Der Fußballstar Erling Haaland hat die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle wegen der mutmaßlich unerlaubten Nutzung seiner Persönlichkeitsrechte verklagt. Das Unternehmen bestätigte am Donnerstag den Erhalt der Klageschrift, wie die norwegische Zeitung »Verdens Gang« (VG) berichtet.
»In dem Fall geht es um die unerlaubte Nutzung von Haalands charakteristischen Merkmalen durch Norwegian bei der Werbung für Flugtickets während der Fußball-Weltmeisterschaft«, teilte Haalands Anwalt Thomas Hagen der Nachrichtenagentur AFP mit.
Die von Haaland angeführte norwegische Nationalmannschaft hatte bei der WM im Sommer überraschend das Viertelfinale erreicht, wo die »Wikinger« England mit 1:2 nach Verlängerung unterlagen. Für Norwegen war es die erste WM-Teilnahme seit 1998. Der 26-jährige Haaland erzielte sieben Tore in fünf Spielen.
Der genaue Streitgegenstand in dem aktuellen Fall ist nicht bekannt. Nach Informationen der VG, die den Rechtsstreit publik machte, hatte Norwegian in den sozialen Netzwerken eine Fotomontage veröffentlicht, auf der ein Flugzeug der Airline mit einem Pferdeschwanz zu sehen war, eine Anspielung auf Haalands damalige charakteristische Frisur.
Norwegens Topscorer Haaland während der WM mit Pferdeschwanz
Foto: Charles Krupa / APDazu schrieb die Fluggesellschaft: »Wir haben noch nie so norwegisch ausgesehen.«
Der Stürmer von Manchester City ließ sich kürzlich die Haare schneiden.
»Klageschrift, die wir nur schwer nachvollziehen können«
Norwegian bestätigte den Rechtsstreit. »Wir haben eine Klageschrift erhalten, die wir nur schwer nachvollziehen können«, sagte Unternehmenssprecherin Catharina Solli der AFP. Die Fluggesellschaft habe wie große Teile Norwegens die Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaft unterstützt. Dies sei unter anderem durch einige spontane Beiträge geschehen, die von aktuellen Trends in den sozialen Netzwerken inspiriert gewesen seien.
»Es ist bedauerlich, dass diese Unterstützung mit einer Klage beantwortet wurde«, sagte Solli. Zugleich hoffe man auf einen vernünftigen Dialog, um auch künftig die gemeinsamen norwegischen Sporthelden unterstützen zu können.
Nach VG-Angaben soll der Fall am 9. Oktober vor einem Gericht in Oslo verhandelt werden.
