Gute Nachrichten haben es schwer. Manchmal hat man zwischen all den Krisenmeldungen, irren Kanzlerzitaten, sinnlosen Kriegen und Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt als »normaler« Mensch fast das Gefühl, dass alles den Bach heruntergeht. Das ist aber teilweise auch der Art und Weise geschuldet, wie wir Nachrichten zu uns nehmen.
Bafög oder Azubigehalt sind schon wieder fast aufgebraucht? Der Obstkorb beim unbezahlten Agenturpraktikum war geräubert? Und bitte nicht schon wieder Pizzatoast? Alles kein Problem: In dieser Kolumne zeigt SPIEGEL-Redakteur und Hobbykoch Sebastian Maas, wie man trotz Flaute auf dem Konto leckere und besondere Gerichte zaubern kann. Dabei gibt es nur zwei Regeln:
Eine Portion darf maximal so viel kosten wie ein Essen in der Mensa, also drei Euro.
Teure Spezialgeräte sind tabu.
Eine gute Nachricht hat es sogar auf SPIEGEL.de schwer. Nicht weil es keine gibt. Sondern weil Leserinnen und Leser in der Aufmerksamkeitsökonomie eher geneigt sind, auf etwas zu klicken, was sie vor einer potenziellen Gefahr warnt als auf etwas, das für sie kein Problem darstellt. Meine Kolleginnen und Kollegen haben aus diesem Grund schon vor einiger Zeit den Newsletter »Alles Gute« eingeführt, der Ihnen jede Woche eine Auswahl guter Nachrichten präsentiert.
Mir hilft es manchmal, mich daran zu erinnern, dass vieles eigentlich ziemlich gut läuft. Beispiele gefällig?
Deutschland produziert teilweise so viel grüne Energie, dass wir teils Strom ans Ausland verschenken oder Kundinnen und Kunden Geld dafür bekommen , wenn sie welchen verbrauchen.
Das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland ist kein chinesisches Fabrikat und kein Tesla, sondern ein VW . Heimische Arbeitsplätze, juhu!
Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind so gut gefüllt wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn.
Globale Konzerne blicken optimistisch auf Deutschland und überlegen verstärkt, hier zu investieren.
Die Zucchini-Saison geht wieder los und wer die Dinger im Garten, Hochbeet oder Balkonkübel zieht, kann sich bald über Massen an quasi kostenlosem Gemüse freuen. Alle anderen schlagen im Supermarkt zu, wo die Preise für Zucchini sinken werden.
Gar es ohne Bares!
Sebastian MaasPreisabfragezeitpunkt
27.05.2026 16.45 Uhr
Keine Gewähr
Um den letzten Punkt zu feiern, gibt es ein leichtes, sommerliches Gericht mit, genau: Zucchini! Sie werden in geriebener Form gemeinsam mit etwas Crème fraîche zu einer samtigen Soße, die weiße Bohnen umhüllt. Dazu ein paar Spritzer Limette, etwas Abrieb, und im Handumdrehen ist ein tolles Mittagessen auf dem Tisch.
Was kostet das? Etwa 1,70 Euro pro Person
Wie lange dauert das? Etwa 20 Minuten
Zubereitung
Andere tolle Zucchinirezepte gefällig? Thomas Kellers Sternezucchini auf persische Art mit Minzjoghurt oder sündige Zucchini-Käse-Nuggets helfen, der nahenden Zucchinischwemme Herr zu werden.
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