Ein Besuch im Spaßbad Miramar in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) endete für einen jungen Mann mit einem schweren Unfall. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim berichtet, war ein Mann am Pfingstsamstag am späten Abend in einer Rutsche schwer verunglückt und musste in der Folge reanimiert werden. Zu seinem Gesundheitszustand konnte die Sprecherin nichts sagen. Nach Worten eines Polizeisprechers ist der Verletzte 25 Jahre alt; die Kripo ermittelt in dem Fall. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Erlebnisbad schließt technischen Defekt aus
Laut einem Sprecher des Erlebnisbades war an dem Unglücksabend »eine Person in einem kritischen Zustand zeitig bemerkt« worden. Mehrere Badegäste seien vorher in der Twister genannten Rutschbahn zusammengestoßen. Sofort seien erste Rettungsmaßnahmen eingeleitet und Rettungsdienst und Notarzt hinzugerufen worden.
Die Polizei zu benachrichtigen, habe sich aus der Lage zunächst nicht ergeben. Das Miramar habe den Beamten aber am Donnerstag Videos der Sicherheitskameras und andere Unterlagen übergeben. »Sicher ist für uns: kein technischer Defekt, kein Fehlverhalten der Mitarbeiter«, betonte der Sprecher. Es gebe klare Sicherheitsregeln im gesamten Rutschenbereich. Die Anlage werde regelmäßig geprüft. Mit Verweis auf die Ermittlungen wollte er sich nicht weiter äußern.
Verstoß gegen Nutzungsregeln?
Für die Rutschen gelten bestimmte Regeln: Etwa beim Twister zeigt eine Ampel, wann die Rutsche frei ist und die Badegäste starten dürfen. Zudem gibt es Vorschriften für das Mindestalter und Hinweise zu Schwierigkeitsgrad und Wassertiefe. In einem Video von 2020 erklärt der Geschäftsführer Markus Steinhart die Regeln für die Besucher im Spaßbad.
Wie der SWR berichtet , geht der Miramar-Sprecher von einem Verstoß gegen die Nutzungs- und Sicherheitsregeln der Rutsche aus. Eine der Regeln sehe demnach vor, dass Rutschenbenutzer nur nacheinander und mit Abstand in die Rutsche einsteigen dürfen. Konkret diese Regel scheinen der 25-Jährige und seine Begleiter missachtet zu haben.
