SpOn 19.05.2026
07:05 Uhr

Filmfestival Cannes: Sandra Hüller mag den Begriff »Heimat« nicht


Für die Schauspielerin ist das Wort »Heimat« politisch aufgeladen. Dennoch gebe es einen Ort, der für sie bleibt.

Filmfestival Cannes: Sandra Hüller mag den Begriff »Heimat« nicht

Für Sandra Hüller ist Heimat kein selbstverständliches Wort. »Ich habe dazu nicht wirklich einen Bezug. Ich benutze den Begriff auch eigentlich nicht«, sagte die Schauspielerin der Nachrichtenagentur dpa beim Filmfestival in Cannes.

Die 48-Jährige spielt in dem Film »Vaterland« die weibliche Hauptrolle als Tochter des Schriftstellers Thomas Mann. Sie bewege sich selbstverständlich an verschiedenen Orten der Welt. »Ich weiß nicht, ob das dann automatisch Heimat ist«, sagte Hüller. Vielleicht sei Heimat eher ein Ort, »den man nicht erklären muss«.

Einen festen Anker habe sie dennoch: Thüringen, wo sie geboren wurde. »Der Wald dort oder die Menschen, das Essen.« Gleichzeitig grenze sie sich von dem Begriff ab. Er sei politisch »in einer Art und Weise aufgeladen«, die sie nicht möge.

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Das Drama des polnischen Regisseurs Paweł Pawlikowski erzählt von einer Reise durch das zerstörte Deutschland des Jahres 1949. Tochter und Vater fahren in einer schwarzen Limousine durch ein Land in Trümmern, das sie nach der Machtübernahme der NSDAP verlassen hatten. Der Film, in dem auch Hanns Zischler und August Diehl mitspielen, läuft im Wettkampf um die Goldene Palme – und wird schon als Oscarkandidat gehandelt .

boc/dpa