SpOn 28.03.2026
19:54 Uhr

Frankreich: Polizei vereitelt mutmaßlichen Anschlag in Paris


Ein Verdächtiger hantiert mit einem Sprengsatz vor der US-Großbank Bank of America in der französischen Hauptstadt und wird festgenommen. Die Antiterrorstaatsanwaltschaft ermittelt.

Frankreich: Polizei vereitelt mutmaßlichen Anschlag in Paris

In Paris haben Sicherheitskräfte einen Sprengstoffanschlag auf eine Niederlassung der US-Großbank Bank of America verhindert. Wie die französische Behörde mitteilte, wurde in der Nacht zum Samstag ein Verdächtiger festgenommen, als er versuchte, einen Sprengsatz vor dem Gebäude im Zentrum der französischen Hauptstadt zu platzieren und zu zünden.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen prüfen die Behörden einen möglichen Zusammenhang mit Drohungen aus Iran gegen israelische und US-amerikanische Einrichtungen in Europa im Kontext des aktuellen Konflikts. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.

Angeblich über Snapchat angeworben

Bei dem sichergestellten Sprengsatz soll es sich um eine improvisierte Konstruktion gehandelt haben. Ein mit Treibstoff gefüllter Kanister, kombiniert mit einem Feuerwerkskörper als Zünder.

Der Festgenommene gab laut Ermittlern an, über den Onlinedienst Snapchat angeworben worden zu sein. Für die Tat seien ihm demnach 600 Euro in Aussicht gestellt worden.

Den Angaben zufolge war der Mann nicht allein: Während er den Sprengsatz ablegte, habe sich ein mutmaßlicher Komplize entfernt, offenbar um den Vorgang zu dokumentieren. Die Polizei griff ein, als der Verdächtige den Sprengkörper mit einem Feuerzeug entzünden wollte. Sein Begleiter konnte entkommen.

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Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete den Vorfall als »terroristische Gewalttat«. Angesichts der derzeitigen internationalen Lage seien die Sicherheitsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft.

Seit Beginn des Irankriegs vor rund einem Monat haben mehrere europäische Länder ihre Schutzmaßnahmen verstärkt. Besonders im Fokus stehen dabei iranische Oppositionelle, jüdische Einrichtungen sowie israelische und US-amerikanische Institutionen und Unternehmen.

dtt/AFP