheblich geschwächt worden seien, »verfügt Teheran weiterhin über Tausende Raketen und Einweg-Kampfdrohnen, die eine Bedrohung für uns und unsere Verbündeten in der gesamten Region darstellen«.

jah/dpa/Reuters