Ein 17 Jahre alter deutscher Fußballer hat beim Ligapokalauftritt von Manchester City geglänzt. Floyd Samba gelangen beim 5:0 (2:0)-Sieg gegen den Zweitligisten Norwich City zwei Tore. »So ein Debüt ist einfach umwerfend. Ich konnte es kaum glauben«, sagte Samba. Das sei »erst der Anfang, ich habe eine große Karriere vor mir«.
Der Sohn des in Frankreich geborenen ehemaligen kongolesischen Nationalspielers Christopher Samba, der auch für Hertha BSC spielte, und einer Deutschen ist für das anstehende Fünf-Nationen-Turnier in Spanien (22.9. bis 4.10.) erstmals für die deutsche U19-Nationalmannschaft nominiert.
Samba hat bereits für die englische U17 und U16 gespielt. Auch für Frankreich könnte er auflaufen. In den Nachwuchsmannschaften können Fußballer noch für unterschiedliche Nationen spielen, erst ab dem vierten Einsatz für eine A-Nationalmannschaft im Alter von über 21 Jahren geht das nicht mehr.
»Ein neuer Star ist geboren«, schreibt die englische Presse
Für City, wo er bereits seit der U9 spielt, hat Samba in seiner ersten Saison bei der U18 im vergangenen Jahr 24 Tore erzielt und zehn weitere vorbereitet. Sein Freistoßtreffer entschied im Mai das Juniorenfinale im FA Cup gegen Stadtrivale United (2:1) mit. In der Premier League hat Samba allerdings noch keine Minute gespielt.
»Er ist jung, voller Energie und stark«, sagte City-Trainer Enzo Maresca am Donnerstagabend, »er kann selbst abschließen oder Mitspieler in Szene setzen. Hoffentlich können wir ihm mehr Chancen geben.« Auch die englische Presse war begeistert. Der »Guardian« schwärmte vom »Teenage Star«, die »Daily Mail« schrieb: »Ein neuer Star ist geboren.« Die BBC berichtete: »Samba stiehlt allen die Show.«
Und das, obwohl der Mittelfeldspieler in ungewohnter Rolle als Mittelstürmer aufgeboten worden war. »Das haben wir erst in den letzten zwei oder drei Tagen ausprobiert. Er ist sicher kein klassischer Neuner«, sagte Trainer Maresca: »Aber er hat seine Sache gut gemacht.«
Anmerkung der Redaktion: Wir haben die Regeln für einen Verbandswechsel korrigiert.
