Der Schweizer Fußballnationalspieler Granit Xhaka hat eingeräumt, einen Nachweis über eine Covid-Impfung erworben zu haben. In einer Stellungnahme auf Instagram schrieb Xhaka, er habe ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff empfunden und sei von Ängsten und Verunsicherung geprägt gewesen. »In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären«, schrieb Xhaka.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern hatte zuvor Ermittlungen wegen eines möglicherweise gefälschten Nachweises eingeleitet. Der »Blick« berichtete, die Polizei habe 2023 die Praxisräume der behandelnden Medizinerin Xhakas durchsucht und Beweise gesichert. Dem Bericht zufolge soll Xhaka Anfang Oktober bei der Luzerner Staatsanwaltschaft vernommen werden.
Xhaka will mit Behörden kooperieren
Der frühere Bundesligaprofi von Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen nannte den Erwerb einen Fehler und bat um Entschuldigung. Er werde »die Verantwortung« übernehmen und mit den zuständigen Behörden »vollumfänglich« kooperieren.
Wegen des Vorgangs wird Kapitän Xhaka in dieser Woche nicht zur Schweizer Nationalmannschaft reisen. »Wir begrüßen, dass Granit diesen Schritt macht und sich der Aufarbeitung stellt. Gleichzeitig sind wir gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es im Interesse der Mannschaft ist, diesen Zusammenzug ohne ihn zu bestreiten«, teilte Verbandschef Peter Knäbel mit. Ob Xhaka nach der Länderspielpause in die Nationalmannschaft zurückkehren wird, blieb offen. Die Situation werde dann »neu beurteilt«, sagte Knäbel.
Die Schweizer Nationalmannschaft trifft sich am Montag in Belek in der Türkei. Bis Freitag bereitet sie sich dort auf die beiden Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland am 26. und 29. September vor. Am 3. und 6. Oktober stehen in Luzern weitere Spiele gegen Slowenien und Nordmazedonien an.
