SpOn 24.05.2026
17:53 Uhr

FC Schalke 04: Ermittlungen gegen Mitarbeiter wegen des Anfangsverdachts auf sexuellen Missbrauch


Gegen einen Mitarbeiter der Jugendabteilung des FC Schalke 04 besteht ein Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs an einem Jungen. Der Fußballclub zieht Konsequenzen.

FC Schalke 04: Ermittlungen gegen Mitarbeiter wegen des Anfangsverdachts auf sexuellen Missbrauch

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Münster ermitteln wegen des Anfangsverdachts des sexuellen Missbrauchs an einem Zwölfjährigen gegen einen Mitarbeiter der Jugendabteilung des FC Schalke 04. Man sei durch die Polizei Münster über die Ermittlungen informiert worden, teilte der Verein auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Schalke habe nach eigenen Angaben »unverzüglich Sofort-Maßnahmen zum Schutz der Spieler eingeleitet und arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen«.

Privaträume durchsucht

Laut einer gemeinsamen Mitteilung  der Staatsanwaltschaft und der Polizei hatte die Mutter des Jungen am 18. April bei der Polizei Anzeige erstattet. Vier Tage später hätten Ermittlerinnen und Ermittler die Privaträume des Tatverdächtigen durchsucht und dabei eine Vielzahl von Datenträgern sichergestellt, deren Auswertung andauere.

Es gelte die Unschuldsvermutung, hieß es weiter. Die »WAZ«  hatte zuerst über die Verbindung des Falls zum Verein berichtet.

Der Club äußerte sich ausführlich. »Nach aktuellem Stand betreffen die Ermittlungen Sachverhalte, die sich außerhalb des Vereinsgeländes ereignet haben sollen«, teilte Schalke weiter mit. »Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht zu jeder Zeit an erster Stelle. Die Bestürzung über die Informationen ist daher enorm.« Schalke leitete zudem interne Prüfungen ein.

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»Der Verein unterstützt die behördliche Aufklärung vollumfänglich, steht mit allen Institutionen im Austausch und kooperiert mit ihnen uneingeschränkt«, teilte Schalke mit. »Gleichzeitig hat der Club anwaltliche Unterstützung für die interne Prüfung hinzugezogen.«

Die Gelsenkirchener verweisen auf ein Schutzkonzept und teilten mit: »Der FC Schalke 04 ist sich seiner Verantwortung zum Schutz aller Kinder und Jugendlichen, die dem Verein anvertraut werden, bewusst und setzt sich daher entschieden gegen jegliche physische, psychische oder sexualisierte Gewalt ein.« 2023 sei dieser Auftrag in der Vereinssatzung verankert worden.

ngo/dpa