US-Teenager Cooper Lutkenhaus hat bei der Hallen-WM in Polen den Titel über 800 Meter gewonnen. Mit 17 Jahren und 93 Tagen ist er nach Angaben des Weltverbands der bisher jüngste Leichtathletik-Weltmeister. Zudem sei er der jüngste Einzelmedaillengewinner überhaupt – in der Halle wie im Freien.
Im Endlauf setzte sich Lutkenhaus rund 300 Meter vor dem Ziel an die Spitze und ließ sich nicht mehr einholen. Er siegte in 1:44,24 Minuten vor dem Belgier Eliott Crestan (1:44,38). Dritter wurde der Spanier Mohamed Attaoui. Ein deutscher Läufer war nicht am Start.
Cooper Lutkenhaus mit der Goldemedaille
Foto: Petr David Josek / APLutkenhaus’ Sieg brachte die USA mit fünf Goldmedaillen an die Spitze des Medaillenspiegels. Davon darf der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nur träumen. Mit seinem kleinen und unerfahrenen Team hat der Verband die Hallen-WM ohne Medaille beendet. Zuletzt war ein DLV-Team vor vier Jahren in Belgrad bei einer Hallen-WM leer ausgegangen.
Am Sonntag verpasste auch Sandrina Sprengel (Stuttgart) als letzte Hoffnung im Fünfkampf trotz persönlicher Bestleistung das Podest. Die Fünfte der Freiluft-WM 2025 in Tokio im Siebenkampf belegte mit 4475 Punkten den achten Rang.
Das deutsche Leichtathletik-Team war in Polen mit einem 14-köpfigen Aufgebot vertreten, einige prominente Namen wie etwa Weitsprungstar Malaika Mihambo verzichteten aus Rücksicht auf die Vorbereitung für die Sommersaison auf die Titelkämpfe.
Am Samstag hatte Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis (Schweden) locker das erwartete Gold gewonnen. Im Siebenkampf sorgte der Schweizer Simon Ehammer in Abwesenheit des deutschen Zehnkampf-Weltmeisters Leo Neugebauer mit 6670 Punkten für einen Weltrekord.
