SpOn 26.05.2026
04:36 Uhr

Iran-Krieg: Christoph Ploß (CDU) sieht in Nahost-Krise eine Chance für heimische Reiseziele


Die Weltlage ist angespannt, die Lust auf Flugreisen gering. Doch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung kann dem auch Positives abgewinnen, vor allem für zwei Regionen Deutschlands.

Iran-Krieg: Christoph Ploß (CDU) sieht in Nahost-Krise eine Chance für heimische Reiseziele

Die angespannte Weltlage kann nach Ansicht des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung dazu beitragen, dass mehr Menschen in Deutschland Urlaub machen. »So schlimm die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten für viele Branchen sind, so sehr bieten sich dadurch Chancen für den Deutschlandtourismus«, sagte der CDU-Politiker Christoph Ploß den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Insbesondere an Nord- und Ostsee rechne er mit »einer noch stärkeren Nachfrage als in den Vorjahren«.

CDU-Politiker Ploß, Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus

CDU-Politiker Ploß, Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus

Foto:

Soeren Stache / dpa

Im Irankrieg wurden auch in den Golfländern Energieanlagen, Flughäfen und bewohnte Gebiete angegriffen. Darunter litt das Image der Länder als sicherer Ort für Tourismus und Handel stark. Zudem verunsichert Reisende die Diskussion über drohenden Kerosinmangel (mehr dazu hier ).

Bei einer vom Abrechnungsdienstleister SAP Concur in Auftrag gegebene und am Wochenende veröffentlichten repräsentativen Umfrage gab fast jeder Fünfte an, deswegen selbst bereits einen Flug storniert, umgebucht oder eine Stornierung durch die Airline erlebt zu haben.

  • Die Bomben des Irankriegs haben Urlauber verschreckt. Nun gibt es Zweifel, ob der Treibstoff für den Sommer reichen wird. Was das für Ihre Reiseplanung bedeutet, erfahren Sie hier in der SPIEGEL-Titelstory .

Ploß wies darauf hin, dass die Bundesregierung in der Tourismusbranche eine immer wichtigere Säule für die Volkswirtschaft in Deutschland sehe. Er kündigte weitere Förderung an. »Wir werden die Tourismusunternehmen und Tourismusregionen in Deutschland noch in diesem Jahr mit mehreren Initiativen unterstützen, etwa durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten und mit mehr Investitionen in das Autobahn- und Schienennetz.«

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Zuletzt hatte das Statistische Bundesamt zum Jahresbeginn von steigenden Übernachtungszahlen im deutschen Tourismusgeschäft berichtet. Im ersten Quartal wurden 86,7 Millionen Übernachtungen registriert – 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 0,8 Prozent deutlich schwächer als der bei den Inländern mit 2,9 Prozent.

aar/dpa