SpOn 29.04.2026
08:24 Uhr

Gazastreifen: Mindestens drei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen


Israel hat bei Angriffen auf Chan Junis und Gaza-Stadt offenbar mindestens drei Menschen getötet. Derweil bleibt die Versorgungslage im Gazastreifen desolat: Besonders Gas ist knapp.

Gazastreifen: Mindestens drei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Die Gewalt im Gazastreifen dauert trotz der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas an. Wie die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend und mit Bezug auf palästinensische Angaben berichten, sind nun bei einem israelischen Angriffen in dem Küstengebiet mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden.

Laut Reuters soll durch einen Drohnenangriff ein neun Jahre alter Junge im Osten von Chan Junis getötet worden sein. Bei einem Luftschlag auf ein Fahrzeug in Gaza-Stadt wurden demnach zwei weitere Menschen getötet und weitere Personen verletzt.

Die »Times of Israel« zitierte das Militär im Fall des getöteten Kindes jedoch mit den Worten, dass Soldaten einen Verdächtigen angegriffen hätten, der sich ihnen in einem von Israel kontrollierten Gebiet genähert und eine Bedrohung für sie dargestellt habe. Bei der Attacke in Gaza-Stadt habe es sich um den Schlag gegen einen »Terroristen« gehandelt.

Mehr als 800 Tote seit Beginn der Feuerpause

Seit Oktober vergangenen Jahres herrscht offiziell eine Waffenruhe im Gazakrieg. Die Lage bleibt aber angespannt. Immer wieder gibt es tödliche Zwischenfälle und Angriffe. Seit Beginn der Feuerpause sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 800 Palästinenser im Gazastreifen getötet worden. Auch mehrere israelische Soldaten sind ums Leben gekommen.

In dem abgeriegelten Gebiet bleibt die Versorgungslage weiter schlecht. Wie Reuters unter Berufung auf Familienangehörige des getöteten Neunjährigen berichtet, soll der Junge zum Zeitpunkt des Angriffs Pappe gesammelt haben. »Wir haben kein Gas. Wir sammeln Pappe, um zu backen«, sagte demnach eine Verwandte des Jungen.

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Auch sauberes Trinkwasser in Gaza ist nach wie vor rar. Die Krise verschärfe sich weiter durch israelische Angriffe, wie Unicef kürzlich kritisierte . Nach der Tötung zweier Lkw-Fahrer, die im Auftrag der Organisation sauberes Wasser an Familien im Gazastreifen geliefert hatten, hatte die Organisation die Lieferungen zuletzt ausgesetzt.

Laut der israelischen Zeitung Haaretz sind noch immer Tausende Palästinenser unter den Trümmern der unzähligen zerstörten Wohnhäuser begraben.

fek/dpa/Reuters