Vier Malariafälle am Frankfurter Flughafen sind laut einem Sprecher auf eine im Flieger mitgereiste Mücke zurückzuführen. Trotz Sicherheitsmaßnahmen könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Mücke etwa in der Fracht verstecke, beim Erblicken des Tageslichts zusteche und so die Tropenkrankheit übertrage.
Die betroffenen Mitarbeiter hatten unter anderem in der Gepäckabfertigung gearbeitet, vermutlich infizierten sie sich Anfang der Woche. Ob sie sich im Krankenhaus befinden, konnte der Sprecher nicht mitteilen.
Laut einer internen Mitteilung des Unternehmens, aus der die »Frankfurter Allgemeine« (»FAZ«) bereits zuvor zitierte , haben bislang keine Übertragungen von Mensch zu Mensch stattgefunden. Diese treten bei Malaria ohnehin selten auf, da die Krankheit nur durch eine Infektion durch Spenderblut oder Nadelstichverletzungen übertragbar ist.
Malariamücke in Nahaufname
Foto: Paul Starosta / Stone / Getty ImagesMitarbeiter seien gebeten worden, bei Fiebersymptomen den Hausarzt aufzusuchen und gegebenenfalls von »Airport-Malaria« zu berichten. Im Zweifel solle eine Infektion mit der Krankheit in einer tropenmedizinischen Einrichtung, etwa dem Frankfurter Uniklinikum, abgeklärt werden.
Nicht der erste Fall
Der letzte Malariafall am Frankfurter Flughafen wurde im Jahr 2023 notiert. Auch an anderen Flughäfen kommt es laut Sprecherangaben immer wieder vereinzelt zu solchen Vorfällen.
Laut Experten, die die »FAZ« weiter zitiert, kam es in den vergangenen sieben Jahren zu insgesamt sechs Fällen von Malaria am Frankfurter Flughafen. Keine der Personen sei verreist gewesen, alle hätten am Flughafen gearbeitet. Sämtliche Fälle seien im Sommer aufgetreten.
Malaria ist laut früheren Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine lebensbedrohliche Krankheit, wenn sie nicht behandelt wird. Sie wird durch bestimmte Mückenarten auf Menschen übertragen.
Milde Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Sie kann aber auch zu Verwirrtheit, Krampfanfällen und Atembeschwerden führen.
