SpOn 09.09.2026
06:33 Uhr

Ford: US-Regierung kritisiert China-Partnerschaft des Autobauers


Der amerikanische Verkehrsminister kritisiert den Autobauer Ford wegen der Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen. Es geht um Batterietechnik, Sicherheitsbedenken – und um ein SUV-Modell.

Ford: US-Regierung kritisiert China-Partnerschaft des Autobauers

Rüffel aus Washington: Die US-Regierung hat die Geschäftspartnerschaften des Autobauers Ford mit chinesischen Unternehmen scharf ​kritisiert. US-Verkehrsminister Sean Duffy äußerte in einem Brief ‌an Ford-Chef Jim Farley schwere Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit. Fords Beziehungen zu dem chinesischen Batteriehersteller CATL sowie den Autokonzernen Geely und BYD gäben Anlass zu großer Sorge, hieß es.

Ford nahm ​zu den Äußerungen zunächst nicht Stellung. Die Aktie verlor am Dienstag ⁠mehr ⁠als vier Prozent.

»Lincoln Nautilus« bei einer Messe in Los Angeles: Noch wird das SUV-Modell in China produziert

»Lincoln Nautilus« bei einer Messe in Los Angeles: Noch wird das SUV-Modell in China produziert

Foto: Lucy Nicholson / REUTERS

Das Verkehrsministerium sei zutiefst beunruhigt über Fords Abhängigkeit von lizenzierter Technologie von CATL in seinem Werk ‌in Marshall im Bundesstaat Michigan, hieß ​es in ‌dem Schreiben. Das Gemeinschaftsunternehmen von Ford und Geely in Spanien helfe zudem strategischen Gegnern dabei, auf westlichen Märkten Fuß zu fassen.

Weiterhin könnten ‌die laufenden Gespräche mit BYD über Bauteile für Hybridfahrzeuge dazu führen, dass subventionierte ausländische Technologie noch ‌stärker in die Lieferketten von ​Ford integriert werde.

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Duffy ‌bemängelte außerdem Fords Entscheidung, die Produktion des ‌Modells ​Lincoln Nautilus erst im Jahr 2030 von China in die USA zu ​verlagern. Das ⁠bedeute ein inakzeptables, mehrjähriges Zeitfenster ​der Abhängigkeit ​von chinesischer Fertigung.

mic/Reuters